Marquez fuhr zügig an den Italiener heran, fand zunächst jedoch keinen Weg vorbei.
Um den Vorderreifen zu schonen, ließ er für einige Runden wieder etwas mehr Abstand, ehe er die nächste Attacke startete. "Ich zog es vor, zu warten", so Marquez.
In der 19. Runde zog der 97-malige Grand-Prix-Sieger zum ersten Mal an Bezzecchi vorbei, doch der Ex-Ducati-Fahrer hatte eine Antwort parat. Auf dem Weg zu Kurve 1 war Bezzecchi endgültig fällig.
Danach bereitete aber der heranstürmende Rookie Fermin Aldeguer einige Sorgenfalten. Der spanische Landsmann war zeitweise über eine halbe Sekunde pro Runde schneller als Marquez.
"Er kam mit einer unglaublichen Pace heran", zollte der Superstar dem Youngster Respekt. Letztlich wurde es aber nicht mehr brenzlig, auch weil sich Aldeguer mit dem zweiten Platz - seinem besten MotoGP-Resultat - sehr gut abfinden konnte.
"Es wird ein Rennen kommen, in dem ich nicht gewinne"
Marquez verlässt damit die sechste Grand-Prix-Station in Folge mit der maximalen Punkteausbeute, den Vorsprung auf Bruder Alex Marquez hat er auf satte 142 Punkte ausgebaut.
Er hoffte "diesen Schwung zu nutzen", betonte aber: "Das Wichtigste ist, weiter Punkte zu sammeln und immer zu versuchen, die Grenzen im Rennen zu verstehen. Wenn ich so weitermache, wird es mir schwerfallen, den Tag zu akzeptieren, an dem ich nicht gewinnen kann."
Der 32-Jährige führte aus: "Eines Tages wird ein Sprint oder Rennen kommen, in dem ich nicht gewinnen kann. Ich arbeite mental hart daran, dann zu verstehen, dass ich stattdessen wichtige Punkte hole." Solange die Welle anhält, will er sie aber reiten.
Seinen Sieg am Red Bull Ring widmete er dem spanischen Talent Pau Alsina, der vor wenigen Wochen im Alter von 17 Jahren an den Folgen eines Unfalls in Aragon verstorben ist. "Das ist für seine Familie und Freunde", sagte er.