Nach Laudas Tod: Hamilton fehlt bei Pressetermin

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Wie sehr Lewis Hamilton der Tod von Niki Lauda nahe geht, zeigt nicht nur sein bewegendes Posting vom Dienstag. Am Mittwoch fehlt der Mercedes-Star bei der offiziellen Pressekonferenz vor dem Grand Prix von Monaco.

"Wir haben heute früh darum gebeten, Lewis nach dem Tod von Niki Lauda zu entschuldigen. Wir bitten um Verständnis. Denn mit Niki hat Lewis vor gerade mal zwei Tagen einen sehr engen Freund verloren", erklärt Mercedes.

Hamilton wird sich auch nach den freien Trainings am Donnerstag nicht äußern, sondern wohl erst am Samstag vor die Presse treten.

Lauda und Hamilton verband seit Jahren eine enge Beziehung. Lauda war an Hamiltons Wechsel von McLaren zu Mercedes im Jahr 2013 maßgeblich beteiligt und galt seither als sein Mentor.

Ross Brawn, zu dieser Zeit Teamchef im Silberpfeil-Werksteam, erinnert sich: "Niki hatte einen entscheidenden Anteil daran. Er hat den Mercedes-Vorstand dazu gebracht, uns das Geld für Hamiltons Honorar zu überlassen. Das war keine einfache Aufgabe. Doch es stellte sich als Meilenstein in der Geschichte des Teams heraus."

Unter Lauda als Teamaufsichtsratschef und Toto Wolff als Teamchef reiften die Silberpfeile zur alles dominierenden Macht und Hamilton zum aktuell erfolgreichsten Piloten im Fahrerfeld. Mit den Silberpfeilen holte er 2014, 2015, 2017 und 2018 den WM-Titel in der Fahrerwertung.

Bottas: "Schockierend, eine Woche so zu beginnen"

Statt Hamilton saß Teamkollege Valtteri Bottas bei der obligaten Fahrer-Pressekonferenz in Monaco. "Es st schockierend, eine Woche so zu beginnen", sagt der Finne.

Bottas geht am Sonntag im Fürstentum an der Cote d'Azur mit sieben Punkten Rückstand als erster Verfolger von Hamilton ins Rennen, das erneut einen Führungswechsel zwischen den beiden dominierenden Mercedes-Piloten bringen kann.

Man werde Lauda mit einer starken Leistung Respekt zollen, betont der Vizeweltmeister, der auch nicht näher auf das Fehlen von Hamilton eingeht. "Ich habe ihn vorhin gesehen, es ist alles okay und normal", sagt Bottas. "Es gab halt die Anfrage, ihn hier zu vertreten."

Der Tod von Lauda am vergangenen Montag hatte nicht nur die Sportwelt schockiert. In Monaco werden vor allem Mercedes, Ferrari und McLaren an den Autos sichtbare optische Veränderungen vornehmen, um dem dreifachen Weltmeister zu gedenken. Im Mercedes-Motorhome lief eine Diashow mit Bildern von Laudas Karriere. Ferrari hat in Maranello die Fahnen auf halbmast gesetzt und im Museum den 312 T, mit dem Lauda 1975 erstmals Weltmeister geworden war, in einem abgedunkelten Raum speziell beleuchtet.

Zuletzt war Lauda Mitbesitzer und Aufsichtsrat des Mercedes-F1-Teams gewesen. "Niki war immer da, wenn man ihn gebraucht hat. Und er hat stets ohne Umwege und immer direkt gesagt, was er meint", sagte Bottas. "Er war immer eine massive Motivation für mich und Lewis."

Textquelle: © LAOLA1.at

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