Final-Krimi! Vöslau krönt sich zum HLA-Meister
Bad Vöslau holt sich erstmals den Titel in der Handball Liga Austria. Ein Last-Second-Treffer entscheidet die packende Finalserie.
Bad Vöslau hat sich am Samstagabend erstmals zum Champion der Handball Liga Austria (HLA) der Männer gekürt. Die Niederösterreicher gewannen nach dem 35:33 im ersten Spiel auch das zweite Duell der "best of three"-Finalserie gegen die Fivers Margareten.
Die Jags siegten bei den Fivers knapp 32:31 (15:14) und kürten sich damit vorzeitig zum Meister. Für die Vöslauer war es zudem der 14. Ligasieg in Serie.
Die Vöslauer lagen über weite Strecken voran und gingen mit einer 15:14-Führung in die Pause. Nach Seitenwechsel schafften die Hausherren erstmals wieder zum 19:19 den Ausgleich, die in der Folge aber rund eine Viertelstunde vor der Schlusssirene mit 21:25 in Rückstand gerieten.
Ein Nervenkrimi bis zur letzten Sekunde
Die Wiener kamen noch mehrmals bis auf ein Tor heran, aber die Niederösterreicher stellten wieder auf 29:26. In der 57. Minute gelang den Fivers aber nach einem Siebenmeter doch noch der Ausgleich, für Spannung bis zum Schluss war gesorgt.
Eine glänzende Parade vom Vöslau-Tormann Florian Kaiper verhinderte bei 30:29 für Vöslau den neuerlichen Ausgleich, ehe das 30:30 für Wien in Überzahl doch noch gelang.
Eduardo Mendonca stellte mit einem Siebenmeter in der Schlussminute die 31:30-Führung für die Gäste her, elf Sekunden vor Schluss gelang Matthias Rattensperger noch der Ausgleich, der zumindest eine Verlängerung gebracht hätte. Doch zwei Sekunden vor dem Ende war es neuerlich Mendonca mit seinem neunten Treffer, der Vöslau den Titel bescherte.
Vöslauer: "Geileres Finale gibt es nicht"
"Was wir die letzten Wochen gezeigt haben, ist absoluter Teamspirit. Ein geileres Finale gibt es nicht, die letzten zwei Sekunden sind spielentscheidend", sagte Goalie Kaiper, der zum dritten Mal mit der dritten Mannschaft Meister geworden ist, im ORF-TV-Interview.
Sein Teamkollege Fabian Schartel, der seine Karriere an diesem Tag beendete, war überglücklich: "Wahnsinn, ich kann es gar nicht beschreiben. Letztes Spiel meiner Karriere, Meistertitel - hunderttausend Gefühle."
Fünf Jahre nach dem Aufstieg haben die Vöslauer damit den Titel geholt. "Das hätten wir nicht geglaubt, dass es so schnell funktioniert", so Schartel. Fivers-Coach Peter Eckl drückte die Enttäuschung seines Teams aus.
"Das ist natürlich extrem bitter. Wir haben gewusst, dass wir uns in dieser Saison sehr viel erarbeitet haben. Unser Spiel war überragend, Deckung und Angriff, aber leider. Gratulation an Vöslau und Kaiper, der im Jänner gekommen ist und in der Finalserie ein dominanter Spieler von Vöslau war."