LAOLA1-Ranking der Playoff-Quarterbacks

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Von lebenden Legenden über Spielmacher im besten Karriere-Alter, einigen Jungstars bis hin zu einem absoluten Notnagel.

Die Playoff-Quarterbacks der NFL-Saison 2017 bieten wieder ein breites Spektrum.

Mit Tom Brady, Ben Roethlisberger und Drew Brees sind Super-Bowl-Champions am Start, Cam Newton und Matt Ryan wollen Niederlagen im Spiel aller Spiele vergessen machen, Alex Smith möchte endlich einen tiefen Playoff-Run hinlegen.

Die früh gedrafteten Spielmacher Jared Goff, Marcus Mariota und Blake Bortles schnuppern erstmals in die Postseason hinein. Dazu gesellen sich die jahrelangen "Außenseiter" Case Keenum, Tyrod Taylor und Nick Foles.

Ein spannender Mix, der - abgesehen von der Nummer 1 (wohl eher kein Spoiler) - gar nicht so leicht zu ranken ist. Vor dem Beginn der Wildcard-Runde versucht sich LAOLA1 wie gewohnt dennoch daran und ordnet die zwölf Playoff-Quarterbacks in diesem Ranking ein:

Von Legenden über Jungstars bis zu einem Notnagel - die Playoff-Quarterbacks dieser NFL-Saison bieten ein breites Spektrum. LAOLA1 mit einem Ranking der Spielmacher:

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12. NICK FOLES (Philadelphia Eagles)

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Mit Jungstar Carson Wentz wäre Philadelphia wohl ein heißer Kandidat auf den Einzug in die Super Bowl. Sind sie das auch ohne ihn? Nick Foles half nach dem Kreuzbandriss des Starters zwar mit, die hervorragende Ausgangsposition des Playoff-Heimvorteils als Nummer eins der NFC abzusichern, aber der ganz große Wurf könnte mit ihm schwierig werden. Er zählt sicher zu den besseren Backups der Liga, inzwischen hat er auch einiges an Routine gewonnen, aber es wird auch Gründe haben, warum er sich nirgends als Starter durchgesetzt hat. Dass Philly mit ihm unterschätzt wird, könnte auch (s)eine Chance sein.

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11. TYROD TAYLOR (Buffalo Bills)

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Ebenso wird es einen Grund haben, warum die Buffalo Bills Tyrod Taylor im Saisonverlauf gebencht haben. Diese Personalentscheidung ging jedoch gewaltig in die Hose. Sein Ersatz Nathan Peterman warf in einer Halbzeit fünf Interceptions und war seinen Job zur Pause wieder los. Zum Vergleich: Taylor warf in der kompletten Saison nur vier Interceptions. Allerdings auch nur 14 TD-Pässe. Seine Fehlerunanfälligkeit spricht ebenso wie seine Beweglichkeit für ihn. "T-Mobile" ist aber nur selten ein QB, der sein Team zum Sieg wirft. Die Bills werden weiter auch andere Wege wie das Laufspiel oder Geniestreiche von Defense oder Special Teams als Unterstützung finden müssen.

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10. BLAKE BORTLES (Jacksonville Jaguars)

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An kaum einem anderen Playoff-QB scheiden sich derart die Geister. Für die Mehrheit ist er tendenziell Wahnsinn - im negativen Sinne. Zwischenzeitlich schlug das Pendel in dieser Saison jedoch auch in Richtung Genie aus - allerdings nicht konstant genug. Bortles ist gefragt, das Vorurteil zu entkräften, dass Jacksonville nur wegen der grandiosen Defense beziehungsweise des starken Laufspiels in der Postseason ist - und trotz ihm. Es gibt für QBs allerdings auch schlechtere Voraussetzungen, als auf diese beiden Stärken aufzubauen. Also wird seine Hauptaufgabe sein, es nicht zu vermasseln.

