Lewis Hamilton ist König der Steiermark

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An Lewis Hamilton gibt es beim Grand Prix der Steiermark in Spielberg kein Vorbeikommen: Der Weltmeister feiert im zweiten Saisonrennen der Formel 1 am Red Bull Ring einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg, seinen 85. in der Königsklasse!

Der Brite bringt souveräne 15 Sekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen Valtteri Bottas ins Ziel, damit gibt es einen Doppelsieg für Mercedes. Der Finne, in der Vorwoche Sieger des Grand Prix von Österreich, muss auf dem Weg dahin Max Verstappen im Red Bull niederkämpfen. Dieser wird Dritter.

Die Top Ten werden von Alexander Albon (Red Bull), Lando Norris (McLaren), Sergio Perez, Lance Stroll (beide Racing Point), Daniel Ricciardo (Renault), Carlos Sainz (McLaren) und Daniil Kvyat (AlphaTauri) komplettiert.

Zur Lachnummer des Rennens macht sich Ferrari, schon in der ersten Runde schießt Charles Leclerc seinen Teamkollegen mit einem übermotivierten Manöver ab - beide scheiden früh aus (HIER nachlesen>>>).

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Der größte Aufreger schon in Runde eins

"Hier nach all den Schwierigkeiten wieder einmal ganz oben zu stehen, ist großartig", sagt Hamilton nach seiner Rückkehr auf das Österreich-Siegespodest. Seit seinem Sieg 2016 hatte er dieses vier Mal in Folge verpasst. Vorbereitet hatte er den Triumph schon am Samstag mit einer Fabelzeit im Regen-Qualifying 1,2 Sekunden vor Verstappen.

Im Rennen hat Verstappen keine Chance, Hamilton zu gefährden und ist am Ende mit abgefahrenen Reifen und kaputten Frontflügel auch chancenlos gegen das entscheidende Überholmanöver des von Position vier gestarteten Bottas.

Im Gegensatz zum turbulenten Österreich-GP vor einer Woche (neun Ausfälle) geht das Corona-bedingt zweite Rennen innerhalb einer Woche auf dem Red Bull Ring nicht nur erneut ohne Zuschauer, sondern auch ohne große Aufreger über die Bühne. Dabei begann der von Andreas Gabalier mit der Landeshymne eingesungene Grand Prix der Steiermark mit einem Paukenschlag.

Die Asse vorne kamen am Start gut weg, dahinter aber warf Charles Leclerc seinen von den Randsteinen ausgehebelten Ferrari schon in der dritten Kurve der ersten Runde ausgerechnet auf den Wagen seines Teamkollegen Sebastian Vettel. Sowohl der vom Pech verfolgte Deutsche als auch der Monegasse, vor sieben Tagen noch Zweiter hinter Bottas, waren damit schnellstmöglich ausgeschieden. Tiefer geht es bei Ferrari nicht mehr.

Im Mittelfeld geht es rund

Nach der frühen Safety-Car-Phase führte Hamilton vor Verstappen, Carlos Sainz, Bottas und Alexander Albon das Feld in den Restart. Der Brite zog in der Folge problemlos davon, Bottas und Albon schoben sich am McLaren von Sainz vorbei. Verstappen kam schon in der 25. Runde an die Box, Hamilton folgte zwei Runden später.

Der halbherzige Undercut des Niederländers brachte nichts. Bottas kam neun Runden später zum Wechsel. Das erlaubte ihm, Verstappen vier Runden vor Schluss zur Mercedes-Doppelführung und am Ende auch zum Doppelsieg zu überholen.

Für die Action sorgen diesmal die Fahrer weiter hinten im Feld. So avanciert der von Platz 17 gestartete Sergio Perez im Racing Point zum von den Fans gekürten "Piloten des Tages". Der Mexikaner kämpfte sich bis auf Platz fünf nach vorne, bezahlte im Finish seinen Angriff auf Albon aber mit einem kaputten Frontflügel. Das kostete ihn am Ende noch einen Rang.

Fünfter wurde so noch Lando Norris im McLaren. Dessen Teamkollege Carlos Sainz sorgte im Finish mit 1:05,619 Min. für die schnellste jemals am Red Bull Ring gefahrene Formel-1-Rennrunde und löste damit Kimi Räikkönen ab.

Die Konkurrenz zollt Hamilton Respekt

Hamilton hat nun auch in seiner 14. Saison mindestens einen Sieg und fuhr zum 35. Mal in Folge in die Punkteränge. "Das tut in diesem so verrückten Jahr wirklich gut. Ich hatte heute alles gut unter Kontrolle", freut sich der 35-Jährige, der die Bestmarke des siebenfachen Weltmeisters Michael Schumacher egalisieren will.

Die nächste Punktechance bekommt er am Sonntag in Mogyorod. "Von mir aus könnten sie jeden Sonntag Rennen machen", zeigt sich Hamilton bereit. Auf den Sieg-Rekord von Schumacher fehlen dem Engländer noch sechs Erfolge.

Auch Bottas gratuliert ihm. "Wenn Lewis Pole und einen guten Start hat, ist er weg. Er hat keinen Fehler gemacht", sagt der Finne. "Ich habe von Platz vier aus Schadensbegrenzung betrieben", meint der Finne, der sechs Punkte Vorsprung auf Hamilton nach Budapest mitnimmt.

Verstappen sichert Red Bull zumindest das erste Saison-Podium. "Ich habe wirklich alles probiert. Aber wir waren am Ende zu langsam", sagt der zweifache Spielberg-Sieger seufzend. "Ich habe versucht, es Bottas so schwer wie möglich zu machen. Es ging aber nicht. Eigentlich war das Rennen eher langweilig für mich", spiegelt Verstappen das Geschehen wider. Seine Erkenntnis: "Wir haben Arbeit vor uns."

Textquelle: © APA/LAOLA1.at

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