Endstand
90:94
23:13 , 19:24 , 30:28 , 18:29
NEWS

Knicks sind NBA-Champion: Feierlichkeiten stellen WM in Schatten

Nach 53 Jahren holten die New York Knicks den NBA-Meistertitel endlich wieder in ihre Stadt. Der Jubel danach kannte keine Grenzen.

Knicks sind NBA-Champion: Feierlichkeiten stellen WM in Schatten Foto: © IMAGO / Xinhua

Die New York Knicks haben erneut einen zweistelligen Rückstand gedreht und sind erstmals seit 53 Jahren Meister in der NBA.

Drei Tage nach dem 29-Punkte-Comeback im Madison Square Garden gewannen die Knicks gegen die San Antonio Spurs auswärts 94:90 - und das nach zwischenzeitlich 16 Punkten Rückstand.

Angeführt von Jalen Brunson mit 45 Punkten holten sie den notwendigen vierten Sieg in der Serie und bejubelten den dritten NBA-Titel ihrer Geschichte.

"Das ist alles, wovon wir geträumt haben. Deswegen bin ich nach New York gekommen. Immer wenn sie uns angezählt haben, haben wir einen Weg gefunden", sagte Brunson.

Knicks-Party lässt Fußball-WM in Hintergrund rücken

Als er gefragt wurde, was es ihm bedeutet, den Titel mit seinem Vater Rick feiern zu können - der im Betreuerstab der Knicks arbeitet - war er sekundenlang ruhig und sagte dann nur: "Das siehst du."

Gemeinsam mit seinen Teamkollegen und Trainer Mike Brown stimmte Brunson schließlich "Who Let the Dogs Out" von den Baha Men an - und gab damit den Ton vor für eine Meisterparty, die in den Straßen New Yorks die Fußball-WM klar in den Hintergrund rückte.

Schließlich hatten die Fans seit 1973 auf diesen Moment warten müssen. "Hey New York, es tut mir leid, dass es so lange gedauert hat. Aber hier sind wir und es wird hoffentlich nicht noch einmal so lange dauern", rief Teambesitzer James Dolan bei der Siegerehrung euphorisch.

Wieder eine Aufholjagd

In der Schlussphase der Partie stand der Verkehr in Manhattan still. Als die Spieluhr in San Antonio abgelaufen war, ging ein lautstarkes Hupkonzert los.

Die Metro fuhr zum Rhythmus von "Lets go, Knicks" durch die Penn Station - einem der großen Bahnhöfe in der Stadt und Ankunftsort für viele Brasilien- und Marokko-Fans, die sich vom WM-Stadion in New Jersey auf den Weg zurück in die City gemacht hatten.

Wie beim sensationellen Comeback drei Tage zuvor brauchte es auch im fünften Spiel der Serie wieder eine Aufholjagd nach zweistelligem Rückstand. Dieses Mal lagen die Gastgeber aus San Antonio um ihren Star Victor Wembanyama zwischenzeitlich mit 16 Punkten vorne - und gingen am Ende dennoch wieder als Verlierer vom Feld.

Gratulationen aus der Politik

"Ich weiß nicht, aber aus irgendwelchen Gründen haben die Spiele für uns 30 Minuten später angefangen als für die Spurs", scherzte Brunson, der als wertvollster Profi der Finalserie ausgezeichnet wurde.

Auch US-Präsident Donald Trump, der das dritte Finale besucht hatte und dabei den einzigen Spurs-Sieg sah, schwärmte vor allem von einem Profi.

"Heute Abend wurde ein Superstar geboren. Sein Name ist Jalen Brunson", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Ex-Präsident Barack Obama - ein großer Basketball-Fan - gratulierte dem Team aus New York ebenfalls.

Die 30 bestbezahlten Spieler der NBA

Kommentare