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9. MARCUS MARIOTA (Tennessee Titans)

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Über das Potenzial des Nummer-2-Picks im Draft 2015 gibt es keine zwei Meinungen, diese Saison war jedoch ein persönlicher Rückschritt - und zwar kein kleiner. Ein Blick auf die Statistik sagt alles: 2016 - 26 TD-Pässe, 9 Interceptions. 2017 - 13 TD-Pässe, 15 Interceptions. Vor allem die plötzliche Fehleranfälligkeit bereitet Sorgen. Die Playoffs stellen eine gute Gelegenheit dar, all die Diskussionen vergessen zu machen. Mit seiner Mobilität sollte er für Jänner-Football gut geeignet sein. Dass die Titans 2017 ganz offenkundig nicht nur auf ihn angewiesen waren, um zu gewinnen, ist ebenfalls kein Nachteil.

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8. CASE KEENUM (Minnesota Vikings)

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Was für eine Wohlfühl-Story! Aus der Absicherung für Sam Bradford und den verletzten Teddy Bridgewater wurde einer der besseren Quarterbacks dieser Saison. 22 TD-Pässe und nur 7 Interceptions dienen als Beweis dafür, dass nicht alles gleich den Bach runtergehen muss, wenn der Backup am Ruder ist. Defense und Laufspiel sorgen dafür, dass Keenum in Minneapolis nicht das Unmögliche möglich machen muss. Mit Adam Thielen und Stefon Diggs helfen ihm auch zwei starke Receiver. Die Playoffs sind jedoch eine andere Bühne und werden helfen, die Frage zu beantworten, ob Keenum nach Jahren des erfolglosen Pendelns zwischen Texans und Rams in Starter-Material gereift ist oder eher ein sehr guter Backup bleiben wird.

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7. CAM NEWTON (Carolina Panthers)

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Einer der Härtefälle dieses Rankings, schließlich sprechen wir vom MVP 2015. Aber "Supercam" hat nun seit diesem Höhenflug bereits seine zweite gar nicht mal so beachtliche Saison hingelegt. 22 TD-Pässe sind nicht übertrieben viel, 16 Interceptions eher schon. Diese Schlampigkeit ist oftmals keine Hilfe. Eine große Hilfe ist indes Newtons Mobilität. 754 Yards erlief er in dieser Spielzeit - knapp aber doch persönlicher Rekord. Kombiniert mit gutem Laufspiel und guter Defense der Panthers ist seine Spielanlage ohnehin wie geschaffen für die Playoffs. Außerdem hatte er im Saisonverlauf neben einigen besonders schlechten auch einige besonders gute Tage. Packt er die wieder aus, ist eine Rückkehr in die Super Bowl nicht auszuschließen.

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6. ALEX SMITH (Kansas City Chiefs)

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Mit seinem explosiven Start in die Saison tat Smith wirklich vieles, um seinen über viele Jahre kultivierten Ruf des Game Managers abzulegen. Seine erste Interception warf er erst Anfang November - im kompletten Saisonverlauf wurden es nur deren fünf. Trotzdem erlaubte sich auch er genau wie die Chiefs als Team einen kleinen Hänger. Dennoch sei erwähnt: Das beste QB-Rating der NFL hatte 2017 mit 104,7 Smith. Nun hat der Nummer-1-Pick des Drafts 2005 die Gelegenheit zu beweisen, dass er auch einen tiefen Playoff-Run hinkriegt. Postseason-Siege stehen nämlich erst zwei in seinem Lebenslauf.

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5. JARED GOFF (Los Angeles Rams)

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Sucht man nach einer der Überraschungen dieser Saison, wird man bei Goff fündig. Nun sollte es eigentlich keine Sensation sein, wenn ein Nummer-1-Pick des NFL-Drafts abliefert. Seine katastrophale Rookie-Saison 2016 ließ jedoch Schlimmes befürchten. Wer in Erinnerung daran auf einen kapitalen Einbruch in dieser Spielzeit wartete, wurde enttäuscht. Goff führte - natürlich kongenial unterstützt von RB Todd Gurley - die tendenziell explosivste Offense dieser Spielzeit an. Seinen 28 TD-Pässen stehen nur 7 Interceptions gegenüber. Die Playoffs sind für ihn im Gegensatz zu den vier vor ihm platzierten Spielmachern, die allesamt schon zumindest eine Super Bowl spielten, jedoch Neuland. Wie er sich auf dieser Bühne schlägt, sollte man vor noch mehr Lobhudelei erst einmal abwarten.

