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ÖEHV-GF Alexander Helwig: "Wir sparen den Sport kaputt"

Im ausführlichen Interview spricht Alexander Helwig über die finanzielle Situation des ÖEHV, welche Auswirkungen ein WM-Abstieg hätte und hält eine Brandrede.

ÖEHV-GF Alexander Helwig: "Wir sparen den Sport kaputt" Foto: © GEPA

Seit Oktober 2025 ist Alexander Helwig der neue Geschäftsführer des österreichischen Eishockey-Verbands.

Der 30-Jährige übernahm den Posten von Bernhard Friedrich, von dem sich der ÖEHV im vergangenen Sommer einvernehmlich getrennt hatte. Bereits 2023 hatte sich Helwig für eine Stelle beim Verband beworben, damals kam es jedoch zu keinem Engagement.

Zwei Jahre später klappte es – seine Bestellung sorgte allerdings auch für Kritik. Wie der Villacher mit dem Vorwurf der "Freunderlwirtschaft" umging, erzählt er im ausführlichen LAOLA1-Interview.

Außerdem spricht Helwig über seinen Werdegang, der ihn unter anderem zu Amazon führte, die finanzielle Situation des ÖEHV, die Bilanz 2025 und hält eine Brandrede darüber, warum Österreich "keine Sportnation ist, nie eine war und auf bestem Wege ist, nie eine zu sein".

Zudem erklärt der Geschäftsführer, welche wirtschaftlichen Folgen ein möglicher WM-Abstieg hätte.

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LAOLA1: Du hast dich 2023 schon einmal für eine Stelle beim ÖEHV beworben. Welche war das und warum ist es damals nicht zu einem Engagement gekommen?

Alexander Helwig: Die Stelle wurde damals neu geschaffen und wäre auch mit einem großen Augenmerk auf Sponsoring, Marketing, Sales gewesen. Wir sind aber nicht auf einen grünen Zweig gekommen – gar nicht finanziell, vielmehr war das Anforderungsprofil intern nicht klar genug. Ich habe selbst gemerkt, dass ich Erwartungen schwer erfüllen kann, wenn ich nicht weiß, was das genaue Anforderungsprofil ist. Beide Seiten haben gesagt, es passt nicht hundertprozentig, aber vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt.

LAOLA1: Was hat diesmal für die Anstellung gesprochen?

Helwig: Einerseits war die Rolle mit der Geschäftsführer-Position viel klarer definiert. Darüber hinaus, dass man sagt, man möchte diesen Bereich neu definieren, neue Impulse setzen. Es war klar, was das Anforderungsprofil ist. Mein eigenes Profil hat sich ebenfalls nachgeschärft. Ich habe gewusst, dass ich in diese Richtung gehen will, wieder mehr ins People Management. Und Sport ist und bleibt mein Leben – ich bin verrückt nach Sport, natürlich Eishockey im Speziellen.

LAOLA1: Was hat dich konkret an der Aufgabe gereizt?

Helwig: Dass man wirklich etwas aktiv mitgestalten kann. Ich habe immer schon gerne gearbeitet, auch viele Stunden. Egal ob es vorher im E-Commerce-Bereich war oder heute als Geschäftsführer. Was jetzt der Unterschied ist: Ich habe wirklich das volle Pouvoir. Ich kann und darf viel umsetzen, bekomme das Vertrauen seitens des Präsidiums. Wenn ich bis zwei in der Früh im Büro sitze, motiviert mich das ungemein, weil ich weiß, dass ich das österreichische Eishockey hoffentlich nachhaltig zum Besseren verändern bzw. mitgestalten kann.

Ich glaube, dass ich ein Glücksgriff für den ÖEHV bin.

Alexander Helwig

LAOLA1: Du wirst vermutlich auch ein gewisses Potenzial im österreichischen Eishockey gesehen haben?

