"Bin nicht ganz sicher, wie er spielt"
Seinen möglichen Gegner Thiem kennt Federer außerhalb von Match-Szenen besser als in direkten Duellen.
"Er ist ein guter Freund von mir eigentlich auch auf der Tour. Ich habe auch ab und zu einmal mit ihm trainiert. In den Matches bin ich noch nicht ganz sicher, wie er spielt", gestand Federer. Thiem spiele natürlich auf Sand ganz anders als auf Hartplatz. "Indoor habe ich noch nie gegen ihn gespielt, darum bin ich nicht ganz sicher, was mich dort erwartet."
Trotzdem weiß der diesjährige Australian-Open- und Wimbledonsieger um gewisse Qualitäten Thiems. "Er bringt immer super Intensität. Sein Ball kommt mit viel Spin, ähnlich wie bei Rafa (Nadal), auf der Vorhand und der Backhand, und mit einem Kick-Aufschlag. Der Ball bewegt sich viel, so wie bei Jack Sock auch. Drum ist es vielleicht gar nicht so schlecht, dass ich schon gegen Jack gespielt habe", konstatierte Federer.
Sollte es zu dem Duell mit Thiem kommen, dann hat Federer freilich eine Rechnung mit dem Niederösterreicher offen: Thiem führt im Head-to-Head mit Federer ja sogar 2:1. Alle drei Spiele waren 2016. Nach einer Niederlage Thiems im Brisbane-Semifinale (1:6,4:6) siegte der nunmehrige Weltranglisten-Vierte im Rom-Achtelfinale 7:6(2),6:4 und dann im Stuttgart-Halbfinale auf Rasen (!) 3:6,7:6(4),6:4.
Doch zunächst muss Thiem, der am Donnerstag eine knapp eineinhalbstündige Trainingseinheit mit dem US-Amerikaner Sam Querrey absolvierte, einmal den Belgier David Goffin bezwingen.