Espargaro "grantig" zur Trainings-Bestzeit

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KTM setzt nach dem Premierensieg in Brünn zum Auftakt des MotoGP-Wochenendes in Spielberg das nächste Ausrufezeichen.

Pol Espargaro erzielt am Freitag die Trainings-Bestzeit. Beim Spanier fährt eine Portion Wut mit, hätte er doch als KTM-Urgestein gerne für den Premierensieg gesorgt. Ein Sturz in Brünn brachte ihn um diese Chance.

"Das macht ihn hier nur noch heißer", ist KTM-Sportdirektor Pit Beirer überzeugt. Espargaro betont, dass sein ernster Gesichtsausdruck trotz der Trainingsbestzeit nicht auf Ärger, sondern die totale Konzentration zurückzuführen sei. "Aber wenn ernst zu sein immer so gut ausgeht wie heute, werde ich das ganze Wochenende grantig dreinschauen", scherzt der Spanier dann doch.

Geisterrennen nimmt Druck

Und er findet auch einen positiven Effekt am Geisterennen: "Dass keine Zuschauer da sind, nimmt mir den gesamten Druck."

Beirer sieht das ganz anders. "Es ist grausam, ohne Zuschauer beim Heimrennen zu fahren", gestand der Deutsche auf ServusTV.

Insgesamt könne man mit Tag eins aber zufrieden sein. "Wir sind dabei. Der Testtag im Mai scheint sich bezahlt zu machen Es ist sicher ein Vorteil, dass wir die Strecke gut kennen und nicht jedes Training brauchen, um Teile zu testen."

Vor Ducati gewarnt

Espargaro warnte allerdings, dass ihm punkto Topspeed einiges auf die Ducati des dreifachen Vizeweltmeisters und Vorjahressiegers Dovizioso (über dessen vertragliche Zukunft wird nach den beiden Österreich-Rennen entschieden), fehle. Seit die Motorrad-WM 2016 nach Österreich zurückgekehrt ist, haben nur Piloten auf den italienischen Kraftpaketen in Spielberg gewonnen.

"Sie beschleunigen zudem irrsinnig gut aus den Kurven heraus", sagte Espargaro. "Ich hoffe, am Samstag kommt da noch mehr von uns."

Regen stört 2. Training

Mitentscheidend wird in Spielberg wohl auch weiterhin das Wetter bzw. der eventuelle Regen. "P1 im ersten Training fühlt sich wirklich gut an", sagte Espargaro.

Am Freitag verzichteten bis auf die letzten Minuten viele MotoGP-Fahrer auf das Nachmittags-Training, weil es auf der nur teilweise nassen Piste für Slicks zu feucht und für Regenreifen zu trocken war.

"Es hatte keinen Sinn, etwas zu probieren. Für solche Bedingungen stehen keine Reifen zur Verfügung", erklärte der Deutsche Stefan Bradl, der auch in Spielberg bei Honda den verletzten Weltmeister Marc Marquez (ESP) vertritt.

Textquelle: © LAOLA1/APA

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