McLaren-Teamchef Stella stellt klar: "Nur eine Frage der Zeit"
Mit den neuen Regularien in der Formel ist kaum einer zufrieden. In Suzuka sei der schwere Unfall von Oliver Bearman vermeidbar gewesen, geht es nach Stella. Man müsse handeln.
Die neuen Formel-1-Regularien stehen auch in der Pause mächtig in der Kritik.
Bezeichnend war der schwere Unfall von Oliver Bearman bei Kräften von 50G in Suzuka. "Was den Vorfall mit Oliver betrifft, so ist diese Situation meiner Meinung nach keine Überraschung, wenn man bedenkt, wie hoch die Annäherungsgeschwindigkeit sein kann, wenn ein Auto vom Gas geht oder einen Superclip hat, während das andere Auto Energie abgibt", sagt McLaren-Teamchef Andrea Stella.
Es sei "nur eine Frage der Zeit, bis ein solcher Unfall passiert". Nun ist es passiert, glücklicherweise ist der Haas-Pilot, der beim Crash gute 50 km/h schneller als Franco Colapinto war, glimpflich davongekommen.
"Wollen nicht erst abwarten, bis etwas passiert"
Für den Teamchef der Weltmeister ist jedenfalls klar: Es gibt dringenden Handlungsbedarf. "Wir wollen nicht erst abwarten, bis etwas passiert, um Maßnahmen zu ergreifen. Heute ist also etwas passiert. Wir tragen die Verantwortung dafür, Maßnahmen zu ergreifen, die insbesondere unter Sicherheitsgesichtspunkten umgesetzt werden sollten."
Es sei freilich nicht einfach, eine Lösung zu finden – allerdings ist die Problematik nicht erst seit Suzuka bekannt. Sie stehe zwar "auf der Agenda der FIA im Hinblick auf die Aspekte des Reglements für 2026, die verbessert werden sollten", solle aber die Priorität sein. Schließlich geht es hier um die Sicherheit der Fahrer.
"Dies ist ein Fall, der mit einer gewissen analytischen Herangehensweise untersucht werden sollte. Ich glaube nicht, dass es eine einfache Lösung gibt", meint Stella. Die mehrwöchige Pause sei nun ein guter Zeitpunkt, um sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.