Endstand
28:16
7:3 , 14:7 , 0:6 , 7:0
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AFC Championship Game fix! Patriots gewinnen Turnover-Festival

NFL-Playoffs: Die New England Patriots setzen sich im Schneefall gegen die Houston Texans durch - und kämpfen nun gegen Denver um den Super-Bowl-Einzug.

AFC Championship Game fix! Patriots gewinnen Turnover-Festival Foto: © GETTY

Die New England Patriots (#2) stehen erstmals seit der Saison 2018 wieder im AFC Championship Game!

Die Mannschaft von Mike Vrabel gewinnt am Sonntag in der Divisional-Round der NFL-Playoffs eine von Turnovern geprägte Partie mit 28:16 gegen die Houston Texans (#5).

Während Houston den Ball gleich fünf Mal an die gegnerische Defense herschenkt, darunter vier Interceptions von C.J. Stroud alleine in der ersten Halbzeit, fabriziert Patriots-Quarterback Drake Maye drei Turnovers (vier Fumbles, zwei davon von New England recovert, und eine Interception).

New England kämpft damit am kommenden Sonntag um den Einzug in die Super Bowl in Santa Clara (9.2.). Gegner im AFC Championship Game sind die in der AFC topgesetzten Denver Broncos.

SO LIEF DAS SPIEL:

Das Spiel beginnt zunächst mit einem schnellen "Three and Out" für die Patriots, dasselbe kurz darauf auf der anderen Seite bei den Texans.

Der zweite Patriots-Drive bringt dann aber auch die ersten Punkte: Dabei zwingt Houstons Defense die Hausherren 28 Yards vor der Endzone in einen vierten Versuch, Mike Vrabel lässt seine Offense jedoch auf dem Feld – und wird dafür belohnt. Drake Maye findet DeMario Douglas, der den Ball fängt, seinen Gegenspieler stehenlässt und in die Endzone sprintet – 7:0 für New England.

Im zweiten Drive der Texans-Offense findet sich Houston dank einer 42-Yard-Reception von Tight End Dalton Schultz schnell in Field-Goal-Range wieder.

Ein paar Plays später klopft man sogar an die Endzone an, und scort auch einen vermeintlichen Touchdown: Woody Marks jubelt bereits, als er die Goalline überquert, aufgrund einer "Illegal Shift"-Strafe wird der Touchdown jedoch wieder zurückgepfiffen. Stattdessen müssen sich die Texans mit einem Field Goal zufriedegeben. Ka’imi Fairbairns Kick aus 25 Yards sitzt – Houston verkürzt im ersten Viertel auf 3:7.

Der folgende Drive der Patriots endet beinahe in einem Desaster: Maye setzt zum Pass an, als Danielle Hunter um die Ecke biegt und ihm den Ball aus der Hand schlägt. Der Fumble kugelt bis kurz vor die New-England-Endzone, am Ende schmeißt sich allerdings Patriots-Offensive-Lineman Will Campbell auf den Ball und verhindert damit Schlimmeres.

Nachdem New England aus der Endzone punten muss, darf sich Houston über eine gute Startposition für den nächsten Drive freuen. Punt Returner Jaylin Noel trägt den Ball knapp über die Mittellinie.

Lange dauert der Drive jedoch nicht. Nick Chubb konvertiert zunächst zwar noch erfolgreich einen vierten Versuch. Der nächste Ball landet jedoch in den Händen von Patriots-Cornerback Carlton Davis, der einen abgerissenen Pass von C.J. Stroud knapp vor dem Seitenaus abfängt. New England erobert den Ball damit an der eigenen 18-Yard-Linie zurück.

Der nächste Turnover lässt allerdings nicht lange auf sich warten: Nur zwei Plays später wird Drake Maye beim Versuch, nach vorne zu laufen, der Ball herausgeschlagen. Tommy Togiai erzwingt den Fumble und recovert. Houston gewinnt den Ball an der gegnerischen 27-Yard-Linie zurück.