Helwig: Nicht nur im Eishockey. Es ist ein bisschen unsere Mentalität, dass wir die Dinge schlechter reden als sie sind. Ich würde das gar nicht aufs Eishockey runterbrechen. Wenn man eine amerikanische Sportübertragung schaut und jemand schießt ein Tor, dann heißt es: Was für ein Move oder richtig geiles Tor. Und in Österreich tendieren wir eher dazu zu sagen: Da sieht der Verteidiger aber schlecht aus. Dabei kannst du dieselbe Situation aus zwei Blickwinkeln betrachten. Man soll natürlich ehrlich sein – wenn es ein Fehler ist, ist es ein Fehler. Aber wir müssen einfach positiver sein. Natürlich gibt es Dinge, die wir verbessern müssen, aber es ist bei weitem nicht alles schlecht. Ich glaube sogar, dass sehr vieles sehr gut läuft für die Ressourcen, die wir haben.

LAOLA1: Rund um deine Anstellung kam der Vorwurf der "Freunderlwirtschaft" auf. Hintergrund ist, dass Präsident Klaus Hartmann mit deinem Vater seit vielen Jahren Tennis spielt und befreundet ist. Wie bist du damit umgegangen?

Helwig: Mich hat das wenig gekümmert. Man kann nicht beeinflussen, was Leute über dich schreiben. Ich bin der hundertprozentigen Überzeugung, dass es zum Zeitpunkt der Bewerbung gar keinen besseren Kandidaten als mich gegeben hat – und nach wie vor nicht gibt. Ich glaube, dass ich ein Glücksgriff für den ÖEHV bin und es für mich toll ist, jetzt hier arbeiten zu dürfen. Es war ein super Match. Zumal diese Vorwürfe relativ einfach von der Hand zu weisen sind.

LAOLA1: Mutet es nicht trotzdem komisch an, dass eine derart bedeutende Stelle nicht öffentlich ausgeschrieben worden ist?

Helwig: Laut Statuten ist der Verband nicht verpflichtet, diese Stelle auszuschreiben. Ich kann nur sagen, dass ich mich genauso wie andere auf diese Stelle beworben habe, es relativ unproblematisch sehe und nach wie vor davon überzeugt bin, dass sie den mit Abstand besten Kandidaten für diese Position ausgewählt haben.

LAOLA1: In deinem Lebenslauf stehen große Konzerne wie Amazon, XXXLutz oder New Yorker. Wie helfen dir die Erfahrungen, die du dort sammeln konntest, in der täglichen Verbandsarbeit?

Helwig: Natürlich sind das unglaubliche Erfahrungsschätze, ich durfte dort sehr viel lernen. Aber am Ende des Tages geht es für mich weniger um Prozesse als um Menschen und Begeisterung fürs Tun. Ob bei Amazon mit über einer Million Angestellten oder beim ÖEHV mit rund zehn Mitarbeitern – mit der richtigen Motivation und Teamspirit kann man sehr viel bewegen. Klarheit reinzubringen, ist dabei die Aufgabe einer Führungskraft. Das war ein sehr wichtiges und gutes Learning bei meinen vergangenen Positionen.

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Foto: ©GEPA

LAOLA1: Du bist 30 Jahre alt, hast bei großen Konzernen gearbeitet und bist nun Geschäftsführer des Eishockey-Verbands. Überall hast und hattest du große Verantwortungsbereiche.

Helwig: Ich glaube jedenfalls nicht, dass mir etwas in die Wiege gelegt worden ist. Ich würde sagen, dass ich ein sehr entspannter, relativ unaufgeregter Typ und sehr rational in meiner Bewertung bin. Das hilft mir im Umgang mit Verantwortung. Ich bin der Meinung, dass man mit harter Arbeit und klaren Zielen sehr viel erreichen kann – man muss sich aber auch in diese Richtung entwickeln wollen. Ich glaube nicht, dass irgendjemand als perfekter Alpha-Leader geboren wird. Man muss in so eine Rolle hineinwachsen. Ich glaube, dass mir das recht gut gelingt.

LAOLA1: Wie waren denn die ersten Monate als Geschäftsführer des ÖEHV?

