Die 15 größten Stadien Nordamerikas

New England Patriots
38:10-Sieg gegen die Miami Dolphins
by RP74
Der eine oder andere wird sich fragen, warum die Patriots der Sieger der Woche sind. Ganz einfach – unser Ziel ist es, unterschiedliche Teams zu präsentieren und die Patriots, die sich seit Wochen im Höhenflug befinden, wurden noch nie in dieser Kategorie erwähnt.
An solch einem entscheidenden Spieltag wie Woche 18 gibt es natürlich mehrere wichtige Sieger, deswegen verzeiht mir, wenn ich in dieser, wie auch der nächsten Kategorie, auf mehrere Teams eingehe.
Es ist spannend und faszinierend zu sehen, was in einem Jahr mit einem neuen HC geschehen kann. HC Vrabel ist es gelungen, aus einem 4-13- ein 13-4-Team zu formen. Nach zugelassenen Punkten sind die Patriots die viertbeste Defense und in der Offense haben sie in QB Maye eine heiße Aktie im MVP-Race. Zugegeben, der Schedule gehörte zu den leichtesten, die es in der NFL je gegeben hat. Wenn diese Saison aber eines gezeigt hat, dann, dass es in nahezu keinem Match einen klarten Favoriten gab. Auch die Siege gegen vermeintliche Underdogs müssen erst eingefahren werden. Das ist den Patriots auch an diesem Wochenende eindrucksvoll gelungen.
Die Dolphins wurden sowohl am Boden als auch über die Luft auf allen Linien dominiert. Über 450 Total Yards und vier Rushing TDs untermauern dies eindrucksvoll. Einzig die Tatsache, dass die Patriots sämtliche ihrer drei Niederlagen zu Hause kassierten, könnte zur Krux in den Playoffs werden. Schon jetzt aber ist die Saison der Patriots eine absolut positive Überraschung.
Zu den weiteren Siegern der Abschlussrunde gehören die Broncos, die sich erstmals seit zehn Jahren die AFC-Krone aufsetzen können und dadurch in der ersten Playoff-Woche die Bye-Week genießen dürfen. Apropos Bye-Week, selbiges gilt auch für die Seahawks nach ihrem Sieg über die 49ers.
Die Panthers dürfen sich trotz ihrer Niederlage gegen die Buccaneers, und unter Mithilfe der Falcons, zu den Siegern zählen und ziehen auf den letzten Drücker noch in die Playoffs ein. Aus meiner Sicht auch etwas an ausgleichender Gerechtigkeit, wurden die Panthers während des Spiels durch einige fragwürdige Calls der Refs benachteiligt.
DER Sieger der Woche aus meiner Sicht sind die Steelers. Im wahrscheinlich spannendsten Spiel an diesem Wochenende feierten sie einen dramatischen Sieg über die Ravens – mehr dazu in Verlierer der Woche.