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4. MATT RYAN (Atlanta Falcons)

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Dass Ryan nicht an seine MVP-Saison 2016 anschließen konnte, kam nicht gänzlich überraschend - diese war in Sachen Offense auch eine Art Ausnahme-Saison. Nur 20 TD-Pässe zeugen davon, dass Atlanta in dieser Saison durchaus Probleme beim Finishen hatte - interessanterweise warf Ryan in keiner Partie mehr als zwei TD-Pässe. In Sachen Yardage mischte der 32-Jährige jedoch im Spitzenfeld mit und knackte wie gewohnt die 4000-Yards-Schallmauer, was unterstreicht, dass er den Ball nach wie vor bestens bewegen kann. Nach der übel vergeigten Super Bowl des Vorjahres kann man davon ausgehen, dass "Matty Ice" und seine Kollegen diesmal auf einer Mission sind.

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3. DREW BREES (New Orleans Saints)

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So ehrlich muss man sein: Die Plätze zwei und drei in diesem Ranking kann man zwischen zwei Haudegen mit Super-Bowl-Ring(en) am Finger im Prinzip auswürfeln. Aber man muss sich eben auch zwischen lebenden Legenden entscheiden. Der statistisch-historische Verdienst spricht wohl für Brees - mit seinen Werten schrieb er mehr als einmal Geschichte. Dass der bald 39-Jährige in dieser Saison auf einen unwiderstehlichen Laufangriff zählen und "nur" 23 TD-Pässe werfen musste, gab jedoch zu seinen Ungunsten den Ausschlag. Ihm darf dies zurecht egal sein, denn im "echten" Playoff-Leben kann gerade das der entscheidende Vorteil sein - gepaart mit seiner Routine natürlich.

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2. BEN ROETHLISBERGER (Pittsburgh Steelers)

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14 Interceptions sind im Vergleich mit Brees (8) diese Saison betreffend wohl das gewichtigste Argument gegen Roethlisberger. Wenn man fair ist, stammen fünf dieser Fehlwürfe jedoch aus einer einzigen Komplett-Aussetzer-Partie gegen Jacksonville. Ansonsten geigte "Big Ben" vor allem in der zweiten Saison-Hälfte konstant gut auf und hätte ohne Schonung am letzten Spieltag wohl auch Tom Brady in Sachen Yardage-Krone fordern können - am Ende fehlten nur 326 Yards. Die Steelers an Brady und somit an den Patriots vorbeizuwerfen, wird wohl auch Roethlisbergers Aufgabe in den Playoffs. Dass er in selbigen bestehen kann, hat der zweifache Super-Bowl-Champion bereits zu Genüge bewiesen.

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1. TOM BRADY (New England Patriots)

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Wer sonst?!? Suchen wir mal das Haar in der Suppe und weisen darauf hin, dass Brady in fünf seiner sechs letzten Spiele zumindest eine Interception geworfen hat. Ein kleiner Makel in einer ansonsten wieder einmal MVP-verdächtigen Saison - und das im stolzen Alter von 40 Jahren. Das Schlimmste für die Konkurrenz: Bradys liebste Football-Jahreszeit kommt nun erst. Irgendwann werden auch seine Playoff-Rekorde geknackt werden, aber bis dahin werden sich vermutlich Generationen an Spielmachern ihre Zähne daran ausbeißen. Eine Hand hat der G.O.A.T bereits mit fünf Super-Bowl-Ringen voll, nun wird die zweite Hand in Angriff genommen. Die Favoritenrolle der Patriots versteht sich von selbst. Aber vielleicht stoppt ihn ja einer der elf hinter ihm platzierten Herrschaften.

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Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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