Anastasia Potapova steht nach einem umkämpften Dreisatz-Sieg gegen Karolina Pliskova im Halbfinale des WTA-1000-Sandplatzturniers von Madrid.
Die 25-Jährige setzt sich am Mittwoch gegen die ehemalige Weltranglistenerste aus Tschechien mit 6:1, 6:7(4), 6:3 durch.
Es ist das erste Mal, dass eine österreichische Tennis-Spielerin im Halbfinale eines 1000er-Turniers steht.
Potapova vergibt mehrere Matchbälle in Satz zwei
Den ersten Satz entscheidet Potapova klar für sich und stellt früh die Weichen auf Halbfinale.
Der zweite Durchgang verläuft aber deutlich umkämpfter, beim Stand von 3:3 gelingt der Neo-Österreicherin ein Break, doch die Tschechin kämpft sich zurück und stellt trotz zweier Matchbälle auf 5:5.
Nach zwei weiteren Breaks und einem weiteren Matchball von Potapova geht die Partie ins Tiebreak, wo Pliskova die Oberhand behält. Die 34-jährige Tschechin entscheidet das Tiebreak mit 7:4 für sich und das Spiel geht damit in den finalen dritten Satz.
Dort erwischt Potapova keinen optimalen Start und kassiert gleich das erste Break, doch sie kämpft sich zurück und kann einen 1:3-Rückstand in ein 6:3 drehen.
Im Halbfinale trifft Potapova auf die Siegerin aus dem Duell zwischen Linda Noskova (CZE/WTA-13.) und Marta Kostyuk (UKR/WTA-23.).
Lauf geht weiter
Der Erfolgslauf Potapovas war nicht zu erwarten: Vergangene Woche ist sie in der Qualifikation an ihrer Landsfrau Sinja Kraus gescheitert und schaffte es nur als Lucky Loserin in den Hauptbewerb.
Am Montag sorgte die Neo-Österreicherin für einen Achtungserfolg, als sie im Achtelfinale die aktuelle Weltranglisten-Zweite, Elena Rybakina aus Kasachstan, mit 7:6 (8), 6:4 besiegte.
Potapova vor Rückkehr in die Top 30 der Weltrangliste
In der WTA-Weltrangliste ist Potapova schon jetzt ein großer Sprung sicher. Im Live-Ranking nimmt die 25-Jährige aktuell Platz 38 ein.
Gelingt der Österreicherin der Finaleinzug, würde sie in die Top 30 zurückkehren und sich im Bereich von Rang 27 einreihen.
Bei einem Turniersieg würde sogar ein neues Career-High winken. Ihre beste Weltranglistenplatzierung konnte die gebürtige Russin im Juni 2023 (Platz 21) einfahren.