Simona Halep gewinnt die French Open

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Simona Halep (ROU) hat es im vierten Versuch geschafft! Die 26-Jährige gewinnt das Finale der French Open gegen Sloane Stephens (USA) mit 3:6, 6:4 und 6:2 und feiert ihren ersten Grand-Slam-Titel.

Zuvor hatte die aktuelle Nummer eins der Welt alle ihrer drei bisherigen Major-Final-Teilnahmen (French Open 2014, 2017 und Australian Open 2018) verloren.

Halep ist die zweite Rumänin, die in Roland Garros triumphiert. Vor 40 Jahren gewann Virginia Ruzici, fünf Jahre davor war Ilie Nastase bei den Herren in Paris siegreich.

Stephens macht trotz der Final-Niederlage einen Sprung im Ranking und wird ab Montag als beste US-Amerikanerin auf Platz vier geführt werden.

Halep: "Habe von diesem Moment geträumt"

Noch vor einem Jahr hatte Halep mit verweinter Stimme die Trophäe für den zweiten Platz in Empfang genommen. Damals hatte sie gegen den lettischen Teenager Jelena Ostapenko trotz einer 6:4,3:0-Führung noch verloren. Auch im vergangenen Jänner hatte Halep im Endspiel der Australian Open der Dänin Caroline Wozniacki den Vortritt lassen müssen.

In ihrem dritten Endspiel in Roland Garros brach die Rumänin den Bann nach drei zuvor verlorenen Grand-Slam-Endspielen. Halep war schon vor dem Finale als weiterhin regierende Weltranglisten-Erste festgestanden, doch sie war eine von jenen Spielerinnen, die ohne Major-Titel auf dem Tennis-Thron saßen. Diesen Fluch hat sie nun abgelegt.

Stephens, die vergangenen September die US Open gewonnen hat, blieb damit im insgesamt siebenten Tour-Finale der siebente Titel verwehrt.

"Im letzten Game habe ich geglaubt, dass ich nicht mehr atmen kann. Ich wollte nur nicht das letzte Jahr wiederholen", erklärte Halep den knapp 15.000 Zuschauern. "Ich habe von diesem Moment geträumt, seit ich mit dem Tennis begonnen habe. Ich bin sehr glücklich, dass es in Roland Garros passiert ist. Paris ist meine spezielle Stadt", sagte die erst zweite rumänische Grand-Slam-Siegerin.

40 Jahre nach Virginia Ruzici, die sie vor einiger Zeit zu ihrer Managerin gemacht hatte, durfte die immer wieder mit "Simona, Simona"-Sprechchören angefeuerte Halep sozusagen die rumänische Flagge im Court Philippe Chatrier hissen.

Halep dreht das Spiel

Im Gegensatz zum Vorjahr, als sie den großen Vorsprung vergeben hatte, riss Halep diesmal das Ruder herum. "Als mit dem Break im zweiten Satz zurücklag, habe ich mir gedacht: 'entspann dich und genieß das Match'", verriet Halep, die davor verkrampft gewirkt hatte.

Sloane Stephens, die am Montag als Nummer 4 erstmals in den Top 5 aufscheinen wird, nahm die Niederlage mit Fassung. "Das ist nicht die Trophäe, die ich wollte, aber sie ist trotzdem wunderschön. Simona, ich gratuliere dir zu deinem ersten Grand Slam, er sieht gut an dir aus", sagte die US-Amerikanerin nach der von Ex-Siegerin Arantxa Sanchez-Vicario vorgenommenen Pokalübergabe.

Dabei schien Stephens eigentlich schon klar auf Kurs zweiter Grand-Slam-Sieg. Die 25-jährige US-Amerikanerin behielt im ersten Satz in vielen langen Grundlinien-Duellen zumeist die Oberhand und holte sich diesen dann nach 44 Minuten auch verdient mit 6:3. Als die aus Plantation im US-Bundesstaat Florida stammende Stephens dann auch gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs den Aufschlag der Weltranglisten-Ersten durchbrach, sah es schon nach einem glatten Sieg aus.

Halep geriet 0:2 in Rückstand, konnte dann aber ihre spürbare Verkrampfung doch etwas lösen. Plötzlich lag die Rumänin mit 4:2 in Führung. Stephens, die mit einer 2:5-Bilanz gegen Halep ins Finale gegangen war, schaffte aber das sofortige Rebreak und den Ausgleich zum 4:4. Halep blieb hartnäckig und schaffte auch dank der Hilfe einer fehlerhafteren Stephens das Break zum 6:4-Satzausgleich.

Die Abwärtstendenz der US-Amerikanerin hielt in der Folge an, Halep übernahm mit dem Satzgewinn im Rücken das Kommando und ging rasch mit 5:0 in Führung. Der Sieg war ihr dann nicht mehr zu nehmen. Wie überfällig dieser Titel für Halep war, zeigt auch ein Blick auf das Karriere-Preisgeld-Konto der Rumänin: Mit den 2,2 Mio. Euro aus Paris stockte sie es auf bereits über 26 Mio. Dollar (!) auf.


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Textquelle: © LAOLA1.at

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