Das wird die EBEL-Saison des KAC

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Die neue EBEL-Saison 2017/18 steht vor der Tür!

Zwölfs Teams kämpfen wieder um die Karl Nedwed Trophy, die ihr aktuelles Zuhause in Wien gefunden hat. Während die meisterhaften Vienna Capitals auf Kontinuität setzen, hat sich andernorts viel getan. Grund genug für eine gründliche Einschätzung von Bernd Freimüller.

Der LAOLA1-Scout blickt auf die Saison eines jeden Teams durch die Brille des Optimisten und des Pessimisten - und weiß auch schon, wie es wirklich aussehen wird.

So könnte es dem KAC gehen:

Der OPTIMIST denkt:

Das Team blieb größtenteils zusammen und sollte als Vorjahresfinalist wieder qualitativ und quantitativ gut aufstellt sein.

Unter dem neuen Coach Steve Walker präsentiert sich das Team ähnlich geschlossen wie am Ende der letzten Saison. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Mike Pellegrims versucht er aber nicht durch die Organisation zu wüten, wie einst King Kong durch Manhattan, und senkt somit den internen Stresslevel ab.

Unter der Führung der Troika Kalt, Pilloni und Biedermann wandelt sich die einstige Skandalnudel der Liga weiter zu einer Vorzeigeorganisation.

Mit Teamtorhüter David Madlener und Import Tomas Duba steht bei Verletzungen bzw. Formschwächen immer eine Alternative zur Hand. Madlener setzt sich aufgrund konstanter Leistungen endgültig als Nummer eins durch und wird ein Thema für die A-WM.

Vier Importverteidiger und drei österreichische Teamspieler – Routine, wohin man schaut, die blaue Linie des KAC könnte die vielleicht dichteste und gleichzeitig offensivstärkste (Regehr, Fischer, Kapstad) der Liga sein.

Die Neuverpflichtungen Richie Regehr, Julien Talbot und Jon Rheault beweisen, dass auch absteigende DEL-Qualität für die EBEL immer noch ausreicht. Regehr veredelt das Powerplay, Talbot gibt einen wertvollen Zwei-Weg-Center und Rheaults dynamische Beinarbeit zeigt, dass er sich von seiner Rückenverletzung in Visp gut erholt hat.

Auch in Abwesenheit von Manuel Geier findet der KAC mit dessen Bruder Stefan, Manuel Ganahl, dem immerjungen Jamie Lundmark und dem nochmals stärkeren Matt Neal genügend Abschlussspieler im Kader.

Thomas Koch beweist, dass sein starkes Comeback-Jahr in der letzten Saison nicht nur von Coach Mike Pellegrims abhängig war.

Mit Johannes Bischofberger, der gesund bleibt, und Saisonentdeckung Marco Richter setzen sich zwei ehemalige starke Juniorennationalspieler endgültig im Seniorenniveau durch.

Bei Ausfällen funktioniert das Hochholen aus dem Farmteam in allen Formationen klaglos – Cracks wie Ramon Schnetzer, Florian Kurath oder Philipp Kreuzer fallen nicht ab.

Der PESSIMIST denkt:

Die Mannschaft erinnert eher an die Vorjahresedition, die die Top-6 gerade noch schaffte, als an die der zweiten Hälfte mit einem langen Playoff-Run.

Das Team weiß mit der neugewonnenen Tagesfreizeit unter Steve Walker nicht so viel anzufangen und beweist, dass es einen straff durchorganisierten Tagesplan wie unter Pellegrims braucht.

Weder Madlener noch Duba (letzte Saison schon eher durchwachsen) reißen die Einser-Rolle an sich, die Torhüterleistungen in Klagenfurt bleiben durchschnittlich.

Trotz auf dem Papier gutem Personal zeigt sich das Powerplay weiter mangelhaft, außer Jamie Lundmark fehlt ein Sniper und Richie Regehr sucht weiter seinen verlorengegangen "Howitzer" (einst sein Markenzeichen).

Talbot überzeugt nur defensiv, bietet aber wenig Offensive an. Rheaults Mangel an Hockey Sense lässt ihn zu oft in Sackgassen skaten.

Tommy Koch beweist, dass er seine Topleistung nur unter harten Hunden wie Pellegrims oder Pierre Page abrufen kann.

Jamie Lundmark lässt zwar noch ab und zu seinen Bombenschuss aufblitzen, Verletzungen machen diese aber zu seiner Abschiedssaison.

In einigen knappen Spielen lässt es das Team an Abschlussqualitäten vermissen, das Scoring by Committee funktioniert nicht immer.

Das tiefbesetzte Team kann zwar drei gleichstarke Linien aufbieten, keine davon tut sich in entscheidenden Phasen aber als Toplinie hervor.

 

Und DAS wird PASSIEREN:

Der KAC wird wieder eine kompakte Saison abliefen, es reicht zu einer steten Top-4-Platzierung. Goaltending und Scoring geben dann die Tendenz in den Playoffs vor...

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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