KTM für MotoGP-Saison 2021 präsentiert

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KTM hat sein MotoGP-Bike für 2021 vorgestellt, das nahtlos an die erfolgreichste Saison seit dem Einstieg in die Königsklasse anschließen soll.

Die optisch auffallendste Änderung der RC16s betrifft das bisherige Satellitenteam Tech3, welches nun ebenfalls zum Kundenteam aufgestiegen ist, aber kein Sponsoring durch Red Bull mehr erfährt. Der französische Partner ist künftig komplett im Orange der Marke unterwegs.

Neben dem Südafrikaner Brad Binder fährt in diesem Jahr der Portugiese Miguel Oliveira, der in Spielberg den Grand Prix der Steiermark und sein Heimrennen in Portimao noch auf Tech3 gewinnen konnte.

Diese beiden Siege waren zusammen mit Binders Premieren-Erfolg für KTM in Brünn die ersten für die Oberösterreicher in der MotoGP. Die Konstrukteurswertung wurde auf Rang vier abgeschlossen, das Werksteam schloss die WM auf Rang drei ab.

Für Tech3 sind der Italiener Danilo Petrucci und der Spanier Iker Lecuona unterwegs.

Der Saisonstart ist für 28. März in Katar angesetzt.

Binder und Oliveira wieder vereint

Mit insgesamt drei Siegen, 8 Podestplätzen, 3 Poles, 4 schnellsten Runden und 27 Top-Ten-Plätzen war die auf 14 (statt 20) Rennen in 18 Wochen gestutzte Corona-Saison 2020 am Ende die bisher mit Abstand erfolgreichste für KTM. Dazu kam Platz fünf in der Fahrer-WM für Pol Espargaro und Rang vier in der Konstrukteurs-WM, nur zwei Punkte hinter Rang zwei. Zudem holte in der Moto3 mit Albert Arenas ein KTM-Fahrer den Titel.

Binder wurde in der MotoGP als "Rookie des Jahres" ausgezeichnet. "Was de facto der erste Titel für uns in der Top-Kategorie war", blickt Team-Manager Mike Leitner zufrieden zurück. Nachdem Espargaro nun bei Honda neuer Teamkollege von Marc Marquez ist, hat Binder mit dem von Tech3 gekommenen Oliveira eine neuen Teamkollegen.

Binder und Oliveira in einem KTM-Team, das hatte es bei KTM für die beiden ehemaligen Rookie-Cup-Talente schon in der Moto3 und der Moto2 gegeben. Nun sind der 25-jährige Südafrikaner und der Portugiese (26) ganz oben wieder zusammen. "Die zwei haben schon Poles, Podiums und Siege geholt. Sie haben Riesen-Potenzial. Man kann sagen, wir haben unser Dream-Team wieder vereint", sagt Motorsport-Chef Pit Beirer. Zudem bleiben KTM mit Dani Pedrosa (35) und Mika Kallio (38) die beiden routinierten Testfahrer erhalten.

Schon reif für den Titel?

KTM engagiert sich seit 2017 in der Motorrad-Top-Kategorie vollinhaltlich mit dem Ziel, Weltmeister zu werden. Ob das im fünften vollen Jahr schon klappen kann, ist nach dem Vorjahr nicht auszuschließen. Allerdings fehlte 2020 Serien-Champion Marc Marquez fast durchgehend und die Saison brachte neun verschiedene Sieger, 15 unterschiedliche Piloten auf dem Podest und mit dem spanischen Suzuki-Fahrer Joan Mir einen unerwarteten Weltmeister mit nur einem Saisonsieg.

"Gemeinsam wollen wir nun noch mehr Siege einfahren", meint Oliveira, der den Saisonstart am 28. März in Doha kaum erwarten kann. "Jetzt sind wir zwei auch in der obersten Klasse wieder Teamkollegen. Das wird eine gute Geschichte", ist der Portugiese überzeugt. "Wir haben ein Sieger-Motorrad. Für den Weltmeistertitel musst du dich aber immer verbessern, immer etwas Neues bringen."

Binder meint: "Die Luft wird für uns jetzt immer dünner. Aber wir hatten auch im Vorjahr einen Hänger und sind dann wieder zurückgekommen. Nicht nur gemessen an Ergebnissen, sondern auch beim Gesamtmanagement der Wochenenden."

Druck soll bei anderen bleiben

Für Herbert Trunkenpolz hat der Premierensieg von Binder im Vorjahr KTM viel Druck genommen. "Zudem ging von da an das internationale Geschäft durch die Decke. Die MotoGP ist die beste Präsentations-Plattform im Motorsport", ist der Vorstandsvertreter überzeugt.

"Die ganze Reise bis hierher war ein Traum", ergänzt Beirer. Bezüglich Titelhoffnungen meint er aber: "Wir sind hungrig nach mehr. Ich würde uns aber trotzdem noch nicht als Titelanwärter bezeichnen. Dieser Druck sollte bei den anderen bleiben. Wir haben zwar unsere ersten Siege in der Tasche, aber nun beginnt wieder alles bei Null."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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