US Open: Andreescu siegt im 1. Major-Finale

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Bianca Andreescu beweist eindrucksvoll, dass sie eine der Tennis-Spielerinnen ist, denen die Zukunft gehört.

Die 19-jährige Kanadierin übersteht die Prüfung bei den US Open in ihrem erste Major-Finale vor 24.000 Fans, die nahezu wie eine Wand hinter Serena Williams stehen, ebenso wie ein Jahr vor ihr die Japanerin Naomi Osaka. Andreescu ist die erste kanadische Major-Siegerin überhaupt.

Osaka war 2018 die erste Grand-Slam-Siegerin aus Japan und legte 2019 mit dem Gewinn der Australian Open nach.

Bei den French Open 2019 gewann die Australierin Ashleigh Barty gleich ihr erstes Major-Endspiel.

Da die Wimbledon-Siegerin Simona Halep aus Rumänien stammt, wie übrigens auch die Eltern von Andreescu, gibt es bei den Damen 2019 nicht nur vier verschiedene Siegerinnen, die vier Damen stammen auch von vier verschiedenen Kontinenten.

Toronto feiert Andreescu wie vor Monaten die Raptors

"Ich komme aus dem Staunen nicht heraus", meint Andreescu, als sie all die Gratulationen via Twitter unter anderem auch aus ihrer Heimat sah. Der CN Tower in Toronto sollte ihr zu Ehren beleuchtet werden, und gerade in Toronto ist man 2019 besonders verwöhnt: Immerhin hatten die Raptors als erstes kanadisches Team überhaupt die NBA gewonnen, wie Andreescu auf US-Boden.

So nebenbei ist Andreescu auch die erste Spielerin, die in den 2000er-Jahren geboren wurde, mit einem Major-Triumph.

Andreescu wurde in Missisauga, Ontario geboren. Ihre Eltern sind rumänische Immigranten, doch das Aufwachsen in Kanada habe ihr deshalb keine Schwierigkeiten bereitet, erzählt die neue Championesse. "Ich hatte überhaupt keine Probleme, darum liebe ich mein Land so sehr."

Sieg bei der Orange Bowl als Startschuss zur großen Karriere

Zudem könne sie "Tennis Canada" gar nicht genug danken, so Andreescu. Der Verband habe sie, seit sie zehn Jahre alt war, unterstützt. "Ohne ihre Hilfe wäre ich definitiv nicht hier."

So richtig begonnen, an eine Karriere zu glauben, hatte sie mit dem Sieg bei der Orange Bowl, dem großen Jugendturnier. "Ich träume schon sehr lange davon. Seit damals habe ich es fast jeden Tag visualisiert. Es ist verrückt, dass es jetzt Realität geworden ist", wundert sich Andreescu.

Dabei war sie vor einem Jahr noch sang- und klanglos in der ersten Runde der Qualifikation für die US Open ausgeschieden. Ein Jahr später hat sie das Turnier gewonnen, bei ihrem Debüt im Hauptbewerb in Flushing Meadows und ihrem erst vierten Major-Turnier.

Doch mit Siegen bei den Großturnieren in Indian Wells und zuletzt auch Toronto hatte sie ihr großes Potenzial schon mehr als nur angedeutet.

"Das letzte Jahr war nicht einfach, ich habe viele Verletzungen gehabt. Aber dann hatte ich eine tolle Saison-Vorbereitung und ich habe weiter an mich geglaubt und das Momentum das ganze Jahr halten können", erinnert sich Andreescu.

Andreescu: Atemübungen, um die Nerven im Zaum zu halten

Für viele erstaunlich war die Coolness, mit der die 19-Jährige im Finale gegen einen absoluten Superstar reüssiert hat. "Ich habe vom Moment des Aufwachens in der Früh bis zum Ende des Matches so intensiv geatmet wie es nur ging, um meine Nerven im Zaum zu halten", verrät Andreescu.

Schon in Indian Wells hatte sie erzählt, dass sie sich mit Meditation hilft. "Ja, das habe ich auch heute Morgen gemacht und auch das gesamte Turnier. Ich versetze mich in Situationen, die in einem Match passieren könnten. So bin ich auf alles vorbereitet."

Die schon sehr reife 19-Jährige sieht darin ein Erfolgsgeheimnis.

"Ich glaube, deine größte Waffe ist es, so gut wie nur möglich vorbereitet zu sei. Man muss mit dem Geist arbeiten, denn auf diesem Level weiß jeder wie man Tennis spielt. Das trennt die Besten vom Rest."


Textquelle: © LAOLA1.at

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