Endstand
1:5
0:1 , 0:3 , 1:1
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Graz99ers: "Wir waren gnadenlos effizient"

Die Steirer haben die halbe Miete schon geschafft. Das Ergebnis von Final-Spiel 2 war aber deutlicher als der Spielverlauf vermuten lässt.

Graz99ers: "Wir waren gnadenlos effizient" Foto: © GEPA

Viel fehlt den Graz99ers nicht mehr auf ihren ersten Meistertitel in der win2day ICE Hockey League.

Der Grunddurchgangssieger hat Final-Spiel 2 beim HC Pustertal mit 5:1 für sich entschieden. Spielbericht >>>

Damit liegen die Murstädter in der best-of-seven-Serie mit 2:0 voran und können sich am Sonntag vor heimischem Publikum bereits den ersten von drei Championship-Pucks sichern.

Dem Sturm standgehalten

Das Endresultat war wesentlich deutlicher als es der Spielverlauf vermuten lässt. Die "Wölfe" sind überfallsartig in die Partie gestartet und konnten früh erste Torchancen herausspielen.

"Wir haben das Spiel so erwartet. Wir wussten, dass sie alles geben und von Anfang an Vollgas kommen. Darauf haben wir uns vorbereitet und waren voll fokussiert. Wir haben dem Sturm sehr gut standgehalten", sagte Manuel Ganahl im ORF-Interview.

Sein Teamkollege Kasper Kotkansalo schockte die "Puschtra" mit dem 1:0 nach knapp drei Spielminuten. Graz hatte jedoch bei zwei Metall-Treffern Pustertals Glück – und einen überragenden Nicolas Wieser im Tor, der gegen Tommy Purdeller in höchster Not retten konnte.

Für den Goalie gab es ein Sonderlob von Ganahl: "Er hat eine unglaubliche Partie gespielt, war in den entscheidenden Momenten zur Stelle."

Gnadenlose Effizienz

Dass man das erste Drittel ohne Gegentor überstand, sei wichtig gewesen.

Der Vorarlberger meinte: "Mit Fortdauer des Spiels sind wir immer besser reingekommen, haben gute Chancen kreiert und waren gnadenlos effizient."

Frank Hora erzielte im ersten Überzahlspiel das 2:0, Nick Bailen legte per Weitschuss-Hammer den dritten 99ers-Treffer nach. 13 Sekunden vor dem Ende des Mittelabschnitts trug sich mit Anders Koch ein vierter Verteidiger in die Schützenliste ein.

900. Liga-Spiel: "Ist mir heute komplett wurscht"

Den Schlusspunkt aus Grazer Sicht setzte Nick Swaney im dritten Drittel. "Wir sind sehr glücklich, dass wir mit dem zweiten Sieg heimfahren", so Ganahl.

Der ÖEHV-Stürmer absolvierte in Bruneck indes sein 900. Liga-Spiel. "Schauen wir nach der Saison, wie wichtig der Meilenstein war", meinte der 35-Jährige lapidar und fügte an: "Heute ist er mir komplett wurscht. Das Wichtigste war der Sieg."

Ticar: "Die Serie ist nicht vorbei"

Diesen hätte der HC Pustertal ebenfalls gerne eingefahren, stattdessen stehen die "Wölfe" bereits mit dem Rücken zur Wand. Rok Ticar beschwichtigte: "Die Serie ist nicht vorbei, es steht 0:2. Am Sonntag ist ein neues Spiel."

Der Slowene machte jedoch kein Hehl daraus, dass die Niederlage schwer wiegt. "Wir haben sehr viel Offensive kreiert, viele Chancen gehabt – diese aber leider nicht genutzt."

Graz habe neuerlich bewiesen, eine sehr gute Mannschaft zu sein. "Sie sind kompakt, man darf ihnen keine freien Räume geben. Jede Chance ist gefährlich, das haben sie heute wieder gezeigt", sagte der Routinier.

Will der Salzburg-Bezwinger noch eine Chance auf den erstmaligen Gewinn der Karl-Nedwed-Trophy haben, muss vor allem die Effizienz gesteigert werden. "Wir haben viele Torchancen und treffen nicht. Damit sind wir überhaupt nicht zufrieden", betonte Ticar.

Auch das Powerplay hätte Verbesserungspotenzial. Doch Ticar hielt nochmal fest: "Es steht erst 0:2."

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