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ÖHB-Frauen im EM-Quali-Rückspiel in Spanien chancenlos

Eine Überraschung bleibt aus, Österreich läuftstets einem Rückstand nach. Quali-Chancen sind aber weiter sehr gut.

ÖHB-Frauen im EM-Quali-Rückspiel in Spanien chancenlos Foto: © GEPA

Die Hoffnungen auf Revanche gegen Spanien haben sich für Österreichs Handball-Frauen in der EM-Qualifikation nicht erfüllt.

Drei Tage nach der 24:29-Niederlage in Wien mussten sich Johanna Reichert und Co. am Samstag den favorisierten Ibererinnen auch in Algeciras mit 24:34 geschlagen geben, davon unberührt sind die Chancen auf ein Ticket für die Endrunde aber weiter sehr gut.

Vor vollem Haus im Süden Andalusiens zeichnete sich die rot-weiß-rote Niederlage recht früh ab.

Konnte man in Wien zumindest in der ersten Hälfte überzeugen und mit einer 12:10-Führung in die Kabine gehen, lief man diesmal von Beginn an einem Rückstand nach.

Dieser betrug zeitweise bis zu fünf Tore, immerhin konnte die Truppe von Trainerin Monique Tijsterman aber mehrmals verkürzen und die Partie zumindest offen halten.

Einbruch nach der Pause

Nach zehn Minuten der zweiten Hälfte musste man aber alle Hoffnung fahren lassen. Spanien zog auch trotz Unterzahl Tor um Tor davon, lag in der 40. Minute erstmals mit acht Treffern im Plus und hatte damit die Vorentscheidung herbeigeführt.

Tijsterman nützte die Gelegenheit, um auch unerfahreneren Akteurinnen Einsatzzeit zu verschaffen, Spanien, mehrfacher Medaillengewinner bei Großereignissen, spielte den Sieg locker über die Zeit.

"Das ganze Spiel über waren wir nicht da. Es hat die Aggressivität in der Deckung gefehlt, immer wieder kam es zu Missverständnissen in der Abstimmung. Wir waren gut vorbereitet, aber waren vom Kopf her nicht da", sagte Tijsterman nach dem Ende.

"Wir wissen, woran wir arbeiten müssen, speziell gegen eine offensive Deckung. Und wir müssen den Kampfgeist, den wir bei der WM hatten, wiedergewinnen. Jetzt müssen wir es im April richten, und dafür werden wir bereit sein."

EM-Ticket winkt im April

Während das makellose Spanien damit sein Ticket für die Endrunde in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei (3. bis 20. Dezember) löste, muss Österreich noch bis zu den abschließenden Spielen in Israel (9. April) und in Linz gegen Griechenland (12. April) warten.

Mit aktuell vier Punkten aus vier Spielen ist Rot-Weiß-Rot aber auf bestem Wege. Neben den Top 2 der Gruppe qualifizieren sich auch die vier besten Dritten. Wo die Israel-Partie stattfindet, ist aktuell freilich offen. Die zwei Duelle zwischen Israel und Griechenland in dieser Woche wurden angesichts der Eskalation im Nahen Osten auf ein unbestimmtes Datum verschoben.

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