Die Texans nützen das kurze Feld und gehen zu Beginn des zweiten Viertels erstmals in diesem Spiel in Führung. Christian Kirk fängt bei Third Down einen 10-Yard-Pass von seinem Quarterback Stroud. Nachdem auch der folgende Extrapunkt erfolgreich ist, führt Houston 12:51 Minuten vor Ende der ersten Halbzeit mit 10:7.

Houstons Defense setzt das Momentum fort und erzwingt einen Punt nach gerade mal sechs Plays. Doch auch New Englands Defense zeichnet sich in Halbzeit eins durch Big Plays aus: Gleich beim ersten Passversuch von Stroud gibt es die nächste Interception für die Patriots.

Der Texans-Quarterback trifft mit einem Blitzer vor Augen eine schlechte Entscheidung und lupft den Ball in die Hände von Marcus Jones. Der Cornerback lässt sich die Gelegenheit nicht entgehen und läuft direkt in die Endzone – Pick-Six und 14:10 für New England.

Nicht mal eineinhalb Minuten später die nächste Interception von Texans-Quarterback C.J. Stroud, seine dritte des Tages: Dieses Mal lässt Receiver Xavier Hutchinson einen ordentlich geworfenen Pass fallen, Craig Woodon steht richtig und fängt den Ball an der Mittellinie ab.

New Englands Offense kann den Takeaway diesmal jedoch nicht in Punkte ummünzen. Die Texans-Defense macht sich breit und erzwingt ein "Three and Out". Nachdem die Texans-Offense, zu diesem Zeitpunkt bereits aufgrund der Verletzung von Dalton Schultz geschwächt, nichts zustande bringt, erhalten die Patriots den Ball nahe der Mittellinie zurück.

Lediglich fünf Plays später der zweite Touchdown-Drive des Spiels für die Patriots-Offense: Abgeschlossen von Stefon Diggs, der einen 7-Yard-Pass von Maye fängt – 21:10 für New England, 3:12 Minuten noch zu spielen im zweiten Viertel.

Die Patriots bekommen den Ball kurz nach der Two-Minute-Warning an der Mittellinie zurück – der Grund? Eine erneute Interception. Zum vierten Mal (!) in Halbzeit eins wirft Stroud den Ball in die Hände eines Verteidigers. Wieder ist es Carlton Davis, der den Texans-QB abfängt.

Wieder badet allerdings die Texans-Defense den Fehler ihres Quarterbacks aus. Wieder erzwingt die Abwehr einen raschen Punt. Die Defenses bleiben auch danach am Drücker. Erst forciert New Englands Defense einen Punt, dann erzwingt Will Anderson Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit einen Strip-Sack gegen Maye – allerdings recovern die Patriots den Football.

Kurz darauf endet dann das zweite Viertel mit einer Hail Mary von Drake Maye. Diese wird interceptet von Texans-Defender Ja’Marcus Ingram. Zwischenstand zur Pause: 21:10 für New England.

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit beinahe der nächste Turnover der Houston-Offense. Xavier Hutchinson fängt, doch verliert dann den Ball. Zunächst wird auf Fumble entschieden, nach kurzer Überprüfung wird jedoch festgestellt, dass der Texans-Receiver "down by contact" war.

Gut für die Texans, die es in die Redzone schaffen, sich dort allerdings mit einem Field Goal begnügen müssen. Immerhin verkürzt man auf einen Score: 13:21.

Auf der Gegenseite fumblet Drake Maye den Ball zum vierten Mal in diesem Spiel. Will Anderson forciert den Strip-Sack, Azeez Al-Shaair wirft sich auf den Ball drauf und sichert Houston den Football an der gegnerischen 33-Yard-Linie. Es ist der siebente Turnover in diesem Spiel.

Der achte Turnover, der fünfte aus Houston-Sicht, folgt nur Momente später: Texans-Running-Back Woody Marks wirft sich nach vorne, bekommt dabei jedoch den Ball von Christian Gonzalez rausgeschlagen. New England recovert und erobert den Football in der eigenen Spielhälfte zurück.

Die Patriots-Offense weiß mit dem Ball allerdings nichts anzufangen und puntet nach drei Spielzügen. Auf der anderen Seite schafft es Houston ein weiteres Mal in Field-Goal-Range. Fairbairn tritt aus 51 Yards an und verwandelt - 16:21 mit 1:32 noch zu spielenden Minuten im dritten Viertel.

