Volleyball: Hartberg-Fans zu laut – Ried verbietet Trommeln
Laut Angaben der Innviertler kam es gegen die Hartberger zu einer Lärmkulisse, die in der Rieder Halle nicht vorgesehen sei.
Der UVC Ried greift in der Finalserie der Volleyball-Männerliga gegen den TSV Hartberg nach der 0:3-Heimniederlage zu einer ungewöhnlichen Maßnahme.
Die Oberösterreicher verbieten aufgrund der "sehr hohen Geräuschkulisse" am Donnerstag für die restlichen Matches in der Rieder Halle "sämtliche lärmerzeugenden Geräte".
Laut Angaben der Rieder hätten die Trommeln der Gästefans für unerträglichen Lärm gesorgt, für den die Volleydome genannte Spielstätte nicht ausgelegt sei.
Das deshalb erlassene Lärmgeräteverbot gelte für Fangruppen, Besucherinnen und Besucher beider Teams. Ziel der Maßnahme sei es, eine sichere, angenehme und für alle Beteiligten verträgliche Atmosphäre zu gewährleisten.
Ried von den Hartberg-Fans enttäuscht
Das nächste Heimspiel der Rieder in der Serie (best of 7) folgt am 26. April. Nach der 0:3-Niederlage der Oberösterreicher steht es in der Serie aktuell 1:1
Bei der Partie am Donnerstag hätten die mitgebrachten Trommeln der Gästefans zu einer Lautstärke geführt, die in dieser Form in der Rieder Spielstätte nicht vorgesehen sei.
"Zeitweise war die Geräuschkulisse derart intensiv, dass eine Verständigung innerhalb der Halle kaum mehr möglich war. Unser Volleydome ist baulich und akustisch nicht auf eine derart starke Beschallung ausgelegt, wodurch es für Teile des Publikums zu einer unangenehmen Lärmsituation gekommen ist", so die Oberösterreicher.
Man bedauere diese Umstände ausdrücklich, sei vom Verhalten der Hartberger Anhänger enttäuscht und möchte sich bei allen Besuchern aufrichtig für die Unannehmlichkeiten entschuldigen. "Die Sicherheit, das Wohlbefinden und ein positives Spielerlebnis für unsere Fans, Partner und Gäste haben für uns oberste Priorität", verlautbarte der Klub.
Hartberg: "Schade, wenn gelebte Fankultur so negativ gesehen wird"
Der TSV Hartberg antwortete unter dem Instagram-Beitrag der Rieder auf das Trommel-Verbot. "Leidenschaft, Emotionen und lautstarke Unterstützung gehören zu einem Finalspiel dazu. Genau mit dieser Energie wurde TSV Hartberg Volleyball gestern unterstützt – nicht, um zu stören, sondern um das Team zu pushen."
Bei einem Volleyballspiel solle sich natürlich jeder Fan wohlfühlen. "Trotzdem ist es schade, wenn gelebte Fankultur, die aus purer Begeisterung für den Sport entsteht, so negativ gesehen wird."