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FIA ändert die Motoren-Regeln in der Formel 1

Die FIA hat mit den Herstellern eine Einigung über die Messung des Verdichtungsverhältnisses erzielt. Die neuen Regeln könnten insbesondere Mercedes betreffen.

FIA ändert die Motoren-Regeln in der Formel 1 Foto: © GETTY

Die FIA hat mit den Herstellern eine Einigung über die Messung des Verdichtungsverhältnisses erzielt, die ab Mitte dieser Saison und in der Saison 2027 in Kraft tritt.

Die neuen Motorenregeln sehen ein Verdichtungsverhältnis von 16:1 vor. Dieses Verhältnis gibt an, wie stark die Kolben das Gemisch aus Kraftstoff und Luft vor der Zündung zusammendrücken und beeinflusst somit die Leistung.

Die Bestimmungen beinhalten einen Test, der verhindern soll, dass Teams die 16:1-Grenze überschreiten. Diese Überprüfungen fanden bisher jedoch bei "Umgebungstemperatur" statt. Einige Rivalenteams vermuteten, dass Mercedes eine Methode gefunden hatte, bei der sich die Komponenten während des Betriebs bei Erwärmung anders verhalten, wodurch der Test umgangen werden könnte. Mercedes selbst betont die Legalität seines Motors.

Kompromiss bei Messung

Der am Samstag angekündigte Kompromiss sieht vor, dass das Verdichtungsverhältnis ab dem 1. Juni sowohl bei heißen als auch bei kalten Bedingungen kontrolliert wird. Ab der Saison 2027 gilt diese Kontrolle ausschließlich für heiße Bedingungen.

Bis zum 1. Juni finden sieben Formel-1-Rennen statt.

FIA äußert sich

"Die für 2026 eingeführten Vorschriften stellen eine der größten Änderungen der jüngeren Geschichte dar", teilte die FIA mit. "Alle Beteiligten erkennen an, dass mit der Einführung solch bedeutender regulatorischer Änderungen kollektives Wissen aus den Vorsaisontests und den ersten Läufen der Meisterschaft 2026 gewonnen werden muss."

"Weitere Bewertungen und technische Überprüfungen zu Energiemanagementthemen sind im Gange."

Mercedes beliefert auch McLaren, Alpine und Williams mit Motoren.

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