Norwegen beendet Österreichs EURO-Traum

Norwegen beendet Österreichs EURO-Traum Foto: © GEPA
 

Die EURO 2018 in Kroatien ist für das ÖHB-Nationalteam beendet. Österreichs Handballer verlieren im letzten Spiel der Gruppe B gegen Norwegen 28:39 (14:18) und verpassen als punkteloser Letzter den Aufstieg in die Hauptrunde.

Einen zwischenzeitlichen Sieben-Tore-Rückstand verkürzen die Österreicher vor der Pause mit vier Treffern en suite. Unmittelbar nach der Pause rauschen die Norweger aber auf 23:15 davon.

Mitte der zweiten Halbzeit wird das Spiel chaotisch und Österreich verliert den Anschluss.

Zehn Minuten vor Ende ist die Partie entschieden, zwischenzeitlich führt der Favorit mit 36:25. Bester Werfer für den Gruppenletzten, der zuvor gegen Weißrussland und Weltmeister Frankreich verloren hat, ist der 21-Jährige Nikola Bilyk mit neun Treffern.

Auch die Chance einer Setzung in den ersten Lostopf für das WM-Qualifikations-Playoff ist nach dem 29:26-Sieg Serbiens über Island in Gruppe A für Österreich dahin. Damit müssen die Isländer sogar die Heimreise antreten, denn Schweden besiegt Kroatien 25:31 - der Rekord-Europameister und der Gastgeber haben vier Punkte, während Serbien und Island bei zwei Zählern halten und das direkte Duell entscheidet.

Norwegen einfach zu trocken

Österreich musste ab der 40. Minute ohne Janko Bozovic und Comebacker Vitas Ziura auskommen, beide sehen innerhalb weniger Sekunden die Rote Karte. Norwegen um Jungstar Sander Sagosen sichert sich hingegen den zweiten Sieg und ist damit so wie die Franzosen und Weißrussen weiter.

Im Angriff startet Österreich ohne den in letzter Minute wieder fit gemeldeten Alexander Hermann, der erst nach gut 14 Minuten aufs Feld kommt. Österreich wirkt willig, viel läuft aber nicht zusammen. Fünf Fehlwürfe alleine in der ersten Viertelstunde und zwei technische Fehler kann man sich gegen die Norweger nicht leisten.

Die schließen ihre trockenen Angriffsaktionen - auch gegen eine phasenweise offensivere Verteidigungsvariante - treffsicher ab und setzen sich von 2:2 (3.) in der 16. Minute erstmals um sechs Tore (11:5) ab.

Zwei Ausschlüsse beenden Hoffnungen

Mit zwei Paraden des eingewechselten Kristian Pilipovic, sowie Treffern von Hermann und einer schönen Aktion Ziuras beweisen die Österreicher aber, dass sie noch nicht aufgegeben haben.

Tatsächlich kämpft man sich bis kurz vor der Halbzeit wieder auf drei Tore heran (14:17) - auch, weil der Gegner zwischen der 24. und 29. Minute keinen Treffer verzeichnet.

Norwegen setzt nach der Pause aber unbeirrt fort, zieht mit einem schnellen 4:0-Lauf auf 22:14 davon und hat die Partie spätestens da entschieden.

Österreich schafft es nicht mehr, entscheidenden Druck aufzubauen. Letztlich kann man Rot-Weiß-Rot vor allem seine Moral anrechnen. Die von Trainer Patrekur Johannesson geforderte Führungsleistung der Routiniers ist hingegen nur rudimentär vorhanden. Einzig Bilyk wird seiner Rolle gerecht, war nicht nur seiner Tore wegen der beste Mann.

In der 40. Minute erhält die Partie dann innerhalb von zehn Spielsekunden zusätzlich einen bitteren Beigeschmack durch zwei Ausschlüsse zweier Routiniers. Erst muss Bozovic mit Rot gehen, dann wird auch Ziura direkt des Feldes verwiesen; er unterläuft einen Gegenspieler - für die kroatischen Schiedsrichter mit Absicht. Das Foul zieht zudem eine Anzeige nach sich.


Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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