Kanada
CAN
Norwegen
NOR
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Robert Thomas
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Robert Thomas
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Mathias Emilio Pettersen
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Stian Solberg
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Noah Steen
Eishockey-Märchen! Norwegen schlägt Kanada im Kampf um Bronze
Die Skandinavier krönen ihr überraschend starkes Turnier in der Schweiz mit dem erstmaligen Gewinn einer WM-Medaille.
Norwegen schreibt sein Märchen bei der Eishockey-WM 2026 in der Schweiz fertig!
Die Skandinavier gewinnen das Spiel um Bronze gegen Rekord-Weltmeister Kanada mit 3:2 nach Overtime und damit zum ersten Mal in der 91-jährigen Verbandsgeschichte eine WM-Medaille.
Der vierte Platz bei der WM 1951 war bisher das beste Ergebnis, Norwegen feiert somit den größten Erfolg in seiner Eishockey-Historie.
Frühe Stangenschüsse, dann führt Norwegen
Das Spiel geht rassig los, in einem frühen Powerplay trifft Superstar Macklin Celebrini die Stange. Praktisch im Gegenzug klopft Sander Hurrod an, der norwegische Verteidiger scheitert ebenfalls am Pfosten.
Ein schwerer Patzer von Kanadas Jet Greaves bringt die Norsker in Führung. Der Goalie verliert die Scheibe hinter dem Tor an Emilio Pettersen, der Stürmer zieht vor den Kasten und schiebt ein (7.).
Norsker legen nach, Kanadas Reaktion bleibt vorerst aus
Eine Reaktion der träge auftretenden "Ahornblätter" bleibt aus, für die Kanadier wirkt das Spiel um Platz 3 nach dem verpassten Finale wie eine lästige Pflicht.
Norwegen tritt hingegen motiviert auf und legt im Mittelabschnitt nach. Stian Solberg zieht von der Blauen Linie ab, Parker Wotherspoon fälscht den Puck für Greaves unhaltbar ab (33.).
Auch im Schlussdrittel bäumen sich Sidney Crosby und Co. zunächst kaum auf, Michael Brandsegg-Nygard verpasst mit einem Stangentreffer die vorzeitige Entscheidung.
Doppelschlag bringt Kanada in die Overtime
In der Schlussphase machen die Kanadier dann doch nochmal ernst.
76 Sekunden vor Spielende verkürzt Robert Thomas mit einem schönen Schuss ins linke Kreuzeck auf 1:2, Greaves war bereits einem sechsten Feldspieler gewichen (59.).
Der Goalie geht kurz danach wieder vom Eis, 23 Sekunden vor der Schlusssirene trifft Petersen bei seinem Empty-Net-Versuch die Außenstange. Auf das 3:1 zu gehen, statt die Scheibe nur aus der Zone zu chippen und Kanada neu aufbauen lassen zu müssen, rächt sich.
Kanada setzt sich nach dem Faceoff infolge des Icings in der Zone fest, schließlich drückt Thomas den Puck acht Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit glücklich über die Linie (60.).
Norwegen jubelt letztlich doch
In der Overtime bleiben Großchancen zunächst aus, ein Konter bringt die Entscheidung zugunsten Norwegens.
Noah Steen schließt bei einer 2-auf-1-Situation selbst ab und überrascht Greaves mit einem ansatzlosen Schuss im kurzen Eck (64.). Es ist der siebente Turnier-Treffer des 21-jährigen Angreifers, der gleichzeitig Bronze bedeutet.
2023 war der Verband noch pleite
Mit der gelungenen Revanche für die 5:6-Overtime-Niederlage in der Gruppenphase macht Norwegen die Sensation perfekt.
2025 fixierten die Skandinavier erst am letzten Spieltag der Vorrunde mit einem 1:0-Erfolg gegen Ungarn den Klassenerhalt, noch vor drei Jahren war der Verband pleite und musste im Sommer 2023 sämtliche Nationalteam-Programme für das restliche Jahr streichen.
Erfolgsgarant auf dem Weg zu Bronze war neben dem 18-jährigen Tinus Luc Koblar, der mit neun Punkten (sechs Tore, drei Assists) in zehn Spielen Norwegens Topscorer wurde, vor allem Goalie Henrik Haukeland. Der 31-Jährige verbuchte drei Shutouts bei neun Einsätzen.
Am Abend geht es im Finale zwischen Gastgeber Schweiz und Finnland um den WM-Titel (20:20 Uhr im LIVE-Ticker >>>).