Das spricht für Jannik Sinner
Die Nummer eins der Welt steht nach seinem letztjährigen Wimbledon-Sieg einmal mehr im Finale im "All England Lawn Tennis and Croquet Club".
Im Vorjahr hat der Italiener mit 4:6, 6:4, 6:4 und 6:4 über Carlos Alcaraz die Oberhand behalten - sein bereits zweiter Rasen-Titel nach jenem in Halle 2024.
Zverev auf Rasen noch ohne Titel
Zverev wartet dagegen noch auf seinen ersten Triumph bei einem Rasen-Turnier: 2016 und 2017 muss sich der Hamburger jeweils im Halle-Finale geschlagen geben, im Vorjahr unterliegt er Taylor Fritz im Stuttgart-Endspiel.
Auch im Doppel hat es in der Vergangenheit nicht zum Titel gereicht: Mit Bruder Mischa verliert er 2017 und 2018 jeweils gegen Lukasz Kubot (POL)/Marcelo Melo (BRA) im Doppel-Finale von Halle.
Außerdem spricht auch das Head-2-Head für Sinner: In 14 Aufeinandertreffen hat der Südtiroler nicht weniger als zehn Mal gewonnen.
Die jüngsten vier Partien gegeneinander im Kalenderjahr 2026 sind ebenfalls allesamt an den Weltranglistenersten gegangen.
Bereits fünf Turniersiege 2026
Sinner hat zudem heuer bereits fünf Turniersiege zu Buche stehen, einzig in Roland Garros hat die Jahresbilanz des Tennis-Superstars mit einem gesundheitsbedingten Zweitrunden-Aus einen kleinen Dämpfer erhalten.
In London präsentiert sich der Südtiroler dafür wieder in alter Stärke: Sinner kommt mit Ausnahme des Erstrunden-Duells gegen Miomir Kecmanovic (SRB) immer in drei Sätzen weiter.
Wirkliche Schwächen zeigt die ATP-Nummer-eins nicht, einzig bei flachen Slice-Schlägen hat Sinner des Öfteren zu kämpfen - etwas, das jedoch nicht zu Zverevs Repertoire gehört.
Das spricht für Alexander Zverev
Das letzte Duell der beiden beim Finale in Madrid ist jedoch bereits über zwei Monate her - in der Zwischenzeit ist bei Zverev aber der Knoten geplatzt.
Bei den French Open holt der 29-Jährige seinen langersehnten Premieren-Titel bei einem Grand Slam mit einem Fünf-Satz-Sieg über den Italiener Flavio Cobolli.
Form und Selbstvertrauen sprechen für Zverev
Seitdem schwebt der Deutsche auf Wolke sieben und zeigt wohl das beste Tennis seiner Karriere. Die Form und das Selbstvertrauen sprechen durchaus für Zverev.
In Halle zieht der Deutsche vor dem Turnier am "heiligen Rasen" ins Semi-Finale ein, wo allerdings gegen den US-Amerikaner Taylor Fritz Schluss ist.
Wie auch Sinner hat sich der Weltranglistendritte in Wimbledon bisher keine Blöße gegeben.
Der Deutsche muss nur in Runde eins gegen den Belgier Alexander Blockx sowie im Achtelfinale gegen den Jiri Lehecka (CZE) in jeweils vier Sätzen "Überstunden" leisten. Im Halbfinale lässt er Lokalmatador Arthur Fery mit 7:6 (0), 6:2 und 6:4 keine Chance.
Aufschlag als Waffe
Am Finaltag muss sich Zverev auf seine Stärken besinnen. Der erste Aufschlag ist eine Macht, im Semifinale hat er eine First-Service-Percentage von 72 Prozent gehabt - nicht weniger als neun Asse sind ihm dabei gelungen.
Außerdem ist auch der zweite Aufschlag eine Waffe, immerhin gewinnt der Hamburger 82 Prozent der Punkte beim zweiten Service.
Wichtig wird auch die Rückhand Zverevs, die mitunter zu den besten auf der gesamten ATP-Tour gehört.