ÖTTV-Präsident Gotschke will zurücktreten
Das kündigte der Präsident in einem Interview mit dem "Kurier" an.
Nach den Negativ-Schlagzeilen im österreichischen Tischtennis rund um Missbrauchsvorwürfe gegen einen ehemaligen Jugendtrainer will ÖTTV-Präsident Wolfgang Gotschke am Samstag zurücktreten.
Dies hat Gotschke in einem Interview mit der Zeitung "Kurier" angekündigt. Der Noch-Präsident will in der Sitzung der Präsidentenkonferenz sein Amt zurücklegen.
"Wir sollten den Weg frei machen für etwas Neues. Eigentlich wollten wir eine geordnete Übergabe und eine gemeinsame Lösung mit Neuwahlen.
Die Situation hat sich jedoch zugespitzt, auch durch medialen Druck und persönliche Angriffe. Ich für meinen Teil habe beschlossen, in der Sitzung der Präsidentenkonferenz zurückzutreten. Diese Entscheidung ist endgültig", wurde Gotschke zitiert.
Fünf Landesverbände hatten Rücktritt gefordert
Gotschke kommt damit auch einer Forderung im zerstrittenen ÖTTV nach, so hatten u.a. fünf Landesverbände und die Spielervertreter Daniel Habesohn und Sofia Polcanova den Rücktritt der Verbandsspitze gefordert.
Gemeint war damit auch Vizepräsident Conrad Miller. Wie dieser zu der Sachlage steht, ist noch offen. Bekrittelt wurde der Umgang mit der Aufklärung der Missbrauchsvorwürfe gegen einen Nachwuchstrainer, der im Verein des Vizepräsidenten angestellt war.
Der ÖTTV, so Gotschke, habe kein Durchgriffsrecht auf Vereine. "Ich habe ihn gebeten, den Trainer aus dem Betrieb zu nehmen - aber ich bin damit nicht durchgekommen", erklärte Gotschke.