"Debütanten-Ball" für ÖBV-Männer in WM-Qualifikation
Trainer Naglic spielt mit sieben Nationalteam-Rookies gegen Polen und Lettland. Ergebnistechnisch habe er an die Mannschaft keinerlei Erwartungshaltung.
Mit einer Truppe voller Debütanten geht Österreichs Männer-Nationalteam in die zwei abschließenden Partien der ersten Qualifikationsrunde zur Basketball-WM.
Am Freitag (18.00 Uhr) wartet auf die Mannschaft von Cheftrainer Aramis Naglic in der Wiener Sport Arena Tabellenführer Polen, drei Tage später erfolgt in Riga das Duell mit Lettland (18.30/jeweils live ORF Sport +).
"Müssen als Team dagegenhalten"
Österreich ist in Gruppe F derzeit Letzter, in vier Spielen gelang ein Sieg Anfang März gegen die Niederlande. Die Top 3 der Vierergruppe steigen in die nächste Phase der WM-Qualifikation auf.
Die Entscheidung dafür wird zwar erst am Montag in Lettland fallen, der Fokus liegt aber zunächst auf dem Heimspiel gegen die Polen. Aufgrund zahlreicher Ausfälle debütieren gleich sieben Spieler gegen den noch ungeschlagenen Leader, darunter Daniel Grgic (21) von Meister Kapfenberg Bulls oder Florian Köppel (22) von Vizemeister Oberwart.
"Wir müssen als Team dagegenhalten", verlangt Naglic von seinen jungen Spielern.
Keine Erwartungshaltung bezüglich Ergebnis
Naglic hat mit Daniel Friedrich (34/Gmunden) derzeit nur einen Routinier im Kader. "Es war schwierig, einen konkreten Gameplan aufzustellen, weil viele Spieler das erste Mal dabei sind.
Wir haben aber mittlerweile eine klare Idee und die einzelnen Attribute der Athleten gut miteinander verbunden", erklärt der Teamchef.
Ergebnistechnisch habe er an die Mannschaft keinerlei Erwartungshaltung. "Ich verlange nur, dass sie am Feld voll fokussiert sind und alles geben."
Polen ist klarer Favorit, auswärts verlor die ÖBV-Truppe 78:90. "Obwohl sie bereits für die nächste Phase qualifiziert sind, werden sie dieses Spiel gegen uns sehr ernst nehmen.
Es wird für uns eine sehr schwierige Aufgabe werden, denn Polen hat fast auf jeder Position einen individuellen Vorteil", meint Naglic. Köppel hofft auf ein Duell auf Augenhöhe und versprach, man werde "alles reinhauen".