Nächster ÖEHV-Leistungsträger verpasst WM
Der Comeback-Versuch des Salzburgers ist jäh gescheitert. Teamchef Roger Bader gehen allmählich die Center-Optionen aus.
Benjamin Baumgartner wird Österreich bei der Eishockey-WM in Zürich nicht unterstützen können.
Der Center war am Montag in Zell am See zum Nationalteam gestoßen, nachdem er seit einer Mitte Februar in einem Testspiel seines SC Bern gegen die Kölner Haie erlittenen Bänderverletzung im Sprunggelenk, infolge derer er operiert wurde, außer Gefecht war.
Im Rahmen des vorletzten Vorbereitungscamps auf die Endrunde in der Schweiz trainierte der Salzburger erstmals wieder unter voller Belastung und sollte in den Testspielen gegen Deutschland auch sein Comeback geben.
Schmerzen zu stark
Dazu wird es jedoch nicht kommen. In den letzten Tagen zeichnete sich bei den Trainings ab, dass der Schweiz-Legionär sich noch nicht bei vollständiger Fitness befindet und eine Rückkehr in den Spielbetrieb in den nächsten Wochen aussichtslos erscheint.
Die "Kleine Zeitung" hatte zuerst über den Ausfall Baumgartners berichtet, der ÖEHV bestätigt diesen auf LAOLA1-Anfrage auch offiziell.
Vor dem Testspiel gegen Deutschland sagt Teamchef Roger Bader im ORF: "Wir hätten das heutige Spiel als Test angeschaut. Das ging leider nicht, er hatte bei jedem Training Schmerzen. Die Platte, die seine Verletzung stabilisiert, drückt zu sehr im Schlittschuh. Leider müssen wir ihn vorgeben."
Personalnot auf der Center-Position
Für Bader ist es die nächste Hiobsbotschaft vor den Titelkämpfen in seiner Heimat. Besonders auf der Center-Position gehen ihm allmählich die Spieler aus.
Kein einziger Mittelstürmer der erfolgreichen WM 2025 kann an der diesjährigen WM teilnehmen. Marco Kasper, Baumgartner, Lukas Haudum und Oliver Achermann fehlen allesamt verletzungs- oder gesundheitsbedingt.
Als Center für die anstehende Weltmeisterschaft sind Benjamin Nissner und Lucas Thaler gesetzt. Weitere Kandidaten sind Leon Wallner, Ian Scherzer, Finn van Ee und Tim Harnisch.