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Paralympics: Österreich verzichtet auf Eröffnungsboykott

Aufgrund der Teilnahme von Russland und Belarus an den Paralympics boykottieren einige Nationen die Eröffnungszeremonie. Veronika Aigner und Markus Salcher werden als Fahnenträger dabei sein.

Paralympics: Österreich verzichtet auf Eröffnungsboykott Foto: © GETTY

Bei den kommenden paralympischen Spielen (06.03-15.03) in Mailand und Cortina werden im Gegensatz zu den Olympischen Spielen auch einige Athlet:innen aus Russland und Belarus unter ihrer Flagge antreten dürfen.

Ingesamt sind sechs russische und vier belarussische Aktive bei den kommenden Spielen dabei. Deshalb haben ingesamt sechs Nationen angekündigt, die Eröffnungsfeier in Verona zu boykottieren. Österreich zählt jedoch nicht dazu.

ÖPC stimmte gegen Wiederaufnahme

"So schwer es ist, liegt unser Fokus auf den sportlichen Bewerben. Bei Boykotts hat die Vergangenheit gezeigt, dass sie dem Sport nicht dienen", sagen die Präsidentin des Österreichische Paralympischen Comitees (ÖPC) Maria Rauch-Kallat und ÖPC-Generalsekräterin Petra Huber.

Die Wiederaufnahme von Russland und Belarus wurde bei der Generalversammlung des Internationalen Paralympischen Committees (IPC) im September 2025 beschlossen. Österreich sowie einige andere Nationen stimmten dagegen, dennoch waren sie dabei in der Minderheit.

"Die Entscheidung bei der Abstimmung in der IPC-Generalversammlung bleibt für uns weiterhin schwer nachvollziehbar, dennoch müssen wir sie als Demokrat:innen akzeptieren", ergänzen Rauch-Kallat und Huber.

Aigner und Salcher als Fahnenträger

Aus österreichischer Sicht werden dennoch nur maximal vier Athlet:innen und zwei Betreuer:innen bei der Eröffnungsfeier in Verona dabei sein. Grund dafür ist die knapp dreistündige Anreise aus Cortina.

Als Fahnenträger-Duo werden für Österreich Veronika Aigner und Markus Salcher auftreten. Beide werden in Cortina bleiben und von dort aus via Video zugeschalten.

"Als Petra (Huber) mich gefragt hat, war ich zuerst überrascht. Ich wusste nicht, dass es möglich ist, die Fahne in Cortina zu tragen. Es ist eine große Ehre, diese Aufgabe übernehmen zu dürfen", sagt Aigner.

Im Gegensatz zu Aigner tritt Salcher bereits zum zweiten Mal als Fahnenträger auf: "Das ist ein schöner Abschluss meiner paralympischen Reise. In Peking war aufgrund der Pandemie alles etwas anders, daher freue ich mich schon. Richtiger Einmarsch in ein gefülltes Stadion wird es zwar keiner, aber sie haben sich bestimmt etwas Cooles überlegt."

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