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Hitze-Sonderregel sorgt bei F1-Fahrern nicht für Begeisterung

Österreich leidet unter der Gluthitze, der Formel-1-Tross leidet mit. Ein gut gemeinter Lösungsansatz scheint noch nicht ausgereift.

Hitze-Sonderregel sorgt bei F1-Fahrern nicht für Begeisterung Foto: © IMAGO / PsnewZ

Im Osten Österreichs werden die Temperaturen am Wochenende an der 40-Grad-Marke kratzen.

In Spielberg gibt es ein paar Grad Gnade, über das ganze Wochenende des Grand Prix von Österreich soll es aber durchgehend über 31 Grad haben.

Das ist die "magische Grenze", an der sich die FIA zum Eingriff bewogen sieht. Die Regel gibt es seit 2025 - bei einem Rennen in Europa musste sie bislang noch nie aktiviert werden.

Gemäß dieser müssen Fahrer im Auto ein Kühlwestensystem tragen. Verzichten sie darauf, wird stattdessen Zusatzgewicht im vergleichbaren Ausmaß von fünf Kilo aufgezwungen.

Bevor Isack schlapp macht, macht das Auto schlapp

Wer glaubt, dass die Fahrer diese vermeintliche Erleichterung dankend annehmen, irrt.

"Ich mag es nicht, da sind zu viele Schläuche, zu viele Sachen, die ins Cockpit kommen. Es ist nicht angenehm. Und es funktioniert vielleicht für zehn Minuten, dann ist es wieder warm", verzog Isack Hadjar unzufrieden die Miene.

"Ich war eigentlich noch nie an einem Punkt, an dem ich sie wirklich gebraucht hätte. Wenn ich sie brauche, hält auch das Auto die Hitze nicht mehr aus. Ich glaube, es würde vor mir schlapp machen", gab sich der Franzose robust.

Red-Bull-Teamkollege Max Verstappen zieht es vor, die Weste nur vor dem Rennen anzulegen und ohne zu fahren.

Ein Mexikaner lacht darüber nur

Auch dem WM-Führenden ist die Sache noch nicht ausgereift genug.

"Als ich sie letztes Jahr in Austin verwendet habe, hat das nicht gut geendet. Wir hatten Probleme mit dem System und ich wurde im Auto gekocht. Ich möchte erst sichergehen, dass es ausgereift ist", winkte Kimi Antonelli ab.

Sergio Perez konnte die Sorge der Europäer überhaupt nur belächeln: "Für mich als Mexikaner ist die Temperatur ziemlich durchschnittlich. Ich werde sie anziehen, um mich zumindest ein bisschen abzukühlen", antwortete der Routinier zwar frech, gab sich hinsichtlich der Option aber milde.

Dazu passte, dass der Cadillac-Pilot als Einziger in kurzen Hosen bei der Pressekonferenz antrat.

Historische Warnstufe

Tun es ihm die Fans gleich, ist zumindest angeraten, die Beine gut einzuschmieren. Vom Red Bull Ring gibt es dafür kostenlose Sonnencreme zur Verfügung gestellt.

Genau wie Trinkwasser - und die Erlaubnis, leere Flaschen bis 1,5L mit auf das Gelände zu nehmen.

Immerhin rief das Land Steiermark erstmals überhaupt in seiner Geschichte die Hitzewarnstufe "Rot" aus.

Unbrechbare Formel-1-Rekorde

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