Helwig: Es macht mir riesengroßen Spaß. Wir haben ein Weltklasse-Team, in dem alle tolle Arbeit leisten, was es mir auch ungemein erleichtert. Ich kann mich zu 100 Prozent auf mein Team verlassen. Was gibt es Schöneres, als am österreichischen Eishockey mitarbeiten und es aktiv gestalten zu dürfen? Natürlich ist es ein unfassbar großer Aufgabenbereich. Man muss priorisieren und sich auf die wichtigen Dinge fokussieren. Ich glaube, dass wir auf einem sehr guten Weg sind.

LAOLA1: In welchem Zustand hast du den Verband vorgefunden, sowohl strukturell als auch finanziell?

Helwig: Ich sehe den Verband grundsätzlich in einer sehr stabilen Position. Die Strukturen und Prozesse waren zum Teil definiert, allerdings war es in den ersten Monaten schon eine Aufgabe, Verantwortlichkeiten und Abläufe klarer abzugrenzen. Finanztechnisch sind wir bei einer Eigenkapitalquote von über 50 Prozent, was überragend ist. Dazu kommt das Stiftungsvermögen inklusive der Immobilien als Rückhalt. In den letzten sieben Jahren hat man keinen neuen Sponsor an Land gezogen. Ich bin jetzt sieben Monate dabei und wir haben es geschafft, nicht nur den Vertrag mit win2day zu verlängern, sondern auch drei, vier neue Sponsoren zu gewinnen plus zwei weitere, die zeitnah kommuniziert werden. Außerdem konnten wir die Länderspiele positiv finanzieren.

LAOLA1: War die Akquise neuer Sponsoren der Punkt, wo der größte Handlungsbedarf bestand?

Helwig: Es ist ein großer Punkt – ob es der größte ist, bin ich mir nicht sicher.

Der Verband wird nicht untergehen, wenn wir bei den Männern oder Frauen absteigen.

LAOLA1: Was sind die anderen Punkte?

Helwig: Du kannst die Leute draußen nur dann für deine Sache begeistern, wenn intern alles gut läuft. Deshalb war es wichtig, gemeinsame Werte und klare Ziele zu definieren, damit jeder weiß, worauf er hinarbeitet. Beim Finanziellen geht es außerdem nicht nur um Sponsorenakquise, sondern auch darum, wie wir Merchandising und Events aufstellen und zusätzliche Erlösquellen schaffen. Jeder Euro, den wir mehr erwirtschaften, kommt dann nicht nur Nachwuchsprogrammen oder dem Eishockey zugute, sondern auch dem Verband für langfristige Projekte. Um langfristig planen zu können, braucht es diese finanzielle Sicherheit.

LAOLA1: Inwieweit ist der ÖEHV finanziell abhängig von den sportlichen Erfolgen? Wie sehr beeinflusst etwa ein WM-Viertelfinale die Budgetplanungen für das folgende Jahr?

Helwig: Nur weil wir jetzt einmal in 31 Jahren das Viertelfinale geschafft haben, bilanzieren wir natürlich nicht damit, dass wir das gleich wieder erreichen. Beim Bilanzieren ist kaufmännische Vorsicht geboten, ich muss mit dem "worst case" rechnen. Die IIHF-Prämie ist zwar eine Erlösquelle, aber nicht entscheidend dafür, ob es dem ÖEHV gut geht oder nicht. Je breiter wir wirtschaftlich aufgestellt sind, desto besser. Der Verband wird nicht untergehen, wenn wir bei den Männern oder Frauen absteigen. Wir machen das Wohl des Verbandes nicht vom kurzfristigen sportlichen Erfolg abhängig. Das wäre grob fahrlässig.

LAOLA1: Man hat zuletzt gehört, dass das Bilanz-Jahr 2025 mit Plus/Minus 25.000 Euro abgeschlossen wurde.

Helwig: Ich möchte derzeit keine genaue Zahl nennen, das endgültige Ergebnis präsentieren wir im Rahmen der Generalversammlung Mitte Juni. Ich kann aber sagen, dass wir auf jeden Fall mit einem Plus bilanzieren. Es ist allerdings sowieso nur ein Papiergewinn. Es geht auch darum, ob gewisse Altlasten, die noch in den Büchern stehen, ausgebucht werden. Das würde den Bilanzgewinn entsprechend verringern.

