Der HC Pustertal gewinnt Spiel vier im Viertelfinale der win2day ICE Hockey League mit 2:1 nach drei Verlängerungen gegen den EC Red Bull Salzburg. Es ist das viertlängste Spiel der Ligageschichte.
Die Pusterer entscheiden damit die "Best-of-seven"-Serie mit 4:0 für sich und stehen im Halbfinale. Noch nie verloren die Mozartstädter eine Playoff-Serie glatt.
Die Gäste erarbeiten sich schnell kleine Vorteile, gegen Ende des ersten Drittels dürfen sie dann jubeln: Peter Schneider trifft zum 0:1 in der 18. Spielminute, es ist erst der zehnte Saisontreffer des früher so treffsicheren ÖEHV-Internationalen.
Die Führung der "Eisbullen" hält nicht
Im zweiten Drittel schalten die Pusterer einen Gang nach oben und kommen zu den besseren Chancen.
Für diesen spielerischen Aufschwung belohnen sich die "Wölfe" auch auf der Anzeigetafel, der gebürtige Brunecker und ehemalige Red-Bull-Junior Tommy Purdeller vollendet den Angriff der Pusterer zum 1:1 (37.).
Das Spiel bleibt umkämpft, Tore fallen in der regulären Spielzeit keine mehr.
Langer Overtime-Krimi in Bruneck
Die Saison der Salzburger hängt am seidenen Faden und man merkt in der Overtime den Cracks der "Eisbullen" den Druck an. Die Pusterer laufen dagegen mit Begeisterung an und nehmen Salzburg-Schlussmann David Kickert unter Dauerbeschuss.
Der Goalie bringt bei seinem ersten Playoff-Einsatz in dieser Saison die Stürmer der Pusterer zur Verzweiflung und bringt zwei zwanzigminütige Overtimes ohne Gegentor über die Bühne.
Andergassen schießt Salzburg in die Sommerpause
Erst in der dritten Verlängerung, wir schreiben die 106. Spielminute, gelingt Pustertal-Kapitän Raphael Andergassen der entscheidende Treffer. Er schiebt Delucas Rebound zum 2:1 ins Tor.
Mit dem vierten Sieg gelingt dem HC-Pustertal der Viertelfinal-Sweep gegen den Serienmeister, Salzburg ist aus dem Rennen.
Erstmals seit dem KAC im Jahr 2021 wird die ICE Hockey League einen Titelträger krönen, der nicht EC Red Bull Salzburg heißt.