Zu Beginn des letzten Viertels verschafft sich New England allerdings wieder einen Two-Score-Polster. Maye führt seine Offense in dreieinhalb Minuten 71 Yards das Feld hinunter. Kayshon Boutte schließt den Drive nach einem wunderschönen Maye-Wurf mit einer 32-Yard-Reception ab.

28:16 für die Patriots - 12:58 Minuten noch auf der Uhr.

Wie sich am Ende herausstellt, war der Touchdown bereits die Vorentscheidung. Houstons Offense bringt im letzten Viertel nämlich nichts mehr auf die Reihe, puntet zwei Mal in Folge.

Der Entschluss von Texans-Head-Coach DeMeco Ryans, den Ball bei 4:17 verbleibenden Minuten, bei 4th & 18 an der eigenen 21-Yard-Linie, zu punten, ist angesichts des 16:28-Rückstands eine etwas fragliche Entscheidung.

Der letzte Versuch der Texans, noch irgendwie Punkte aufs Bord zu bringen, endet mit einem misslungen Deep-Pass von Stroud bei 4th & 4 und 1:11 noch zu spielenden Minuten. Die Patriots-Victory-Formation beendet schließlich das Spiel.

DAS BEDEUTET ES FÜR BEIDE TEAMS:

Die Traum-Saison der New England Patriots setzt sich fort. In der vergangenen Saison waren sie mit einem Record von 4-13 noch eines der schlechtesten Teams der NFL, heuer sind sie zumindest eines der vier besten.

Head Coach Mike Vrabel hat seiner Mannschaft in seiner ersten Saison im Amt eine Siegermentalität eingehaucht, die von jedem Spieler verinnerlicht wurde. Drake Maye hatte im zweiten Playoff-Spiel seiner Karriere zwar einige schlechte Plays, ließ sich jedoch nicht verunsichern und war auch mit drei Touchdowns zur Stelle.

Somit stehen die Patriots in ihrem ersten AFC Championship Game seit der Tom Brady/Bill Belichick-Ära. In jener Saison (2018) gewannen die Patriots schließlich auch die Super Bowl.

Gegner im AFC Championship Game sind die Denver Broncos, die allerdings ohne ihren Starting-Quarterback Bo Nix auskommen müssen, der sich am Samstag kurz vor Spielende gegen die Buffalo Bills den Knöchel brach. Womit New England trotz eines Auswärtsspiels in Denver wohl als Favorit ins Spiel gehen wird.

Die Houston Texans, das jüngste NFL-Franchise (seit 2002), müssen hingegen weiterhin auf ihre erste Teilnahme an einem AFC Championship Game warten. Die Texans-Defense, vermutlich die beste der NFL, trug das Team durch die gesamte Saison, war letzten Endes jedoch nicht gut genug, um alle Fehler der Offense auszubaden.

C.J. Stroud erreichte zwar bislang in jedem Jahr seiner Karriere die NFL-Playoffs, an seine guten Leistungen aus seiner Rookie-Saison 2023 konnte er in den letzten beiden Spielzeiten jedoch bei weitem nicht anschließen. Gut möglich, dass man in Houston über weitreichende Änderungen, was die Offense betrifft, nachdenken wird.

NEW ENGLAND PATRIOTS:

Name

Passing Yards

Rushing Yards

Receiving Yards

Drake Maye

179 (3 TDs, 1 Int)

12

Rhamondre Stevenson

70

11

TreVeyon Henderson

25

-2

Kayshon Boutte

75 (1 TD)

Stefon Diggs

40 (1 TD)

DeMario Douglas

36 (1 TD)

Austin Hooper

14

Hunter Henry

5

HOUSTON TEXANS:

Name

Passing Yards

Rushing Yards

Receiving Yards

C.J. Stroud

212 (1 TD, 4 Int)

11

Woody Marks

17

19

Nick Chubb

14

Cade Stover

6

2

Jayden Higgins

59

Dalton Schultz

47

Xavier Hutchinson

44

Harrison Bryant

21

Christian Kirk

20 (1 TD)


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