LAOLA1: Für das Erreichen des WM-Viertelfinales wurden von der IIHF Prämien in Höhe von 575.000 US-Dollar ausgezahlt. Präsident Klaus Hartmann erklärte bereits bei der WM in Stockholm, dass dem ÖEHV nach diversen Abzügen rund 175.000 US-Dollar übrigbleiben würden. Lässt sich daraus schließen, dass der ÖEHV ohne dem Viertelfinal-Einzug wieder ein Minus geschrieben hätte?

Helwig: Das kann man so eindeutig nicht sagen.

LAOLA1: Was sind die größten Kostenblöcke im Budget des ÖEHV?

Helwig: Es wäre jetzt einfach zu sagen: der Sport.

LAOLA1: Lass mich die Frage konkretisieren: Sind es die fünf Vorbereitungscamps des Männer-Nationalteams, die um die 350.000 bis 500.000 Euro verschlingen?

Helwig: Mich würde interessieren, woher du diese Zahlen hast.

LAOLA1: Klaus Hartmann hat mehrfach gesagt, dass ein Camp rund 70.000 bis 100.000 Euro kostet.

Helwig: 100.000 Euro pro Camp ist schon sehr hoch angesetzt, das wäre ein sehr luxuriöses Camp. Natürlich sind die Sportprogramme – von den Männern bis zum Nachwuchsbereich – die größten Kostenpositionen. Dazu kommt das Personal. Personal und Sport sind die größten Kostenblöcke, alles andere ist verschwindend gering.

Österreich ist keine Sportnation, war nie eine und wir sind am besten Weg, nie eine zu sein.

LAOLA1: Jetzt bleibt der ÖEHV natürlich auch nicht von den diversen Krisen, die auf dieser Welt herrschen, und der angespannten Wirtschaftslage verschont. Welche Auswirkungen haben diese?

Helwig: Wenn ich mit Verlaub etwas weiter ausholen darf.

LAOLA1: Sehr gerne!

Helwig: Das muss man leider so hart formulieren: Ist es politisch überhaupt gewünscht, dass Sport gefördert wird? Die wirtschaftliche Lage ist schwierig, das betrifft nicht nur uns. Aber das Grundproblem ist ein anderes: Österreich ist keine Sportnation, war nie eine und wir sind am besten Weg, nie eine zu sein. Ich rede dabei nicht nur vom Spitzensport, sondern vor allem vom Breitensport. Es gibt so viele Studien, die zeigen, dass jeder Euro, der in Sport investiert wird, dem Gesundheitsministerium langfristig ein Vielfaches erspart. Wenn wir das aufwiegen: Die Millionen, die wir in den Sport investieren, würden uns Milliarden im Gesundheitssystem ersparen. Was passiert in Österreich? Wir sparen beim Sport – eigentlich sparen wir ihn kaputt. Das ist verheerend. Und die Rechnung werden wir in ein paar Jahren präsentiert bekommen. Ich freue mich nicht darauf und finde es extrem traurig. Um zu sehen, wie hoch der Stellenwert des Sports ist, brauche ich nicht nur schauen, wo er in den Ministerien herumgeschubst wird. Dafür muss ich in Wien nur einmal aus dem Flugzeug aussteigen. Das Erste, was ich sehe, ist Mozart. Dann kommt das Schloss Belvedere und das Schnitzel - irgendwelche Sportgrößen sind non-existent. Wir sind keine Sportnation, das tut mir im Herzen weh. Und wir performen sogar noch über. Ich freue mich wahnsinnig darüber, dass wir in Paris 2024 oder Mailand/Cortina 2026 so gut performt haben. Doch in Wahrheit schadet uns diese Überperformance, weil wir damit von den strukturellen Problemen ablenken, die wir haben. Erst wenn internationale Erfolge ausbleiben, merkt man plötzlich, dass man vielleicht doch mehr in Sport investieren sollte.

LAOLA1: Um zur Ursprungsfrage zurückzukommen: Wie bemerkt ihr die diversen Krisen als Verband?

