Endstand
41:6
17:0 , 7:6 , 10:0 , 7:0
NEWS

Seahawks überrollen 49ers vom ersten Spielzug an

Ein 95-Yard-Return-TD läutet das Spiel ein, schon nach dem ersten Quarter hat San Francisco nichts mehr zu melden. Seattle hostet das NFC Championship Game.

Seahawks überrollen 49ers vom ersten Spielzug an Foto: © GETTY

Wie schon in der AFC setzt sich auch in der NFC der Nummer-1-Seed als erstes Team der Divisionals in den NFL-Playoffs durch.

Das Duell der NFC-West-Rivalen zwischen den Seattle Seahawks (#1) und den San Francisco 49ers (#6) ist eine sehr deutliche Angelegenheit, geht mit 41:6 an die Gastgeber.

Schon der erste Spielzug wird zum 95-Yard-Kickoff-Return-Touchdown durch Rashid Shaheed, bis zum Ende des ersten Quarters wächst der Vorsprung auf 17:0 an. Nie kommen die 49ers danach auch nur in die Nähe eines engen Spiels, müssen - schon verletzungsgeplagt in die Begegnung gegangen - im Laufe der Partie auch Star-Running-Back Christian McCaffrey vorgeben.

Mann des Spiels ist Running Back Kenneth Walker, der drei Touchdowns beisteuert.

Das NFC Championship Game wird damit in Seattle steigen. Dort geht es gegen den Sieger der Begegnung Chicago Bears gegen Los Angeles Rams.

SO LIEF DAS SPIEL:

Die Partie beginnt mit einem Knall: Einem Return-Touchdown durch Rashid Shaheed! Der 95-Yard-Run bringt das Stadion sofort in Ekstase.

Kurz darauf der nächste 49ers-Schock, aber nur vermeintlich: Brock Purdy verliert den Ball, der Return geht gleich wieder in die Endzone - aber der Call lautet richtigerweise auf einen Incomplete Pass.

Der erste Drive der Gäste geht dennoch und kurz nach der Mittellinie gestoppt: Ein ausgespieltes 4th Down bleibt erfolglos.

Sam Darnold und Co. machen es besser, bringen bei ihrem ersten Drive drei weitere Punkte auf das Board.

Und es kommt noch dicker für die 49ers: Jake Tonges verliert den Ball, Seattle hat ihn!

Und wieder hat San Franciscos Defense zu wenig Zugriff auf die Seahawks. Wenige Spielzüge und eine Penalty später stehen sie an der 4, Darnold findet Jaxon Smith-Njigba unter Druck am hinteren Ende der Endzone - nach nur 13:10 Spielminuten steht es schon 17:0 für die Hausherren!

Erst nach und nach wachen auch die 49ers auf. Aber der Druck auf Purdy ist hoch: Erst im Fallen bekommt er den Ball zu Tonges, dann stehen die Niners in der gegnerischen Hälfte.

Dann hat der Quarterback einmal Zeit, sucht Jauan Jennings, aber das Anspiel wird zu hoch. Es geht letztendlich nicht in die Red Zone. Eddy Pineiro bleibt sicher, 3:17.

Zumindest gelingt dann auch einmal ein Stopp gegen die Seahawks-Offense, der Ansturm des ersten Quarters ist vorerst vorbei.

Es zeigt sich früh, dass Big Plays gegen die Seattle-Defense kaum drin sind. Zumindest bekommt Purdy nun vermehrt Zeit und Raum, auch kürzere Pässe an den Mann zu bringen. So bringt er sein Team zumindest erneut in Field-Goal-Range, 6:17.

Das große Yardage bleibt auch gegen Ende der ersten Hälfte weiter den Seahawks vorbehalten. Kenneth Walker schließt einen makellosen Drive schließlich ab, Seattle liegt zur Halbzeit 24:6 voran. Dass sich auch noch Christian McCaffrey an der Seitenlinie behandeln lässt, ist ein weiteres schlechtes Omen für San Francisco.

