Gemischte Gefühle bei Sainz und McLaren

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0,415 Sekunden fehlten Carlos Sainz beim Grand Prix von Italien in Monza auf seinen ersten Sieg. Und angesichts der Sensation durch Pierre Gasly im AlphaTauri wäre es sogar die kleinere Überraschung gewesen.

Es sollte nicht sein, der Franzose blieb zu cool. Sainz klappte in der Schlussphase noch einmal das Visier nach unten, einen Funkspruch des McLaren-Teams, der zur Vorsicht mahnte, quittierte der künftige Ferrari-Fahrer trocken und unmissverständlich: "Ich will diesen Sieg."

Am Ende konnte sich der Spanier nicht vorwerfen, nicht alles für den ersten Triumph getan zu haben, vorerst bleibt aber Fernando Alonso der einzige spanische Rennsieger. Wie viele Chancen Sainz in absehbarer Zeit noch bekommt, ist angesichts der Unform seines zukünftigen Teams sogar eine kritische Frage.

"Nach der Zieleinfahrt war ich enttäuscht. Es war so nah. Aber hinter Lewis in einem normalen Rennen Zweiter zu werden, hätte ich genommen", meinte Sainz.

Neuer Höhepunkt für McLaren

Während des Rennens sah der Spross des zweifachen Rallye-Weltmeisters sogar seine Chancen auf ein Podium verschwunden. Die Unterbrechung spielte ihm nicht in die Karten. "Ich war negativ, ich war enttäuscht. Ich hatte Wut in mir und dachte wieder über all unser Pech in dieser Saison nach. Aber nach dem Re-Start habe ich einfach alles versucht und es fast geschafft."

Immerhin musste der McLaren-Mann fünf Fahrer hinter sich bringen, um als Zweiter sein bisher bestes Ergebnis einzufahren. "Aber nachdem ich an Gasly rankam, blieb ich hängen. Wir sehen, wie sehr uns die 'Dirty Air' hinter anderen Autos Schwierigkeiten bereitet."

Mit Rang zwei für Sainz und vier für Lando Norris fuhr McLaren das beste Team-Ergebnis seit 2011 ein. Auf einer Strecke, auf der in den letzten fünf Rennen nur ein mickriger Punkt heraussprang. Zum Lohn setzte es Rang drei in der Konstrukteurswertung.

"Also bin ich happy mit Platz zwei. Ohne der Roten Flagge wäre es eine andere Geschichte gewesen, aber ich denke, Pierre verdient das - ich gratuliere ihm", so Sainz.

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