Baltimore Ravens
24:26-Niederlage gegen die Pittsburgh Steelers
by RP74
Wenn das mal kein Vorgeschmack auf die Playoffs ist! Ein Spiel, das mit jeder Minute an Spannung, Dynamik, Unvorhersehbarkeit, unglaublichen Plays und viel Drama, zunahm.
Die Ravens kamen besser ins Spiel, v.a. King Henry drückte in der ersten Phase des Spiels dem Geschehen seinen Stempel auf. Die Steelers-Defense hielt dagegen und so stand es kurz vor der Halbzeit bei noch zwei Sekunden auf der Spieluhr 10:3 für die Ravens. An der Goalline der Ravens entschieden sich die Steelers auf den TD und nicht das sichere Field Goal zu gehen. Der Versuch misslang, somit war der Pausenstand fixiert.
Bitter für die Ravens, dass sie noch vor der Pause durch "friendly-fire" Safety Hamilton durch eine Gehirnerschütterung verloren. Im weiteren Verlauf der Partie wirkte die Defense durch den Ausfall nicht mehr so gefestigt wie zu Beginn des Spiels.
Wie schon eingangs beschrieben, nahm das Spiel an Fahrt auf, was in fünf Führungswechseln gipfelte. Glaube man das Momentum bei einem Team zu wissen, folgte im nächsten Drive die Antwort darauf und der Momentum-Switch. In den Schlussminuten wurde es wild. Nach der Two-Minute-Warning beim Stand von 20:24 aus Sicht der Steelers und ohne Timeouts musste ein TD her, um das Spiel zu drehen. Altmeister Rodgers zeigte seine Klasse und unter einer Minute Spielzeit gelang der vorentscheidende TD. Den Extrapunkt verkickte Boswell zum ersten Mal seit 2023. Dadurch blieb den Ravens ein letzter Drive mit drei Timeouts.
Das Drama spitze sich zu. An der Mittelline kam es zu einem 4th und 7 – Gameclock bei 21 Sekunden. Die Ravens konvertierten den Versuch und waren schlussendlich in Field-Goal-Reichweite. Bei auslaufender Uhr lag es an Rookie-Kicker Loop (Anm. Tucker wurde zu Beginn der Saison entlassen), für die Entscheidung zu sorgen. Ihm versagten aber die Nerven und der Versuch ging daneben. Die Steelers in den Playoffs – die Ravens im Urlaub.
Eine unnötige Niederlage kassierten die Eagles gegen die Commanders. Gefühlt war nur die zweite Garde am Start, das sollte sich rächen. Läuft in den Playoffs alles nach Plan und Setzung, haben die Eagles die Riesenchance verspielt, in einer etwaigen Divisional-Round Heimvorteil zu haben!
Auch als Sieger einer Begegnung kann man zu den Verlierern zählen. So geschehen mit den Giants. Durch den Sieg gegen die Cowboys wurde es nichts mit dem First-Overall-Pick im Draft.
TYLER LOOP MISSES THE 44-YD ATTEMPT TO WIN IT 😳
— Yahoo Sports (@YahooSports) January 5, 2026
Heartbreak for the Ravens as they fall short of the AFC North title 💔
(via @NFL)
pic.twitter.com/fMuwIZ5GKK

Myles Garrett
20:18-Sieg gegen die Cincinnati Bengals (1 Sack, 1 Tackle for Loss, 2 QB-Hits)
by RP74
Seit Wochen haben wir darauf gewartet, nun war es endlich soweit und Myles Garrett hat einen neuen NFL-Rekord aufgestellt. Mit 23 Sacks in einer Saison ist er zum alleinigen Rekordhalter geworden. Grund genug, ihn zum Spieler der Woche zu küren.
Mit dem ständigen Druck, den er auf Bengals-QB Burrow ausübte, half er mit, dass die Defense eine Interception und einen Forced Fumble generierten, die sie jeweils zu Touchdowns verwerteten. Die 160 Millionen Dollar für den 4-Jahres-Vertrag von Garrett scheinen von den Browns gut angelegtes Geld zu sein.
Ein weiterer Spieler schrieb an diesem Spieltag beinahe NFL-Geschichte. Cam Little fehlte nur ein Yard, um seinen eigenen Rekord für das längste Field Goal der NFL-Historie einzustellen. Nach seinem 67-Yarder gegen Tennessee hält er nun aber immerhin den Rekord für die zwei längsten Field Goals der Geschichte. Bei seinem erfolgreichen Versuch am Sonntag war übrigens noch einiges an Luft (Yards) über. Ein 70-Yard-FG ist nur eine Frage der Zeit, bis wir das erleben dürfen.
Browns lineman Shelby Harris high-fived the referee in excitement after Myles Garrett broke the sack record 😂 pic.twitter.com/TmWbtaj1nh
— NFL Memes (@Nflmemes) January 4, 2026

