Tagger, Lilli TAG
Krejcikova, Barbora KRE
Endstand
2:1
6:7 , 6:3 , 7:6
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"Verrückt" - Lilli Tagger geht aus hartem Kampf siegreich hervor

Die Lienzerin äußert sich nach dem Finaleinzug im ersten Moment fast ungläubig. Außerdem gibt sie zu, dass sie im Vorfeld sogar nervös war.

"Verrückt" - Lilli Tagger geht aus hartem Kampf siegreich hervor Foto: © IMAGO / CTK Photo

Lilli Tagger spielt zum zweiten Mal in ihrer noch jungen Karriere ein Endspiel bei einem 250er-Turnier.

Mehr als ein halbes Jahr nach dem Finale in Jiujiang (3:6, 3:6 gegen Anna Blinkowa) trifft das 18-jährige ÖTV-Talent in Prag auf Darija Snigur (WTA-54.).

Großes Ausrufezeichen! Tagger steht im Prag-Finale

"Ich kann es nicht wirklich glauben"

Im Halbfinale besiegte Tagger die zweifache Major-Gewinnerin Barbora Krejcikova mit 6:7, 6:3, 7:6.

"Verrückt. Ehrlicherweise kann ich gerade nicht wirklich glauben, dass ich das Match gewonnen habe. Es war ein unglaublicher Kampf", sagte die Lienzerin nach einem knapp dreistündigen Fight.

In dieser Zeit unterliefen ihr nur zwei Doppelfehler, obendrein schaffte Tagger elf Asse und lag überhaupt in sämtlichen Statistiken vor ihrer Gegnerin.

Tagger schnuppert an den Top 50

Die aktuelle Nummer 74 der Weltrangliste wird dadurch auch im WTA-Ranking ordentlich an Boden gewinnen. Hinter Anastasia Potapova (WTA-28.) ist Tagger aktuell schon die zweitbeste Österreicherin auf der Tour.

Im Live-Ranking belegt Tagger jetzt schon Platz 52. Bei einem Sieg im Finale würde sie erstmals in die Top 50 vorstoßen.

Tagger: "Ich war ein bisschen nervös"

Und trotzdem gibt sich die Lienzerin weiterhin bodenständig - und lobt nach dem Halbfinale ihre Gegnerin. "Sie spielt tolles Tennis. Ich habe ihr vor ein paar Wochen in Wimbledon zugeschaut und war ein bisschen nervös vor dem Match."

Außerdem zeigt die 18-Jährige einmal mehr ihre mentale Stärke. Auf Nachfrage, wie sie sich denn beim Aufschlag nach dem 5:4 im Tiebreak des letzten Satzes gefühlt hat, antwortet die ÖTV-Spielerin: "Ich habe einfach versucht, mich auf einen Punkt nach dem anderen zu fokussieren."

Genau das war laut Tagger im ersten Satz, den sie mit 6:7 verloren hat, nämlich nicht der Fall. "Vielleicht habe ich im ersten Satz daran gedacht, dass ich den Satz jetzt gewinnen kann."

Nicht einmal das tschechische Publikum, das natürlich zur Lokalmatadorin Drejcikova half, brachte Tagger aus der Ruhe. Obwohl sie zugibt, dass es "nicht sehr einfach" gewesen ist. "Aber es ist sehr schön und speziell, in diesen tollen Stadien zu spielen."

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