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Flandern als nächste Showbühne für Giganten-Duell

Auch die Lokalmatadoren wollen beim Rad-Klassiker um den Sieg mitreden.

Flandern als nächste Showbühne für Giganten-Duell Foto: © getty

Die Flandern-Rundfahrt bietet am Ostersonntag die spektakuläre Bühne für das nächste vorprogrammierte Duell von Tadej Pogacar mit Mathieu van der Poel.

Das Duo beherrscht die fünf großen Klassiker des Radsports seit drei Jahren fast ohne Ausnahme, die "Ronde" haben sie seit 2022 abwechselnd jeweils zweimal gewonnen.

Mit Wout van Aert und dem erstmals antretenden Remco Evenepoel wollen aber auch zwei belgische Hochkaräter ein Wörtchen um den Sieg mitreden.

Wetter könnte großen Einfluss nehmen

Topfavoriten auf den 280 km von Antwerpen nach Oudenaarde sind nach erneuten Glanztaten in der noch jungen Saison aber Vorjahressieger Pogacar und Van der Poel.

Die zahlreichen und großteils sehr steilen Anstiege wie der Paterberg und der Koppenberg kommen den beiden Ausnahmekönnern für ihre explosiven Antritte perfekt entgegen. Der prognostizierte Starkwind könnte bei der 110. Auflage für viel Unruhe sorgen.

Zusätzliche Brisanz versprechen erwartete Regenschauer, einige der Bergauf-Pflastersteinabschnitte waren in den Tagen vor dem Rennen sogar für die Profis unfahrbar.

Van der Poel könnte Rekordsieger werden

Dem Cyclocross-Rekordweltmeister Van der Poel werden die Bedingungen aber wohl kaum etwas anhaben können.

In Flandern war der Niederländer auch schon 2020 siegreich und könnte mit einem vierten Erfolg zum alleinigen Rekordhalter aufsteigen.

Evenepoel nicht zu unterschätzen

Das Debüt von Red-Bull-Neuzugang Evenepoel, der monatelang ein Geheimnis aus seinem Antreten machte, sieht er als Bereicherung an.

"Wir sollten Remco auf keinen Fall unterschätzen. Und ja, ich bin froh, dass er am Start ist. Je mehr starke Fahrer dabei sind, desto offener wird das Rennen. Das ist für mich kein Nachteil", sagte Van der Poel, der erneut auf Michael Gogl als einen seiner Helfer im Alpecin-Aufgebot zählen kann.

Der zweite Österreicher im Feld ist Marco Haller. Der Kärntner soll bei seiner bereits 13. Ronde im Tudor-Verbund dem Italiener Matteo Trentin zu einem Spitzenplatz verhelfen.

Pogacar einmal mehr der große Gejagte

Ganz weit oben auf der Rechnung hat Van der Poel seinen in den vergangenen Wochen zu alter Hochform aufgelaufenen Dauerrivalen Van Aert.

Der Visma-Leitwolf könnte wie Evenepoel für den ersten belgischen Sieg seit Philippe Gilbert 2017 sorgen. Für Van der Poel ist auch Ex-Weltmeister Mads Pedersen (Trek) ein sehr gefährlicher Widersacher.

An oberster Stelle stehe aber Pogacar, so der Niederländer. Der im Vorjahr besonders viele Titel abräumende UAE-Star war auch heuer bei seinen bisher zwei einzigen Einsätzen herausragend.

Der Slowene gewann sowohl die Strade Bianche als erstmals auch das nicht unbedingt auf ihn zugeschnittene Monument Mailand-Sanremo.

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