Am Spielbericht sieht es restriktiver aus – von den 22 Slots müssen zwei entweder freigelassen oder mit U24-Einheimischen (Jahrgang 2002 und jünger) besetzt werden. Die restlichen 20 Plätze können mit maximal zehn Legionären belegt werden. Ein gesperrter Legionär verringert automatisch das Ausländerkontingent, kann aber durch einen Domestic Player ersetzt werden.
Ursprünglich war die ICE-Trade-Deadline der 16. Februar – in bester Liga-Manier wurde das aber während der Saison geändert, verletzte Spieler durften bis gestern ersetzt werden.
Adipös
HCB Südtirol
Nach den Nachverpflichtungen von Christopher Gibson, Matt Cairns und Matteo Gennaro verfügten die Südtiroler über zwölf Imports und ebenso viele Domestic Player, Gibson ging aber wieder.
Drei Leute müssen also pro Spiel zuschauen, der bei Olympia verletzte Matt Bradley sollte bis zu den Playoffs wieder fit sein.
Graz99ers
Bei den 99ers sollten alle Abwesenden (Nick Bailen, Nico Brunner, Tim Harnisch) wieder zur Wahl stehen. Beim gerade wiedergenesenen Nick Swaney würde eine abermalige Verletzung jedoch nicht überraschen.
Bei Vollbesetzung müssen zwei der zwölf Legionäre sowie ein Ü24-Crack zusehen. So nicht Harnisch zusieht, wäre die Variante mit Patrick Grascher als Backup ein (allerdings risikobehafteter) Ausweg.
Übergewichtig
Vienna Capitals
Manager Christian Dolezal war zuletzt im Kaufrausch – seit Mitte Februar kamen mit Nate Kallen und Marc-Oliver Duquette zwei Defender mit überschaubarer Qualität, gestern stießen mit Ramon Schnetzer und Kevin Macierzynski noch zwei Cracks der Pioneers Vorarlberg dazu.
Von den zwölf Legionären müssen immer zwei zusehen, Nelson Nogier war zuletzt verletzt. Insgesamt stehen jetzt zehn Defender im Kader, allerdings ist auch Erik Kirchschläger out.
Leichtes Übergewicht
Black Wings Linz
Bei Vollbestand muss ein Legionär immer auf die Tribüne. Von den ebenfalls elf Domestic Player ging mit Aljaz Predan einer nach Zell/See, sodass die Rechnereien sich nur auf die Ausländer beziehen. Vier Legionärsdefender plus Goalie Rasmus Tirronen wären aufgrund der derzeitigen Offensivmisere allerdings ein Luxus.
Fehervar
Jeweils elf Legionäre (Max Gerlach wurde während der Saison geholt) und elf Domestic Player – zwei müssten immer zusehen. Allerdings existiert Drake Rymsha nur mehr auf dem Papier, auch Martin Stajnoch und Istvan Bartalis fehlten zuletzt.
Villacher SV
Der VSV begann die Saison unter dem Legionärslimit, jetzt steht er mit bereits 13 registrieten Gastarbeitern da. Arturs Kulda und Brett Ritchie kamen und gingen wieder. Elf Ausländern stehen mit dem ebenfalls nachverpflichteten Michael Kernberger zehn registrierte Domestic Player gegenüber, darunter der langzeitverletzte Alexander Rauchenwald. Ein Legionär muss also auf die Tribüne, falls Defender Dylan MacPherson wieder fit wird.
An der Grenze zum Idealgewicht
Red Bull Salzburg
Bei den Roten Bullen ist der Überhang (neun Legionäre und zwölf Domestic Player) ein rein theoretischer, da Peter Hochkofler (zumindest) heuer nicht mehr spielen wird. Somit kann der gesamte Kader untergebracht werden, wobei die Top-6-Defender alle Legionärsplätze einnehmen.
KAC
Mit elf gemeldeten Legionären sind die Zeiten, als man in Klagenfurt mit dem Finger auf ausländerlastige Teams gezeigt hat, längst vorbei. Allerdings sind davon Luka Gomboc (langzeitverletzt) und Filip Simovic (rückt erst bei Verteidigerproblemen nach) kein Thema. Simovic hat nach Saisonstart seinen österreichischen Pass erhalten, sein Inländerstatus gilt in der Liga allerdings erst ab der nächsten Spielzeit.
Olympia Ljubljana
Olympia legte im Laufe der Saison früh mit Andrew McNeill und Jan Drozg nach. Zur Trade Deadline kamen dann noch Goalie Dustin Tokarski und Defender Reid McNeill im Doppelpack aus Frankfurt dazu. Die letzten Transfers erfolgten auch aus gutem Grund, fallen doch mit Lukas Horak, Clayton Kirichenko und Bine Masic der Starting Goalie sowie die Verteidiger #2 und 3 der Depth Chart aus. Der Überhang von elf Legionären (bei neun Domestic Player) besteht daher nur auf dem Papier.
Idealgewicht
HC Pustertal
Mit Adam Ahlqvist kam im November der letzte (allerdings sehr engagementlose) Legionär, seitdem kommen die Wölfe am Spieltag immer maximal auf jeweils zehn Ausländer und Domestic Player, wodurch nie Kaderblatt-Ungemach droht.
Im Urlaub schaut man nicht auf die Linie
Von dem Teams, die seit Sonntag im Urlaub sind, wies FTC Telekom mit 15 verbrauchten Legionären den Ligahöchststand auf, wovon am Saisonende durch Abgänge und Langzeit-Verletzungen allerdings nur die erlaubten zehn für Verfügung standen.
Die Pioneers Vorarlberg befanden sich auf einer Art Jo-Jo-Diät – zu Saisonbeginn und -ende traten die Rippen im Kaderskelett augenscheinlich hervor, nur in der Mitte der Saison (mit Kernberger, Bukarts, Böhm und Rückkehrer Erne) war man einigermaßen konkurrenzfähig.
Die desolate Saison der Innsbrucker Haie hatte viele Gründe, einer davon ist aber altbekannt: Sechs Domestic Player waren der Tiefststand der Liga, zu diesem Mangel an Quantität kam auch der an Qualität bei den Einheimischen dazu. An der Behebung dieses Schadens wird angeblich gearbeitet, wobei diese Platte aber jedes Jahr aufgelegt wird.