"Wäre ein Traum" - Straka peilt bei Österreich-Rückkehr Erfolg an
Vor dem Turnier in der Heimat arbeitet der Österreicher noch an zwei konkreten Baustellen, die sich bei den Turnieren in den USA aufgetan haben.
Golfstar Sepp Straka gibt kommende Woche nach achtjähriger Pause sein Turnier-Comeback in Österreich.
Die Vorfreude des gebürtigen Wieners auf die Austrian Alpine Open in Kitzbühel ist gewaltig, wie der Weltranglisten-18. am Dienstag im Rahmen eines Mediencalls meinte.
Straka reist jedenfalls mit Ambitionen an. "In Österreich zu gewinnen, wäre ein wahnsinniger Traum", sagte der zweifache Ryder-Cup-Champion. "Ich würde natürlich gern vorne mitspielen. Das ist immer das Ziel."
Straka feilt an zwei Baustellen
Damit dies gelingt, müsse er aber zunächst "ein paar Sachen ausbessern". Die letzten beiden Turniere in den USA sind für Straka nicht nach Wunsch verlaufen. So verpasste er die Titelverteidigung bei der Truist Championship als 63. deutlich, bei der PGA Championship vergangene Woche war bereits nach zwei Runden Schluss.
"Ich habe teilweise ganz gut gespielt, aber ich habe nicht genug Fairways getroffen und schlecht geputtet. An diesen zwei Sachen arbeite ich seit dem Wochenende und jetzt die nächsten paar Tage auch wieder."
Solide Saison brachte bisher vier Mio. Dollar Preisgeld
Grundsätzlich ist Straka mit seiner Saison auf der PGA-Tour aber nicht unglücklich, was rund vier Millionen Dollar Preisgeld, die er seit Anfang Februar eingespielt hat, auch unterstreichen. "Mit dem Jahr bin ich ganz zufrieden. Ich habe früh ziemlich gute Turniere gehabt. Zurzeit bin ich teilweise zufrieden, teilweise nicht zufrieden. Der Driver hat die letzten paar Turniere nicht ganz so gut funktioniert, und das Putten ist auch ziemlich unkonstant."
Dass seine Rückkehr nach Österreich für Euphorie und einen entsprechenden Besucherandrang in Kitzbühel sorgen dürfte, freut Straka, erhöht aber auch die Erwartungshaltung von außen. "Ja, ich werde auf jeden Fall einen Druck spüren, aber Druck spüre ich eigentlich fast immer", sagte Österreichs Nummer eins.
Straka, der seit rund 19 Jahren in den USA lebt, bricht am kommenden Sonntag in Richtung Heimat auf und wird über München schließlich in Kitzbühel erwartet. Den Jetlag sieht er gelassen. "Von der Zeitverschiebung her wird es ein bisschen was sein, aber das sind wir schon gewohnt." Das komme oft genug im Jahr vor.