BSO fordert Allianz von Politik und Sport

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Anlässlich der derzeit laufenden Regierungsbildung tritt auch Österreichs organisierter Sport mit seinen Forderungen auf den Plan.

Bei einer Pressekonferenz am Freitag in Wien versucht die Bundes-Sportorganisation (BSO) einmal mehr, der Politik Engagement in sportlichen Belangen nicht zuletzt mit dem Hinweis auf positive finanzielle Effekte schmackhaft zu machen.

"Körperliche Aktivität spart Geld", stellt BSO-Präsident Rudolf Hundstorfer fest.

"Inaktivität kostet im Jahr 2,4 Milliarden Euro. Jeder investierte Euro kommt fünffach zurück", rechnet Vize-Präsident Hartwig Löger vor. Der Sport brauche einen höheren politischen Stellenwert und ein Regierungsprogramm, "das im Unterschied zur Vergangenheit konkrete, messbare Zielsetzungen enthält, die mit dem Sport vereinbart werden".

BSO stellt Forderungskatalog auf

Die Wunschliste an die kommende Regierung ist lang. Das Trio fordert beispielsweise eine zusätzliche Abgabe auf in Österreich abgeschlossene Online-Sportwetten. Diese solle dann auch dem heimischen Sport zugutekommen.

Der Aufbau eines ORF-Sportkanals, der das heimische Sportgeschehen in seiner gesamten Breite, also auch inklusive der Premium-Sportarten abbildet, gehört ebenfalls zum Forderungskatalog.

Auf der "aktiven" Seite geht es der BSO um die Erweiterung der täglichen Bewegungseinheit aller schulpflichtigen Kinder bis 14 Jahre, durchgeführt von Personal, das von den Sportvereinen zur Verfügung gestellt wird.

Nicht zuletzt deswegen sei eine Neudefinition des Haftungsrahmens vonnöten. Urteile wie jenes im Fall des steirischen Kindergartens, bei dem eine Aufsichtsperson für den Turnunfall eines Kindes schadenersatztechnisch zu Verantwortung gezogen wurde, zeigten die hier lauernden Gefahren auf.

Weitere Forderungen lauten u.a.: Ein mittel- und langfristiger Plan für Sportstätten in Abstimmung mit Ländern und Gemeinden, die Erstellung eine Bewerbungsstrategie für Sportgroßveranstaltungen, die Entwicklung eines Österreichischen Sportentwicklungsberichts in Zusammenarbeit mit der Statistik Austria oder den Ausbau der Karrieremodelle im Sport.

Hundstorfer: "Bereits vor der Wahl waren sich die Parteien in Punkten wie Sport und Schule oder Sportinfrastruktur einig. Nun gilt es, diese Inhalte auch einzufordern."


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