San Francisco 49ers
3:13-Niederlage gegen die Seattle Seahawks
by RP74
Eine Erwähnung hier hätten sich die Jets mit ihrer 8:35-Niederlage gegen die Patriots verdient. Oder die Titans, die fast schon kampflos gegen die Jaguars mit 7:41 untergingen. Nicht unerwähnt soll auch die 3:16-Niederlage der Packers gegen die Vikings sein. Keiner aus der zweiten Garde hat sich hierbei für einen potentiellen Starter-Platz beworben. Da es in all den beschriebenen Spielen um praktisch nichts mehr ging, widmen wir uns nun dem Team mit der Unleistung der Woche.
Alles war angerichtet für das Endspiel der 49ers um den First-Seed und der damit verbundenen Bye-Week. Die Offense war in den vergangenen Wochen ein Sieggarant mit durchschnittlich über 42 Punkten pro Spiel in den letzten drei Spielen - und dann kamen die Seahawks. Zugegeben eines der besten Defense-Teams der Liga. Aber in einem so entscheidenden Spiel, noch dazu im heimischen Stadion, derart chancenlos zu sein – verdient sich die "Unleistung der Woche".
Die Niederlage selbst hat viele Ursachen. Die Offense war das ganze Spiel über abgemeldet. 173 total Yards belegen das. Seit der Bye-Week hatten die 49ers im Schnitt über 450 Yards/Spiel. Ganze 53 (!) Yards wurden über den Lauf erzielt. Bezeichnend, dass der längste Laufspielzug von Purdy mit elf Yards erzielt wurde. Mit 127 Yards war das Passing-Game nicht wirklich besser. In einem der wenigen gelungenen Drives kam es in der Redzone zur Interception von Purdy.
Wenn die Offense nur drei Punkte erzielt, ist es für eine Defense nahezu unmöglich, das Spiel zu retten. Gerade in der ersten HZ gelang es praktisch nie, Stopps zu generieren oder das Laufspiel der Seahawks zu verhindern. Was besonders bedenklich ist: 21 Missed Tackels. Das ist der zweithöchste Wert eines Teams in dieser Saison.
Hätten die Seahawks nicht noch zwei Missed-Field-Goals zu verbuchen, wäre die Niederlage höher ausgefallen und hätte die Kräfte-Verhältnisse der beiden Teams besser wiedergegeben.
Aus der Möglichkeit, bis zur Super Bowl nurmehr Heimspiele zu haben, wird für die 49ers nichts mehr – nun heißt es auf Reisen zu gehen. Für HC Shanahan heißt es, schnell Lösungen zu finden, auf beiden Seiten des Balles.

Riley Leonard
30:38-Niederlage gegen die Houston Texans (21/34 für 270 Yards, 2 TD, 1 INT)
by RP74
Lieber User "Pineappledog". An sich wäre alles angerichtet gewesen, um endlich und verdienterweise über Rookie-QB Shough zu schreiben. In den vergangenen Wochen hat er durchgehend starke Leistungen erbracht und sich damit in das Rennen um den "Offensive Rookie of the Year" gebracht – und hätten die Saints das Spiel gegen die Falcons noch gedreht, wäre Shough der Rookie der Woche gewesen. So aber fiel meine Wahl auf den 6th-Round-Pick der Indianapolis Colts, Riley Leonard.
Würde man nur die reinen Stats betrachten, wäre die Leistung nichts Sensationelles. Aber 270 Yards und insgesamt 30 Punkte gegen ein Team mit der besten Defense der Liga, und noch dazu, wo es für die Texans um die Fixierung des fünften Platzes im Playoff-Seeding ging, ist aller Ehren wert. Im Saison-Schnitt ließen die Texans nur knapp 16 Punkte und 180 Yards im Pass-Spiel zu.
Für Leonard war es überhaupt der erste Start als QB und das nachdem er nach der Rückholaktion von Rivers (einem Pensionisten) praktisch gebenchet wurde. Die Tatsache, dass es den Texans nur ein Mal gelang, ihn zu sacken, ist ein weiterer Beleg für seine Leistung und Mobilität. Drei Läufe für gesamt 21 Rushing Yards rundeten seine sehr gute Vorstellung ab und brachten so die Texans an den Rande einer Niederlage.

