Russell nach Spa-Aus: "Ich bin nicht sauer auf Lewis"
Sein Belgien-GP endete bereits nach fünf Kurven. Vorwurf macht er Unfallgegner Hamilton keinen, zeigt sich gegenüber der Presse allerdings offen frustriert.
George Russell ist der große Verlierer des Grand Prix von Belgien.
Nach einer zuletzt aufsteigenden Tendenz musste der Brite einen Tiefschlag einstecken. Sein Landsmann Lewis Hamilton verlor einen Moment Kontrolle über seinen Ferrari, touchierte in Runde eins Russell und beendete damit dessen Rennen.
Die Schuld sieht Russell nicht beim Ferrari-Piloten und zeigt sich selbstkritisch: "Ich bin nicht sauer auf Lewis. Ich hätte einfach nicht neben ihm sein dürfen, beim Start war ich zwei Plätze vor ihm."
Batterie als Ursprung des Übels
Probleme gab es bereits vor der Kollision. Während die meisten Fahrer ihre Batterie nutzten und zusätzliche Geschwindigkeit generierten, blieb Russell auf der langen Geraden zurück.
"Es hat schon davor begonnen. Als ich aus Kurve eins kam hatte ich, aus welchen Gründen auch immer 30 bis 40 Prozent weniger Batterie. Dadurch wurde ich von drei Autos komplett stehen gelassen", meint Russell nach dem Rennen. "Natürlich gab es danach die Berührung mit Lewis, aber ich hätte nie dort sein dürfen."
"Eine Sache nach der anderen"
Russell, der in der Vergangenheit oft seine Kollegen bei Unfällen beschuldigte, verteidigte Lewis Hamilton und hätte keine Strafe verteilt: "Ich habe es mir noch nicht genau angeschaut, aber aus meiner Sicht ist das ein Rennunfall."
Sein Team bei Mercedes wird viel zu tun haben, um den 28-Jährige wieder für die nächsten Rennen zu motivieren. "Eine Sache folgt auf die nächste und wiederum auf die nächste. Nicht gut genug in allen Belangen. Versuchen, zu resetten - das habe ich schon oft genug gemacht diese Saison und werde sehen, was ich tun kann."