Das wird die EBEL-Saison des Dornbirner EC

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Die neue EBEL-Saison 2017/18 steht vor der Tür!

Zwölfs Teams kämpfen wieder um die Karl Nedwed Trophy, die ihr aktuelles Zuhause in Wien gefunden hat. Während die meisterhaften Vienna Capitals auf Kontinuität setzen, hat sich andernorts viel getan. Grund genug für eine gründliche Einschätzung von Bernd Freimüller.

Der LAOLA1-Scout blickt auf die Saison eines jeden Teams durch die Brille des Optimisten und des Pessimisten - und weiß auch schon, wie es wirklich aussehen wird.

So könnte es dem Dornbirner EC gehen:

Der OPTIMIST denkt:

Wie immer in der bis jetzt sechsjährigen EBEL-Geschichte der Dornbirner folgte eine gute Saison auf eine schlechte – und die letzte war wirklich schlecht.

Mit dem eher sanften Rick Nasheim steht eine gute Ergänzung zum kratzbürstigen Head Coach Dave MacQueen hinter der Bande.

Ungewöhnlich, aber erfolgreich: Ronan Quemener beweist, dass er im Nationalteam zu Unrecht hinter seinem Bulldogs-Vorgänger Florian Hardy angesiedelt ist, wird nach einer gewissen Anlaufphase zu einem Rückhalt und beweist, warum er in Dänemark hoch angesehen war.

Jerome Leduc ist als rechtsschießender Defender mit guten Powerplay-Qualitäten ein Schnäppchen und beweist, dass eher die tschechische Extraliga als die britische EIHL (seine beiden letzten Stationen) ein für seine Fähigkeiten adäquates Umfeld war. Dazu beweist auch Sean McMonagle, dass er in allen Spielsituationen durch seine gute Beinarbeit seinen Mann stehen kann.

Thomas Vallant ist eine mehr als nur vollwertige Nummer sechs, Raphael Wolf eine brauchbare Alternative – die Retro-Zeiten mit nur fünf oder gar vier Defendern sollten heuer nicht wiederkehren.

Jamie Arniel und Chris D'Alvise präsentieren sich wieder als eines der stärksten Offensivduos der EBEL.

Brodie Reid beweist sich wie in Bozen als einer der letzten Sniper der EBEL, als sein Center zeigt Scott Timmins Faceoff-Stärke und Spielwitz bei konstanteren Leistungen als in Straubing.

Ziga Pance bringt sich auch in Dornbirn als konstanter Powerflügel ein und lässt eine durchwachsene Saison in Klagenfurt vergessen.

Matt Fraser beweist, dass ihn nur eine Krankheit aus der Bahn warf, und vor allem sein One-Timer erinnert an gar nicht so lange herliegende NHL- und AHL(-Topscorer)-Zeiten.

Der Austro-Schwede Henrik Neubauer ist eine vollwertige Alternative, die fix zu den Top-9 gehören wird.

Dominic Haberl, Stefan Häussle und Kevin Macierzynski werden mit mehr Eiszeit als sonst belohnt und sorgen auch bei Ausfällen für guten Ersatz.

 

Der PESSIMIST denkt:

Wie bei Rob Daum nutzt sich auch Dave MacQueen in seinem sechsten Jahr ab, trotz eines laufenden Vertrages muss eine Ablöse diskutiert werden.

Mike Caruso oder Oliver Magnan fallen weiter unter die Kategorie "Defensivverteidiger, die defensiv nicht sehr gut sind".

Zumindest bei Verletzungen seiner Top-4 kürzt MacQueen seine Verteidigung zu schnell zusammen, sodass die Topleute weiter zu viel Eiszeit abbekommen.

Warum vom übervollen Torhütermarkt ausgerechnet wieder ein Franzose kommen musste? Quemener kann diese Frage nicht beantworten und steht die ganze Saison über in der Kritik.

Brodie Reid, Matt Fraser und Ziga Pance brauchen nach Verletzungen bzw. Krankheiten eine (zu) lange Anlaufphase.

Matt Frasers Leistungsabfall der letzten Jahre begann schon vor seiner Krankheit und war der eigentliche Grund, warum er trotz überschaubarer Gehaltsvorstellungen nicht in der DEL unterkam.

Bei einem Ausfall bzw. ungenügender Leistung von entweder Arniel oder Timmins fehlt es an einer Center-Alternative im Kader, Dustin Sylvester ist am Flügel etwas besser aufgehoben.

 

Und DAS wird PASSIEREN:

Um einen Top-6-Platz bewerben sich viele Teams, die Bulldogs könnten aber in diesem Rennen eine gewichtige Rolle mitspielen. Im Vergleich zur Vorsaison sind sie sicher besser aufgestellt, solange Goalie Quemener entspricht...

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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