Wer glaubt, dass die Halftime eine Trendwende einläutet, wird enttäuscht: Die 49ers sehen sich schon im ersten Drive gezwungen, ein 4th Down knapp hinter der Mittellinie auszuspielen.

Und dieser Versuch endet mit einem Desaster: Purdy wird gesackt, die Seahawks übernehmen in ausgezeichneter Feldposition.

Gegen das Rungame rund um Walker hat die Niners-Defense wenig zu melden. So kommen wieder drei Punkte auf das Board, 27:6 Mitte des dritten Quarters.

Und es läuft weiterhin einfach nicht: Ein etwas zu ungenauer Pass von Purdy landet bei Ernest Jones, Interception.

Besonders Walker ist weiter nicht in den Griff zu bekommen, folgerichtig darf er auch den nächsten Touchdown einfahren - und zum Ende des dritten Quarters ist die Partie wohl endgültig entschieden.

Was folgt, ist eher ein Versuch der Ergebniskorrektur. Und der scheitert: Schon in der eigenen Hälfte sieht sich San Francisco gezwungen, ein 4th Down auszuspielen, der Versuch schlägt - man ist schon geneigt, "natürlich" zu sagen - fehl.

So macht Walker sogar seinen TD-Hattrick voll, findet zum dritten Mal in die Endzone.

Purdy bleibt zwar ehrenhalber auf dem Feld, die Demontage wird aber nur schlimmer: Ein Strip Sack wird zum Turnover.

Knapp acht Minuten vor dem Ende der Partie bringen beide Teams ihre Backups auf das Feld, der Rest der Partie läuft ereignislos ab.

DAS BEDEUTET ES FÜR BEIDE TEAMS:

Zum vierten Mal stehen die Seattle Seahawks im NFC Championship Game. Alle bisherigen drei haben sie gewonnen und sind somit in die folgende Super Bowl eingezogen, holen konnten sie allerdings erst eine.

Nach sieben Regular-Season-Siegen en suite tat auch die Bye Week dem keinen Abbruch, damit sind die Seahawks zusammen mit den Houston Texans weiterhin das formstärkste Team der NFL.

Die Defense zeigte gegen die 49ers wieder ihre Zähne, lässt gegen die verletzungsgebeutelte Niners-Offense kaum Punkte zu. So ist die Offense gar nicht zu Meisterleistungen gezwungen - findet gegen San Francisco dennoch sämtliche Lücken.

Eine klare Niederlage war für die San Francisco 49ers schon im Vorfeld zu erwarten, angesichts der eklatanten Verletzungsprobleme. Eine derart heftige Abfuhr gegen den größten Rivalen wird trotzdem in die Offseason nachhallen.

Dazu wird Robert Saleh wohl abhanden kommen: Der Defensive Coordinator ist Kandidat für einen der vielen vakanten Head-Coach-Posten.

SEATTLE SEAHAWKS:

Name

Passing Yards

Rushing Yards

Receiving Yards

Sam Darnold

124, 12/17 (1 TD)

Kenneth Walker

116 (3 TD)

29

Cooper Kupp

60

Rashid Shaheed

27

Zach Charbonnet

20

Jaxon Smith-Njigba

19 (1 TD)

Jake Bobo

16

Velus Jones Jr.

6

AJ Barner

2

SAN FRANCISCO 49ERS:

Name

Passing Yards

Rushing Yards

Receiving Yards

Brock Purdy

140, 15/27 (1 INT)

37

Christian McCaffrey

35

39

Jake Tonges

59

Jordan James

28

Jauan Jennings

23

Mac Jones

4, 2/4

7

Kyle Juszczyk

-3

11

Jordan James

7

Brian Robinson Jr.

4

3

Demarcus Robinson

1

Luke Farrell

1


Die 30 größten Monster-Verträge der NFL

Kommentare