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Kenianer gewinnt Vienna City Marathon - neue Frauen-Bestzeit

Fanny Kiprotich gewinnt mit Respektabstand, verpasst die Wien-Bestmarke aber deutlich - diese fällt dafür bei den Frauen. ÖLV-Rekordler Gruen muss aufgeben.

Kenianer gewinnt Vienna City Marathon - neue Frauen-Bestzeit Foto: © GEPA

Der Sieger des 43. Vienna City Marathons heißt Fanny Kiprotich.

Der 24-jährige Kenianer gewinnt über 42,195 km am Sonntag in 2:06:54 Stunden mit Respektabstand, verpasst die Wien-Bestmarke von 2:05:08 Stunden bei guten Wetterbedingungen nach langen Kilometern im Sololauf aber deutlich.

Zweiter wird der als Mitfavorit gehandelte Oqbe Kibrom aus Eritrea (+1:17 Min.) vor Charles Mneria aus Kenia (+1:49). Alle Sieger des Wien-Marathons>>>

Neuer Wien-Rekord bei den Frauen

Bei den Frauen sorgt die Äthiopierin Tigist Gezahagn in 2:20:06 Stunden für einen neuen Wien-Rekord.

Gezahagn unterbietet den vier Jahre alten VCM-Rekord der Kenianerin Vibian Chepkirui (2:20:59) und verweist ihre Landsfrau Tesfaye Haftamnesh um zwölf Sekunden auf Platz zwei.

Die Siegerin ist sehbehindert, über 1.500 m gewann Gezahagn bereits zweimal Gold bei den Paralympics (2020, 2024).

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Vorentscheidung im Prater

Kiprotich ist mit einer persönlichen Bestzeit von 2:11:21 Stunden für seinen zweiten Marathon überhaupt nach Wien gereist. Wieder einmal fällt die Vorentscheidung im Prater.

Der vergleichsweise muskulöse Athlet setzt sich erst mit Kibrom gemeinsam bei einer Verpflegungsstation auf der Hauptallee von der Spitzengruppe ab und lässt kurz darauf um die 32-Kilometer-Marke auch den Topfavoriten stehen.

Zum Vergleich: Den aktuellen Marathon-Weltrekord ist Kelvin Kiptum in 2:00:35 Stunden beim Chicago Marathon 2023 gelaufen.

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ÖLV-Rekordler Gruen muss aufgeben

Der beste Österreicher Gruen, der mit großen Ambitionen angetreten ost, sieht das Ziel nicht.

Der in den USA lebende 27-Jährige hatte eine Verbesserung seiner im Vorjahr aufgestellten ÖLV-Bestmarke von 2:09:53 Stunden geplant gehabt.

So wird Andreas Vojta in 2:15:07 als Neunter bester Österreicher und zweitbester Europäer.

Er erkennt für sich eine "ziemliche Parallele" zum letzten Jahr, als es sehr kalt gewesen war. Nun war es laut Vojta wärmer als gedacht.

"Die Zeit ist nicht das, was ich mir erhofft hatte. Ich hatte mir körperlich hinten raus mehr erhofft, ab dem Prater kurz vor 30 ist es gut reingefahren", sagt Vojta im ORF.

"Ich werde keine Ruhe geben, bis der Marathon da ist, mit dem ich zufrieden bin."

Wutti nach hartem Rennen "total fertig"

Schnellste Österreicherin ist Eva Wutti als Zehnte. In 2:42:37 wird es aber nicht die Zeit, die sie vor hatte.

"Ich bin total fertig, es war so ein hartes Rennen", sagt Wutti. Sie berichtet von untypisch früh auftretenden Muskelproblemen. "Ich musste öfter stehen bleiben."

Ein möglicher Erklärungsansatz: Sie war in der Vorbereitung keinen Halbmarathon gelaufen. "Aber eine wirkliche Erklärung habe ich noch nicht", sagt Wutti.

"Ich wollte die tolle Stimmung und das Publikum beim Zieleinlauf nicht missen", so die Vollzeit-Juristin. "Ich habe mich Kilometer für Kilometer durchgehangelt."

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