Endstand
3:1
6:7 , 7:6 , 6:3 , 6:4
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Sinner jubelt über Titelverteidigung und warnt vor Zverev

Der 24-Jährige gewinnt auch das zehnte Spiel in Folge gegen Alexander Zverev und holt seinen fünften Major-Titel. Trotzdem zeigt er sich vor dem Deutschen gewarnt.

Sinner jubelt über Titelverteidigung und warnt vor Zverev Foto: © IMAGO / Action Plus

Major-Titel Nummer fünf, Wimbledon-Triumph Nummer zwei.

Jannik Sinner ist weiter nicht zu stoppen. Der Weltranglisten-Erste siegt auch 2026 beim Rasen-Klassiker im All England Club und verteidigt seinen Titel aus dem Vorjahr.

Gegen den Deutschen Alexander Zverev gewinnt der Südtiroler mit 6:7 (7), 7:6 (2), 6:3, 6:4 (zum Spielbericht >>>).

"Es gibt keinen besseren Ort, um Tennis zu spielen", sagte Sinner nach dem Finale, und: "Ich halte nichts für selbstverständlich."

Und doch war gerade dieses Selbstverständnis, mit dem der Südtiroler wieder einmal spielte, beeindruckend. Im ganzen Spiel ließ er kein einziges Break von Zverev zu, den einzigen Breakball des Deutschen wehrte er im dritten Satz ab. Bei jedem noch so vielversprechenden Vorstoß des Weltranglisten-Dritten war Sinner zur Stelle. Lief, blockte, rutschte, wehrte ab, konterte.

Es war ein chancenarmes Endspiel, geprägt war es vom unglaublich souveränen Aufschlagspiel auf beiden Seiten. "Wir sind beide gut gestartet, haben schnell serviert", so Sinner. Das Duell auf Augenhöhe war auch ohne die ganz großen Momente intensiv, Sinners Mutter verließ das Stadion mehrfach, wie der Südtiroler im Anschluss scherzte.

Für so eine Partie brauche es immer zwei Spieler. "Wir haben alles probiert, ich bin natürlich sehr froh über den Sieg - vor allem aber über das Level, auf dem wir gespielt haben", so Sinner.

"Ich mag dich nicht mehr wirklich"

Der zweite, den es für so eine Partie brauchte, wirkte trotz der Niederlage nicht unzufrieden. "Wir hatten super zwei Monate, auch wenn wir das Finale verloren haben. Wir sind hierhergekommen, ohne in Wimbledon jemals das Viertelfinale erreicht zu haben."

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Zverev konnte trotz Niederlage bereits wieder lachen
Foto: ©IMAGO / Shutterstock

Sein erster Grand-Slam-Sieg in Paris im Juni dürfte Zverev über eine erneute Finalniederlage hinwegtrösten. Entsprechend sportlich nahm er das Ergebnis: "Ich mag dich nicht mehr wirklich, ich habe davor schon neun Mal in Folge gegen dich verloren", meinte er lächelnd nach Niederlage Nummer zehn.

"Gratulation, er hat einmal mehr gezeigt, wieso er der beste Spieler der Welt ist. Es war schön, den Center Court mit dir im Finale zu teilen."

Ein spezielles Turnier

Beide Spieler gerieten nach dem Endspiel beim Rasen-Klassiker regelrecht ins Schwärmen. Einen solchen Support habe er in Wimbledon noch nie gespürt, sagte etwa Zverev. "Ihr seid ein Grund dafür, wieso ich bis ins Finale gekommen bin", lobte er das Publikum. "Es ist eine große Ehre, hier am Center Court zu spielen - auch wegen der Royal Box."

Ähnliche Worte fand auch Sinner: "Es ist das speziellste Turnier des Jahres." Die Nervosität, die man am Sonntagmorgen vor dem Finale verspüre, sei kaum zu beschreiben. Und: Man wisse nie, wie oft man die noch verspüren könne.

"Ihr seid sehr nahe dran"

Die Trophäe erneut gewonnen zu haben, sei "großartig." Und an Zverev nach dessen zweitem Major-Finale innerhalb kurzer Zeit, gerichtet: "Wenn ihr so weitermacht, werdet ihr das bald auch hier haben." Daran glaubt auch der Deutsche. "Ich bin 29 und glaube erstmals daran, hier einen Titel holen zu können", richtete er dankend an sein Team.

Sinner und sein Staff sind gewarnt. "Euer Ziel ist es, die Nummer eins der Welt zu sein. Ihr seid sehr nahe dran, wir müssen nun sehr vorsichtig sein."

Sagte er, und lachte. Zumindest an diesem Tag in London fehlte doch noch ein kleines bisschen.

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