17 & 4
by RP74
Bei den Zahlen handelt es sich nicht um das allseits beliebte Kartenspiel.
17 Spiele absolvieren alle Teams im Grunddurchgang, vier weitere und wir kennen den Super-Bowl-Sieger.
17 Teams haben nach 17 Runden einen negativen Record.
Alle vier Teams der NFC North haben ein positives Point-Differential, alle vier Teams der NFC South ein negatives. Die vier Teams der NFC South eint auch, dass sie allesamt einen negativen Record haben. Dem entgegen stehen die vier Teams der NFC North mit einem positiven Record.
Vier Teams haben gemeinsam den schlechtesten Record mit je 3-14 (Jets, Titans, Raiders, Cardinals)
Nur vier Teams kassierten ausschließlich Niederlagen innerhalb der eignen Conference (Patriots, Broncos, Seahawks, Rams)
Und da ich die nächsten zwei Wochen verhindert bin, lest ihr mich frühestens in 17 und vier Tagen wieder.

RP74:
Die letzte User-Endzone der Regular Season möchte ich meinen Enttäuschungen der Saison widmen – denn die Überraschungen bzw. die erfolgreichen Teams sind noch im Rennen um die Super Bowl.
Ich möchte bei meinen Chiefs beginnen. Natürlich herrscht Enttäuschung. Aber um ehrlich zu sein, die Entwicklung der Chiefs zeichnete sich schon in den letzten ein bis zwei Jahren ab. In diesem Jahr wurden die offenen Baustellen im Team noch offensichtlicher. So kommt die Zeit, einen Rebuild einzuleiten. Angesichts der (over the-) Cap-Situation nicht einfach. Auf Grund des schlechten Records kommen die Chiefs jedoch seit Ewigkeiten wieder einmal in den Genuß von frühen Picks im Draft, die es zu nutzen gilt.
Die größte Enttäuschung stellt für mich die NFC South dar. Warum? Weil es die einzige Divison ist, die in den vergangenen 15 Jahren drei Mal alle Teams mit einem negativen Point-Differential und einem negativen Record hatte (2014, 2022 und 2025). Gefühlt hätte sich keines der Teams eine Playoff-Teilnahme verdient – meine bescheidene Meinung.
Die Colts dürfen nach einem 8-2-Start nicht vergessen werden. So groß waren nach dem Berlin-Sieg gegen die Falcons die Playoff-Hoffnungen. Was folgte, waren sieben Niederlagen in Folge.
Auch die Raiders-Fans haben sich die Saison mit Sicherheit anders vorgestellt. Neuer HC, erfahrener QB nährten die Hoffnung auf eine eventuelle Playoff-Teilnahme. Diese wurde jedoch schon früh in der Saison zunichtegemacht. Was besorgniserregend war, war, dass man schon nach wenigen Spielen das Gefühl hatte, die Raiders würden nur mehr um eine gute Position im Draft spielen. Das gipfelte zum Schluss in einem katastrophalen Bild, welches die Raiders abgaben, in dem sie Crosby und weitere Starter gegen deren Willen auf IR setzten.
Zu den Verlieren 2025 zähle ich die Bengals, die Vikings, Giants und die Ravens. Bei den Bengals muss dringend etwas geschehen. Sloppy-Starts in die Season, Verletzungen ohne Ende und eine nicht existierende Defense. Wenn es dort keinen Wechsel auf der HC-Position gibt, kann ihnen nicht mehr geholfen werden. Bei den Vikings hat man sich wesentlich mehr von QB McCarthy erwartet. Anscheinend soll er beratungsresistent sein. Seine Verletzungsanfälligkeit trägt das übrige bei. Lichtblicke waren die Defense und mit Reichard der vielleicht zuverlässigste Kicker der Liga.
Bei den Giants wird bald ein neuer HC vorgestellt werden. Mit QB Dart und falls in gleicher Form wieder zurückkehrender RB Skattebo, sowie OLB Carter, sind zumindest drei junge Personalien da, die Hoffnung auf eine bessere Zukunft in New York machen, wenngleich es noch genügend Potential für Verbesserungen auf beiden Seiten des Balles gibt.