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Ein letztes Mal im "Party Mode"
"Das war eine ganz saubere Sache, es ist von Runde zu Runde besser gegangen", frohlockt Hamilton nach der 93. Pole Position seiner Karriere. Sein Qualifying sei "nahe an der Perfektion" gewesen, erklärt der Brite, der in Spa zum sechsten Mal von Platz eins ins Rennen geht und seinen vierten Sieg beim GP von Belgien anpeilt.
Die Voraussetzungen scheinen nicht zuletzt dank der Rekordzeit im dritten Abschnitt bestens. "Streckenrekord in Spa, das ist etwas Unglaubliches. Ich habe in allen meinen Runden fast keine Fehler gemacht und bin von Session zu Session stärker geworden", resümierte der 35-Jährige.
Bei letzter Gelegenheit nutzt Hamilton die Zusatzleistung des Mercedes-Motors zu einer Demonstration der Stärke. Ab dem kommenden Wochenende, dem Grand Prix von Italien in Monza, ist das Abrufen weiterer Pferdestärken nicht mehr gestattet. Erlaubt ist dann nur noch eine Motor-Einstellung, mit der Qualifying und Rennen bestritten werden.
Wie sich der neue Passus im Reglement auf den Kampf um die besten Startplätze auswirken wird, bleibt abzuwarten. Die Hoffnung der direkten Konkurrenz ist jedenfalls groß, den leistungsmäßigen Unterschied reduzieren zu können.
Verstappen glücklicher als Bottas
Die Silberpfeile jedenfalls setzen ihre Serie fort: Zum fünften Mal startet Hamilton von Position eins, die restlichen beiden Male war dies Bottas vergönnt. Im Training hat sich der sechsmalige Champion offensichtlich noch zurückgehalten, als es ernst wird, fährt er eine seiner berüchtigten "Hammer"-Runden.
Bottas sieht gegen seinen Teamkollegen diesmal alt aus und ist angesichts des großen Rückstands etwas ratlos. "Aber es ist kein schlechter Platz zu starten. Es ist noch nicht vorbei. Ich habe in der ersten Runde eine gute Möglichkeit, vorbeizukommen", lautet das kämpferische Statement des Finnen, der in der WM-Wertung vor dem siebenten Saisonrennen 42 Punkte hinter Leader Hamilton bzw. 6 hinter Max Verstappen liegt. Dem Red-Bull-Piloten fehlten am Samstag nur 0,015 Sek., um das Mercedes-Duo zu sprengen.
Verstappen ist der einzige, der Hamilton und Bottas in einem Rennen in diesem Jahr schon besiegen konnte. "Ich kann zufrieden sein, so nah an Valtteri zu sein", sagt der 21-jährige Niederländer. Für ihn ist der Grand Prix fast ein Heimspiel auch ohne seine niederländischen Fans - Verstappen wurde im belgischen Hasselt geboren. Entsprechend groß ist die Vorfreude.