Medvedev über Dubai-Ausreise: "Wie in einem Hollywood-Film"
Der russische Tennis-Star saß gemeinsam mit Landsmann Andrey Rublev in Dubai fest. Über den Oman ging es nach Indian Wells.
Die russischen Tennisspieler um Grand-Slam-Sieger Daniil Medvedev haben erstmals ausführlich von ihrer komplizierten Reise vom Turnier in Dubai zum Masters-Event nach Indian Wells erzählt.
Aufgrund der Eskalation im Nahen Osten hatten die Profis umplanen müssen. "Du fühlst dich wie in einem Hollywood-Film: Mit anderen Menschen die Grenze überqueren, der erste Besuch im Oman", sagte Medvedev dem russischen Portal "bolshe".
Flugverbot in Dubai
Nachdem Medvedev das Turnier in Dubai gewonnen hatte, saß er aufgrund eines Flugverbots mit anderen Profis in der Wüstenmetropole fest.
Mit Hunderten Raketen und Drohnen greift der Iran seit Samstag unter anderem Kuwait, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Es sind Vergeltungsaktionen gegen Verbündete der USA, die gemeinsam mit Israel den Iran angegriffen hatten.
Medvedev fuhr genau wie sein Landsmann Andrey Rublev mit dem Auto in den Oman, von wo aus noch Flieger starteten. "Manche hatten Glück und kamen dort nach 4,5 Stunden an, andere waren neun Stunden unterwegs, wir sind sieben Stunden gefahren", berichtete der US-Open-Sieger von 2021.
Pass verloren: vom Oman zurück nach Dubai
Die Weiterreise verzögerte sich, weil Medvedevs Fahrer seinen Pass nicht finden konnte.
"Wir waren die Einzigen, die die Grenze überquert und sich umgedreht haben, um zurück in die Vereinigten Arabischen Emirate zu fahren. Er hat seinen Pass auf einem Parkplatz gefunden und wir sind zurück in den Oman gefahren. Wir verbrachten dort eine Nacht, dann flogen wir nach Istanbul, dort verbrachten wir eine Nacht und flogen nach Los Angeles", sagte der 30-Jährige.
Eigentlich sollten Medvedev und Rublev in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch beim Masters-Turnier im kalifornischen Indian Wells an einem eintägigen Mixed-Bewerb teilnehmen.
Aufgrund ihrer verspäteten Anreise verpassten beide das Event. "Die Laune ist normal, ich bin nur erschöpft, weil die Reise lang war mit vielen Ereignissen plus die Zeitverschiebung", sagte Rublev.