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Tour de France: Pogacar ist das Gelbe Trikot wieder los

Der Rad-Superstar verliert gemeinsam mit dem Peloton absichtlich viel Zeit. Ein Norweger schlüpft in das Maillot Jaune.

Tour de France: Pogacar ist das Gelbe Trikot wieder los Foto: © GEPA

Rad-Superstar Tadej Pogacar hat sein Gelbes Trikot nach der vierten Etappe der 113. Tour de France wieder abgeben müssen.

An dem von Hitze geprägten Tag schnappte sich der Norweger Torstein Traeen das begehrte Maillot Jaune und führt nun die Gesamtwertung der Frankreich-Rundfahrt an. Er ist der dritte Norweger jemals im Gelben Trikot.

Dritter Tour-Sieg für Pedersen

Der Däne Mads Pedersen gewann die Etappe nach 181,9 km von Carcassonne bis Foix aus dem Sprint einer Ausreißergruppe indes klar.

Der dänische Ex-Weltmeister (Lidl) feierte seinen dritten Tour-Tagessieg. Der US-Amerikaner und Pedersen-Teamkollege Quinn Simmons wurde Zweiter, der Spanier Raul Garcia holte Rang drei.

Pogacar und Co. mit 13 Minuten Rückstand

Titelverteidiger Pogacar (UAE) unternahm keine großen Bemühungen, um den 30-Jährigen aufzuhalten, nachdem er das Dress am Vortag übernommen hatte.

Die Topfahrer um den Slowenen sowie seinen dänischen Rivalen Jonas Vingegaard kamen mit gut 13 Minuten Rückstand ins Ziel.

Größter Karriere-Erfolg für Traaen

Für Traeen ist es der größte Karriereerfolg.

Der 30-Jährige, der schon beim Tour-Debüt seines norwegischen Uno-X-Teams vor drei Jahren dabei war und in der Vergangenheit erfolgreich Hodenkrebs besiegt hatte, fuhr vergangenes Jahr auf vier Etappen bei der spanischen Vuelta im roten Führungstrikot.

In der Gesamtwertung führt Traeen mit einem Abstand von 28 Sekunden vor Simmons und 3:50 Minuten vor dem Tschechen Mathias Vacek. Pogacar steht nun mit 7:53 Minuten Rückstand auf dem vierten Rang.

Brutale Hitze im Süden Frankreichs

Die Temperaturen kletterten im Süden Frankreichs auf bis zu 40 Grad. Eispäckchen im Nacken und großer Durst dominierten im Fahrerfeld.

Der Weltverband UCI beschloss ausnahmsweise, dass in den nur für Trinkflaschenabgaben vorgesehenen Zonen auch ganze Verpflegungsbeutel ausgegeben werden dürfen, um die gleichzeitige Ausgabe mehrerer Flaschen an jeden Fahrer zu erleichtern.

Am Vortag hatte sich Pogacar zu den Bedingungen geäußert. "Bei dieser Hitze zu fahren ist gefährlich, wenn man seine Körpertemperatur nicht niedrig hält", sagte der 27-Jährige, der während der Etappe selbst Flaschen am Auto abholte. Zudem sei es ein "logistischer Alptraum".

"Als Team geben wir uns wirklich große Mühe, den Fahrern so viel Wasser und Eis wie möglich zu bringen. Manchmal, wenn das Tal lang ist - zehn bis 15 Kilometer -, fahren drei Jungs zurück zum Auto, um Trinkflaschen und Eis zu holen, damit man sich weiter abkühlen kann", sagte er.

Am Mittwoch sind die Sprinter gefragt. Auf den 158,3 km zwischen Lannemezan und Pau im Süden von Frankreich gibt es keine größeren Anstiege, nur eine kurze Bergwertung der dritten Kategorie steht auf dem Programm.

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