Helwig: Natürlich genauso wie alle anderen. Die Förderung ist ein Teil unserer Einnahmen, gleichzeitig bemerken wir natürlich auch die allgemeine wirtschaftliche Lage. Die Sponsorenakquise ist nicht einfacher geworden als noch vor zehn Jahren. Trotzdem muss man Lösungen finden und Partnern einen echten Mehrwert bieten. Es soll am Ende des Tages eine Win-Win-Situation sein.

LAOLA1: In den Jahren 2025 und 2026 kam es zu Kürzungen von insgesamt rund 30 Millionen Euro jährlich in zentralen Fördertöpfen. Kolportiert werden zusätzliche Kürzungen in der Höhe von 20 bis 40 Millionen Euro. Wie hart würde das den Verband treffen?

Helwig: Das wissen wir derzeit noch nicht genau. Mit dem Doppelbudget sind die Förderungen bereits um rund 10 bis 15 Prozent gekürzt worden. Natürlich würden wir das merken, aber Genaueres kann ich aktuell noch nicht sagen.

LAOLA1: Gibt es Punkte im Budget, bei denen man den Rotstift ansetzen könnte?

Helwig: Bevor wir über Kürzungen sprechen, müssen wir überhaupt wissen, von welcher Größenordnung wir reden. Natürlich gibt es bereits Schätzungen. Unser Ziel ist aber, mögliche Kürzungen zunächst über zusätzliche Erlösquellen abzufedern – etwa durch Merchandising, Events, Sponsoring oder Lizenzerlöse. Wenn das gelingt, wäre das der Idealfall. Kürzungen wären erst die Ultima Ratio.

LAOLA1: Kommen wir abschließend wieder zum Sportlichen: Die kommende WM in der Schweiz wird deine erste als Geschäftsführer sein. Wie sehr kribbelt es schon in dir?

Helwig: Ich bin normalerweise ein entspannter Typ, aber beim Sport ein Narrischer. Es kribbelt schon sehr. Ich nenne es nicht Nervosität, sondern positive Anspannung. Ich kann es kaum erwarten, dass es losgeht.

LAOLA1: Wie schätzt du Österreichs Chancen dieses Jahr angesichts der zahlreichen Ausfälle ein?

Helwig (lacht): Zu einer offiziellen Vorhersage wirst du mich nicht bringen.

Wir sind das Premium-Produkt des österreichischen Eishockeys. Wir sind die absolute Speerspitze und das beste Team Österreichs.

LAOLA1: Wir haben schon mehrfach über den "worst case" gesprochen: Welche wirtschaftlichen Folgen hätte denn ein etwaiger Abstieg?

Helwig: Den ÖEHV wird es immer geben. Wir sind nicht von kurzfristigen sportlichen Erfolgen oder Misserfolgen abhängig. Natürlich gibt es Szenarien für den Fall eines Abstiegs. Aber ich bin kein Fan davon, im Vorhinein darüber zu reden. Das verdienen die Sportler auch nicht.

LAOLA1: Trotzdem möchte ich das Szenario nochmal etwas weiterspannen: Besteht die Angst, dass es schwieriger werden würde, Spiele bzw. Events in Österreich zu vermarkten? Womöglich auch deshalb, weil attraktive Testspiel-Gegner wie Tschechien oder Deutschland sich anderweitig umsehen könnten?

Helwig: Da ist sehr viel Hypothese drin. Unsere Aufgabe als Verband ist es, das Nationalteam bestmöglich zu vermarkten. Wir sind das Premium-Produkt des österreichischen Eishockeys. Wir sind die absolute Speerspitze und das beste Team Österreichs. Wenn man die aktuelle WM-Vorbereitung heranzieht, merkt man, dass die Menschen große Lust auf das Nationalteam haben und unsere Vermarktung funktioniert. Es gibt keinen Anlass, warum das in Zukunft anders sein sollte. Ich habe einen konkreten Plan, wohin wir möchten. Und das werden wir auch erreichen. Diese Ziele werden noch kommuniziert, aber jetzt ist der Zeitpunkt noch nicht gekommen.

LAOLA1: Vielen Dank für das Gespräch!


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