Großer Frust bei Toto Wolff: "Wie Teletubbies!"
Ein Problem mit den blauen Flaggen sorgt für Unmut und eine Kollision. Besonders Toto Wolff ist verärgert und kritisiert das Verhalten von Ingenieuren hart.
Frust und Ärger bei Toto Wolff und Oscar Piastri!
Nach dem Premieren-Sieg von WM-Titelverteidiger Lando Norris (McLaren) steht besonders eine Thematik im Vordergrund.
Ein Problem beim FIA-System löste nämlich eine mehr als unglückliche Kollision zwischen Piastri und Williams-Pilot Carlos Sainz aus.
Was ist passiert?
Es läuft die 39. Runde, als Piastri im Kampf um den Rennsieg zur Überrundung an Sainz ansetzt. Der Australier versucht nach seinem Boxenstopp die frischeren Reifen auszunützen, um nach dem Pitstop von Norris vor ihm zu sein.
Doch Sainz nimmt die erwartbare Überrundung wegen fehlender blauen Flaggen am Lenkrad nicht wahr und schert im ersten Sektor plötzlich auf die linke Seite aus. Es kommt zu einer Berührung und zum Zeitverlust von Piastri.
In der Folge bleibt Norris nach seinem Boxenstopp vor dem Australier.
Auch Kimi Antonelli wird beim Überrunden von einem Audi aufgehalten und verliert wertvolle Zeit im Kampf um eine bessere Position. Letztlich wird der WM-Leader Dritter.
Mercedes-Boss Wolff sauer: "Ingenieure sind Teletubbies"
Besonders verärgert zeigt sich daraufhin Mercedes-Teamchef Toto Wolff beim "ORF"-Interview nach dem Rennen.
Für den 54-Jährigen ist nämlich nicht die fehlende Anzeige am Lenkrad ausschlaggebend, sondern das Verhalten der Ingenieure an den Kommandoständen der kleineren Teams.
"Es stimmt mich grantig. Ein paar Ingenieure starren einfach in den Himmel wie Teletubbies, anstatt den Fahrern zu sagen, dass ein Führungszug von hinten kommt", meinte der Wiener.
"Der Fahrer sollte schon m Rückspiegel sehen, was passiert. Ich war bei Williams viele Jahre, ich weiß, wie das ist, wenn man um die Punkteplätze fightet. Aber wenn es vorne um wirklich was geht, ist der Ingenieur in der Verpflichtung zu sagen, da kommt jetzt was. Dass das nicht passiert, ist amateurhaft."
"Einfach nur dumm"
Piastri selbst war über seine Situation verärgert. "Das war einfach nur dumm, ich habe sowas in meinem Leben noch nicht gesehen. Ich konnte kaum glauben, was da passiert ist. Das ist inakzeptabel!", fauchte der sonst so stoische Australier.
Letztlich war die Situation aber ohnehin nicht rennentscheidend. Für Piastri endete der GP nämlich nach einem Motorschaden in der 56. Runde sogar gänzlich ohne Punkte.