Hamilton: "Dann habe ich den Titel verdient"
Dass Hauptrivale Sebastian Vettel mit seinem Startunfall in Singapur und dem Technik-Pech in Malaysia und Japan unfreiwillig den Weg bereitet hat, schmälert aus Sicht des WM-Führenden seine Leistung überhaupt nicht. "Wenn ich diesen Titel gewinne, dann habe ich ihn mir verdient", sagt Hamilton.
Bei 59 Punkten Vorsprung auf den zuletzt glücklosen Vettel ist Hamiltons Mission fast erledigt, auch wenn der Brite beteuert: "Ich gehe in dieses Rennen genauso wie in das letzte." Hamilton will diesen Triumph mit jeder Faser, er hat die jüngste Ferrari-Krise knallhart genutzt. "Es war beeindruckend, ihm dabei zuzusehen, wie er alles aus dem Auto herausholte und mit dem Team zusammenarbeitete, um Probleme zu lösen und sich noch weiter zu steigern", lobte Mercedes-Teamchef Toto Wolff.
Die Suche nach dem perfekten Moment auf und abseits der Strecke treibt den 32-jährigen Hamilton immer weiter an. Anders als bei seinem ersten Formel-1-Arbeitgeber McLaren, wo er sich zuletzt eingeengt und unverstanden fühlte, gewährt ihm Mercedes viele Freiheiten für sein rastloses Streben nach Glück. "Er gibt keine Ruhe. Er ist nie zufrieden damit, wo er als Rennfahrer und als Mensch gerade steht. Er will sich verbessern, sich entwickeln, das spüren wir auch im Team", beschrieb Wolff das Phänomen Hamilton.