Verstappen: "Ich glaube nicht an Momentum"

Verstappen: Foto: © getty
 

Und dann war es doch wieder Max Verstappen, der das bessere Ende für sich hatte.

Der Grand Prix von Mexiko begann unter verkehrten Vorzeichen, nachdem Mercedes im Qualifying die erste Startreihe dominant einfuhr - obwohl Red Bull Racing als Favorit nach Mexico City kam und diesen Eindruck in den Trainings bestätigen konnte.

Als es darauf ankam, ließ der Niederländer aber wieder keinen Zweifel daran, dass er als Favorit in das Saisonfinish geht - nicht nur aufgrund der 19 WM-Punkte Vorsprung auf Lewis Hamilton, die er mit nach Sao Paulo nimmt.

Verstappen hatte das Rennen wortwörtlich vom Start bis zur Zielflagge unter Kontrolle. Die Meter zur ersten Kurve waren besonders beeindruckend, als er sein Auto neben Valtteri Bottas setzte und mit einem ultraspäten Bremsmanöver die Führung übernahm - sicher die Szene des Rennens.

"Das war nett. Wir waren zu dritt nebeneinander, und es ging nur darum, so spät wie möglich zu bremsen. Ich habe das Auto irgendwie auf der Strecke gehalten, bin vom dritten auf den ersten Platz vor und habe die Grundlage für mein Rennen gelegt, denn ab da musste ich nur an mich denken. Wir hatten eine unglaubliche Pace, also konnte ich mein Ding durchziehen", kommentierte Verstappen zufrieden.

Helmut Marko konnte nicht ganz so nüchtern bleiben - im positiven Sinne. "Das war fernab von Gut und Böse", meinte der Grazer bei "ServusTV".

Das Manöver war von Verstappen gut durchkalkuliert: "Innen fahren sie im Dreck, können nicht so spät bremsen. Wenn jemand später gebremst hätte, wäre er nicht auf der Strecke geblieben", wusste er genau, was er tat.

Danach war die Sache quasi gelaufen. Vom perfekten Re-Start nach der Safety-Car-Phase weg kam dem Führenden nie jemand nahe.

"Glaube nicht an Momentum"

Dass Verstappen vier Rennen vor dem Ende die besseren Karten als Lewis Hamilton hat, will der Jungstar noch nicht wissen.

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"Natürlich schaut es gut aus. Aber es kann sich sehr schnell auch drehen. Ich glaube nicht an Momentum - also müssen wir uns jedes Rennen auf die Details fokussieren. Gestern (Samstag im Qualifying, Anm.) haben wir das nicht gemacht und die Sachen sind schnell falsch gelaufen. Es wird bis am Ende eng und aufregend bleiben."

In Brasilien sind die Erinnerungen aber ähnlich gut wie in Mexiko, wo Verstappen jetzt seinen dritten Sieg einfuhr. 2019 siegte er auch in Sao Paulo, dazu kommen zwei weitere Podien in der Vergangenheit.

Perez hat "die Leute gehört"

Noch enger als in der Fahrer-WM geht es in der Konstrukteurs-Meisterschaft zu. Red Bull ist aktuell einen einzigen Zähler voran - und hat das auch Sergio Perez zu verdanken, der bei seinem Heim-GP schon aufgrund der durch ihn verursachten Atmosphäre der heimliche Sieger war.

Er wurde mit Platz drei zum ersten Mexikaner, der im eigenen Land auf ein Formel-1-Podium fuhr. Und wollte mehr - ein, zwei Runden hätten auf eine Attacke auf Lewis Hamilton und auf einen möglichen Doppelsieg gefehlt.

"Natürlich hätte ich noch mehr gewollt - den Sieg", so "Checo". "Aber heute ist einer der Tage, die ich genießen muss. Ich habe mein ganzes Herz für diese Leute gegeben. Ich habe sie sogar gehört, als ich durch das Stadion fuhr. Das war wirklich zum Genießen", war am Ende auch Perez zufrieden.

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