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KAC konsterniert: "Es war zu wenig von jedem Einzelnen"

Frühes Saisonende nach zuletzt zwei Vizemeistertiteln unter Furey - Chefcoach: "Werden jetzt in uns kehren". Fehervar nach 3:0-Erfolg im Halbfinale.

Nach zwei Vizemeistertiteln in Folge hat der KAC in der win2day ICE Hockey League früher als gedacht die Segel streichen müssen.

Fehervar setzte sich im sechsten Spiel der "best of seven"-Serie am Mittwoch in Ungarn mit 3:0 durch und holte damit den vierten Matchsieg, zugleich den dritten in Folge.

"Die Niederlage und vor allem das Ausscheiden sind sehr, sehr bitter", sagte Kirk Furey, für den seine dritte Saison als KAC-Cheftrainer trotz starkem Grunddurchgang enttäuschend endete.

Viertelfinal-Serie unter keinem guten Stern

Nach 101 Punkten und Rang zwei hinter Meister Graz99ers im Grunddurchgang hatte man im Klagenfurter Lager berechtigt darauf hoffen dürfen, wie zuletzt 2019 und 2021 unter Langzeittrainer Petri Matikainen, wieder einmal zu Meisterehren zu kommen.

Die Viertelfinalserie stand allerdings schon aufgrund des Abbruchs im ersten Drittel der ersten Partie aufgrund eines Zusammenbruchs samt folgender Reanimation von "Rotjacken"-Spieler Jordan Murray unter keinem guten Stern.

"Uns gehen jetzt viele verschiedene Dinge durch den Kopf, manche davon haben uns auch in den letzten Wochen beschäftigt", sagte Furey.

Ungarn "cleverer" als KAC

Nach einem 3:0-Erfolg zu Beginn und deutlichem 8:3 in Spiel drei hatte noch vieles auf einen Favoriten-Aufstieg hingedeutet.

Statt diesem sorgten die im ersten Saisonteil nur zehntplatzierten Ungarn mit drei knappen Erfolgen im Duell mit Österreichs Rekordmeister für die Wende.

Furey attestierte Fehervar am Mittwoch die "beste Leistung in dieser Serie". Der Gegner habe auf einen guten Matchplan gesetzt, clever agiert und extrem stark verteidigt.

"Vielleicht hätten unserer Mannschaft diesbezüglich bessere Lösungen und Wege gezeigt werden müssen. Wir hätten die letzten Spiele sicher besser anlegen können", resümierte der längst in Klagenfurt heimisch gewordene Kanadier.

Faktum ist, dass auch das nötige Glück fehlte. Nach einem 2:3 nach Verlängerung und Heim-3:4 waren es diesmal gleich vier Stangenschüsse von Mathias From (31.), Clemens Unterweger, Josh Teves (jeweils 32.) und Nicholas Petersen (42.), die ein besseres Resultat verhinderten.

Schwinger: "Zu wenig von jedem Einzelnen"

"Wir haben es über die ganze Serie nicht geschafft, unser Eishockey zu spielen. Durch Dummheit haben wir uns sehr oft selber Tore geschossen und Fehervar war cleverer und hat sehr gut verteidigt", analysierte Clemens Unterweger.

Und Simeon Schwinger ergänzte: "Sie wollten es mehr, sind verdient weitergekommen. Wir waren zu verspielt, bei uns war es sicher zu wenig von jedem Einzelnen." Aufgabe sei es nun, sich genau in den Spiegel zu schauen.

Bleibt Furey?

Das wird auch Furey machen. Ob man ihn auch kommende Saison an der Bande des 32-fachen Meisters sehen wird, wird sich zeigen.

"Wir werden jetzt in uns kehren und unsere Saison reflektieren, die ja über weite Strecken sehr positiv war. Es fühlt sich natürlich schlecht an, dass diese Spielzeit zu Ende ist, weil wir viele sehr erfolgsorientierte Spieler in unserem Team haben, die jetzt zum ersten Mal seit einiger Zeit so früh aus den Playoffs ausgeschieden sind", sagte Furey, der auch 488 Ligaspiele als Aktiver für den KAC bestritten hat.

Die Highlights des Spiels:

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