...den freien Tag für die Spieler:
"Wir waren am Strand, haben einen Kaffee getrunken. Diese Tage sind total wichtig, man braucht einen Ausgleich, muss auch ein bisschen wegkommen vom Fußball. Zu 100 Prozent kommt man aber auch nicht vom Fußball weg, man schaut sich schon die anderen Ergebnisse an. Alle haben die Zeit gut genutzt, um sich zu erholen. David Alaba hatte ja gestern Geburtstag, er war bei der Family. Heute Morgen hat es von uns ein Ständchen gegeben und wie immer einen Kuchen."
...die ungewöhnliche Ausgangslage vor dem Algerien-Spiel:
"Natürlich ist das ein Thema, aber bis zum Samstag werden wir eh nicht wissen, wie es aussieht. Für uns zählt, dass wir uns hundertprozentig aufs Spiel konzentrieren, dass wir uns bestmöglich vorbereiten. Wir sind alle Fußballer und haben alle mit diesem Sport begonnen, um zu gewinnen. Unsere Grundeinstellung ist, dass wir Spiele gewinnen wollen. Das steht über allem."
"Klar ist aber auch, wenn es hinten raus vielleicht eng wird und es eine Konstellation gibt, die für beide passt, ist es vielleicht so, dass beide Mannschaften nicht mit offenem Visier spielen, sondern taktisch clever. Das hat dann aber nichts mit einer Schande von Kansas zu tun. Solche Spiele gibt es in der Bundesliga genauso, dass du mit einem Ergebnis zufrieden bist, dir sagst, du nimmst den Punkt einfach mit und dem Gegner geht’s genauso. Ich glaube auch nicht, dass Algerien in die Partie reingeht und auf ein Unentschieden spielt."
...die ersten beiden Spiele:
"Das erste Spiel war schwierig, es war sicher keine wahnsinnig euphorisierende Leistung, aber trotzdem souverän und seriös. Das Argentinien-Spiel war sehr ordentlich und brav, gegen einen solchen Gegner reicht das aber manchmal trotzdem nicht. Du brauchst einen perfekten Tag und ein bisschen Glück auf deiner Seite. Und wir haben es nicht geschafft, viele Torchancen zu kreieren. Aber wir sind auf einem guten Weg."
...seine Fortschritte in der Reha:
"Es wird von Tag zu Tag besser. Ganz kann ich die Krücken noch nicht weglassen, beim Stiegensteigen brauche ich sie noch. Das Feedback der Mediziner ist sehr positiv. Ich bin sehr glücklich, hier zu sein, weil ich eine super Betreuung habe. Was den Zeithorizont meines Comebacks angeht, habe ich keine konkreten Vorstellungen, bei einer Reha kann so viel passieren."
...seine Rolle bei der WM:
"Ich kann ein ganz gutes Bindeglied zwischen der Mannschaft und dem Trainerteam sein. Ich kenne die Jungs, weiß, wie sie sich fühlen, was in ihren Köpfen abgeht. Wenn es in Richtung der Spiele geht, mache ich mir Gedanken, was uns helfen kann, was uns während der Spiele helfen kann. Bisher war es gewünscht, dass ich mich einbringe. Ich bin sehr nah dran. Gegen Argentinien habe ich die letzte Ansprache in der Kabine gemacht."
...eine mögliche Zukunft als Trainer:
"Ich glaube nicht, dass ich dieses Nomadenleben nach der Karriere auch noch möchte, ich will dann schon irgendwann sesshaft werden. Als Trainer ist das schwierig. Aber vielleicht werde ich mal Co-Trainer beim Nationalteam, das wäre ein cooler Job."
...die bisherigen Spieler in der "Baumi-Rolle":
"Das waren unterschiedliche Spiele und unterschiedliche Charaktere. Paul Wanner hat ein sehr gutes Spiel gemacht, war sehr aktiv, hatte viele Ballaktionen. Konny Laimer interpretiert das ganz anders, in dem Spiel gegen Jordanien war auch etwas anderes gefordert. Ich will da gar niemanden mit mir vergleichen."