20 Jahre danach: Matikainen vollendet Projekt

 

Von 1997 bis 1999 schnürte der damals Anfang 30-jährige Petri Matikainen zwei Saisonen lang seine Schuhe für den KAC.

In beiden Spielzeiten kamen die Rotjacken ins Finale, unterlagen jedoch beide Male - 1998 der VEU Feldkirch (1:4), 1999 dem VSV (2:4).

Exakt 20 Jahre danach vollendete der Finne nun sein persönliches Projekt in Klagenfurt und holte mit dem KAC den Meistertitel. "Ich bin überglücklich, für meine Mannschaft und meinen Betreuerstab. Wir haben gewonnen, alle zusammen", sprudelte es aus dem sonst so reservierten Head Coach des KAC nach Spielende im Interview mit "Servus TV" heraus.

"Overtime war brutal"

Der 52-Jährige war nicht nur von den Gefühlen nach Schlusspfiff gezeichnet, sondern vor allem von der nervenaufreibenden Verlängerung.

"Die Overtime war brutal, man kann von draußen nichts machen. Man kann nur dran glauben, glauben und noch einmal glauben", beschrieb der KAC-Meistermacher die Momente in der Verlängerung. Der Glaube hat in diesem Fall geholfen. Zunächst in der 72. Minute, in der Riley Holzapfel den Serienausgleich am Schläger hatte.

Der Saison-MVP (wertvollster Spieler, Anm.) von vor zwei Jahren scheiterte mit einem Rebound aus spitzem Winkel aber an KAC-Goalie Lars Haugen, der wohl den Titel des Playoff-MVP eingeheimst hätte, würde er von der Liga vergeben werden. "Ich hatte in der Overtime Glück bei dem Save, wo ich das Bein noch hochgebracht habe", schilderte der Norweger die Szene aus seiner Sicht.

Aber der KAC erarbeitete sich dieses Glück in den Playoffs einfach. Auch dank ihm: "Das war genau was wir gebraucht haben, so war es in den Playoffs öfters."

Titel, Titel, Titel

Für die Klagenfurter ist es bereits der 31. Meistertitel in Österreichs höchster Spielklasse – absolute Bestmarke. Bei fünf davon war Thomas Koch ein wichtiger Baustein.

"Wir haben sieben Vorbereitungsspiele in Serie verloren und trotzdem stehen wir jetzt hier. Die Jungs sind daran gewachsen. Das ganze Jahr. Sie haben es geschafft."

Matikainen über die Entwicklung

Insgesamt errang der 35-jährige Routinier seinen neunten Meistertitel in Österreich. "Es war ein Wahnsinn als die Sirene losging. Ich habe mich umgedreht und der Puck war im Tor. Diese Gefühle kann man nicht beschreiben", freute sich Koch. Er hob wie so viele seiner Teamkollegen die kompletten Playoffs über den Moral und Charakter der Mannschaft hervor. Immer wieder kämpfte sich der KAC zurück, auch in Finalspiel 6 – da gleich doppelt.

Deshalb betonte Koch auch: "Wir haben keinen MVP. Wir sind immer als Mannschaft aufgetreten."

Haugen: "Ein Traum wurde wahr"

Dabei herrschte in Kärntens Landeshauptstadt bereits Katerstimmung, bevor die heurige Saison überhaupt eröffnet wurde. Sieben der acht Vorbereitungsspiele wurden verloren. Ein Grund, um vor allem im Fanlager der Rotjacken bereits den Weltuntergang heraufzubeschwören.

"Wir haben sieben Vorbereitungsspiele in Serie verloren und trotzdem stehen wir jetzt hier. Die Jungs sind daran gewachsen. Das ganze Jahr. Sie haben es geschafft", lobte Matikainen die Entwicklung seiner Mannschaft.

Für ihn ist es als Head Coach genauso der erste Meistertitel wie für Haugen als Spieler, für den "ein Traum wahr wurde". Matikainen, Haugen, Koch und alle ihre Teamkollegen, Spieler wie Betreuer, starten nun in den großen Feiermarathon.

Gemeinsam und mit den Familien, wie Koch hervorhebt: "Denn sie haben auch einiges geopfert." Mit diesem Endergebnis wohl liebend gerne.


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